Berechne die Grundsteuer in Hessen nach dem Flächen-Faktor-Modell. Inklusive dem Lagefaktor, dem Messbetrag und den vierteljährlichen Quartalsraten online.
Hessische Flächen, Lagefaktor und Hebesatz
Berechne Grundsteuer in Hessen aus Flächen, Bodenrichtwert, Gemeindedurchschnitt, Hebesatz, Anteil und optionaler Ermäßigung.
Messbetrag, Jahressteuer und Raten
Zeigt Flächenbeträge, Lagefaktor, Grundsteuermessbetrag, Hebesatzwirkung und Zahlungstermine.
Trage die hessischen Flächen, Bodenrichtwerte und den Hebesatz ein, um die Grundsteuer zu berechnen.
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Wie berechnet der Grundsteuer-Hessen-Rechner die Jahressteuer?
ƒHessisches Flächen-Faktor-Verfahren
G=((B⋅0,04)+(W⋅0,50⋅0,70)+(N⋅0,50))⋅F⋅100H
Variablen
G
Grundsteuer-Jährliche Grundsteuer vor interner Aufteilung.
B
Bodenfläche-Grundstücksfläche oder anteilige Fläche bei Wohnungseigentum.
W
Wohnfläche-Zu Wohnzwecken genutzte Gebäudefläche mit reduziertem Ansatz.
N
Nutzfläche-Nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäudefläche.
F
Lagefaktor-Quotient aus Bodenrichtwert und Gemeindedurchschnitt, potenziert mit 0,3 und auf zwei Nachkommastellen abgerundet.
H
Hebesatz-Kommunaler Hebesatz für Grundsteuer B oder C.
Beispiele für Grundsteuer in Hessen
Die Beispiele zeigen die Wirkung von Fläche, Lagefaktor, Ermäßigung und Hebesatz. Der tatsächliche Bescheid kann abweichen, wenn das Finanzamt andere Grundlagen festgesetzt hat.
Fall
Ausgangsbetrag
Faktor
Messbetrag
Hebesatz
Jahressteuer
Wohnhaus in unterdurchschnittlicher Lage
69,00 €
0,81
55,00 €
400 %
220,00 €
Wohnhaus in durchschnittlicher Lage
69,00 €
1,00
69,00 €
450 %
310,50 €
Gemischt genutztes Grundstück
108,00 €
1,12
120,00 €
500 %
600,00 €
Kulturdenkmal mit Messzahlermäßigung
45,68 €
1,00
45,00 €
430 %
193,50 €
Die hessische Steuerverwaltung nennt 0,04 € je Quadratmeter Bodenfläche, 0,50 € je Quadratmeter Gebäudefläche, 70 % Ansatz für Wohnflächen, Lagefaktor, volle-Euro-Abrundung und den kommunalen Hebesatz als zentrale Rechenschritte.
Hebesatzwirkung bei gleichem Messbetrag
Der Messbetrag kommt aus dem Flächen-Faktor-Verfahren. Die endgültige Jahressteuer entsteht erst mit dem Hebesatz der Stadt oder Gemeinde.
Hebesatz
Messbetrag
Jahressteuer
Quartal
Einordnung
300 %
55,00 €
165,00 €
41,25 €
Niedriger Beispielwert für die Hebesatzmechanik.
400 %
55,00 €
220,00 €
55,00 €
Standardbeispiel dieses Rechners.
600 %
55,00 €
330,00 €
82,50 €
Spürbar höhere Jahressteuer bei gleichem Messbetrag.
850 %
55,00 €
467,50 €
116,88 €
Hoher Hebesatz. Die kommunale Satzung genau prüfen.
Maßgeblich ist die Hebesatzsatzung deiner hessischen Stadt oder Gemeinde. Der Rechner enthält deshalb ein editierbares Hebesatz-Feld.
Konstanten im Hessen-Modell
Diese Werte sind im Rechner hinterlegt. Den Bodenrichtwert, den Durchschnittsbodenrichtwert und den Hebesatz musst du für deinen Fall eintragen.
Wert
Ansatz im Rechner
Hinweis
Bodenfläche
0,04 € / m²
Gilt für Grund und Boden im Flächen-Faktor-Verfahren.
Wohnfläche
0,50 € / m² × 70 %
Der reduzierte Ansatz ergibt effektiv 0,35 € je Quadratmeter Wohnfläche.
Nutzfläche
0,50 € / m² × 100 %
Gilt für nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäudeflächen.
Lagefaktor
BRW / dBRW hoch 0,3
Der Faktor wird auf zwei Nachkommastellen abgerundet.
Messzahlermäßigung
Kulturdenkmal, Gebäude-Messzahlen um 25 % ermäßigt
Ermäßigungen wirken auf einzelne Messzahlen, nicht pauschal auf jeden Wert.
Hebesatz
kommunaler Prozentsatz
Ohne aktuellen Hebesatz lässt sich nur der Messbetrag plausibilisieren.
Häufig gestellte Fragen zum Grundsteuer-Hessen-Rechner
Was berechnet der Grundsteuer-Hessen-Rechner?
Der Rechner bildet das hessische Flächen-Faktor-Verfahren für Grundsteuer B und C nach. Er rechnet aus Grundstücksfläche, Wohnfläche, Nutzfläche, Bodenrichtwert, durchschnittlichem Bodenrichtwert und Hebesatz einen plausiblen Messbetrag und die daraus folgende Jahressteuer.
Warum braucht der Rechner den Hebesatz?
Das Finanzamt setzt in Hessen den Grundsteuermessbetrag fest. Die Gemeinde oder Stadt multipliziert diesen Messbetrag anschließend mit ihrem Hebesatz und setzt dadurch die tatsächliche Zahlung fest. Ohne Hebesatz kann der Rechner nur den Messbetrag und keine belastbare Jahressteuer zeigen.
Was ist der Lagefaktor in Hessen?
Der Lagefaktor vergleicht den Bodenrichtwert deines Grundstücks mit dem durchschnittlichen Bodenrichtwert der Gemeinde. Das Verhältnis wird mit dem Exponenten 0,3 berechnet und auf zwei Nachkommastellen abgerundet. Gute Lagen erhöhen den Messbetrag, einfachere Lagen senken ihn.
Warum zählt Wohnfläche nur mit 70 %?
Die hessische Steuerverwaltung reduziert den Ansatz für zu Wohnzwecken genutzte Gebäudeflächen. Aus 0,50 € je Quadratmeter Wohnfläche werden durch die Steuermesszahl 70 % effektiv 0,35 € je Quadratmeter. Nutzflächen werden dagegen grundsätzlich mit 100 % angesetzt.
Wo finde ich Bodenrichtwert und Gemeindedurchschnitt?
Im amtlichen Verfahren werden die Bodenrichtwerte automatisch von der Katasterverwaltung berücksichtigt. Für eine Plausibilisierung kannst du Werte aus dem Bescheid, aus den hessischen Bodenrichtwertinformationen oder aus Unterlagen zur Grundsteuererklärung übernehmen.
Gilt der Rechner auch für Grundsteuer A?
Nein. Hessen nutzt das eigene Flächen-Faktor-Verfahren für Grundsteuer B und C. Für land- und forstwirtschaftliches Vermögen gilt in Hessen das Bundesmodell. Dafür solltest du einen separaten Grundsteuer-A-Rechner oder den Bescheidwert verwenden.
Was bedeutet die optionale Ermäßigung?
In bestimmten Fällen können die hessischen Messzahlen ermäßigt werden, etwa bei Kulturdenkmälern oder gefördertem Wohnraum. Der Rechner bildet dafür konkrete Ermäßigungsarten nach. Wähle sie nur, wenn die Ermäßigung in deinem Messbescheid oder in einer belastbaren Auskunft berücksichtigt ist.
Kann ich mit dem Rechner meinen Bescheid ersetzen?
Nein. Der Rechner ist eine Rechenhilfe. Maßgeblich bleiben der Grundsteuermessbescheid des Finanzamts und der Grundsteuerbescheid der Kommune. Wenn die Flächen, der Bodenrichtwert, der Faktor oder der Hebesatz unplausibel wirken, solltest du den passenden Bescheid gezielt prüfen.
Warum kann die neue Zahlung deutlich anders sein als früher?
Das hessische Modell nutzt nicht mehr die alten Einheitswerte, sondern Flächen, Nutzung und Lage innerhalb der Gemeinde. Zusätzlich haben Städte und Gemeinden eigene Hebesätze. Eine Änderung kann deshalb aus den Flächen, dem Lagefaktor, dem Hebesatz oder aus mehreren Punkten zusammen entstehen.
Was ist bei Eigentumswohnungen wichtig?
Bei Eigentumswohnungen kommt es auf die wirtschaftliche Einheit an. Häufig ist nicht die gesamte Grundstücksfläche der Wohnanlage einzutragen, sondern der anteilige Wert aus Teilungserklärung oder Bescheid. Für die Jahressteuer ist außerdem der Hebesatz der belegenen Gemeinde maßgeblich.
Wann ist Grundsteuer C relevant?
Grundsteuer C betrifft baureife unbebaute Grundstücke, wenn die Kommune einen gesonderten Hebesatz dafür festlegt. Wähle diese Option nur, wenn dein Bescheid oder die kommunale Satzung tatsächlich auf Grundsteuer C verweist. Die Flächen-Faktor-Logik bleibt ansonsten gleich.
Warum gibt es Felder für Anteil und Monate?
Anteil und Monate sind praktische Zusatzfelder für interne Aufteilungen, etwa bei Miteigentum, Kauf im laufenden Jahr oder Mietnebenkosten. Diese Felder ändern nicht automatisch den öffentlich-rechtlichen Steuerbescheid, helfen aber bei einer nachvollziehbaren anteiligen Rechnung.