Berechne die Grundsteuer-Umlage auf deine Mieter aus dem Jahresbetrag und Wohnfläche. Inklusive dem Anteil, Vorauszahlung und der möglichen Nachzahlung.
Grundsteuerbetrag und Umlageschlüssel
Verteile die jährliche Grundsteuer auf Wohnfläche, Einheiten oder einen bekannten Anteil und vergleiche sie mit Vorauszahlungen.
Mieteranteil, Vorauszahlung und Differenz
Zeigt den Grundsteueranteil des Mieters im Abrechnungszeitraum und die rechnerische Nachzahlung oder das Guthaben.
Trage Jahresgrundsteuer, Schlüssel, Zeitraum und Vorauszahlung ein.
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Wie verteilt der Grundsteuer-auf-Mieter-Umlegen-Rechner die Kosten?
ƒGrundsteueranteil in der Betriebskostenabrechnung
M=G×u/100×s×n/a,D=M−V
Variablen
G
Jährliche Grundsteuer-Jahresbetrag aus Grundsteuerbescheid oder Betriebskostenabrechnung.
u
Umlagefähiger Anteil-Prozentanteil der Grundsteuer, der in diese Abrechnung einfließt.
s
Umlageschlüssel-Mieteranteil nach Wohnfläche, Wohneinheiten oder eigenem Prozentsatz.
n
Nutzungsmonate-Monate, in denen die Wohnung im Abrechnungszeitraum genutzt wurde.
a
Abrechnungsmonate-Gesamtlänge der Abrechnungsperiode in Monaten.
M
Mieteranteil-Grundsteueranteil für den eingegebenen Zeitraum.
V
Vorauszahlungen-Summe der auf diese Position entfallenden monatlichen Vorauszahlungen.
D
Differenz-Nachzahlung oder Guthaben aus Mieteranteil minus Vorauszahlungen.
Beispiele für die Umlage der Grundsteuer
Die Beispiele zeigen typische Betriebskostenfälle mit Wohnfläche, Einheiten und Zeitanteil. Entscheidend bleibt der vereinbarte Umlageschlüssel.
Fall
Grundsteuer
Schlüssel
Anteil
Zeitraum
Mieteranteil
Differenz
Einordnung
Mehrfamilienhaus nach Wohnfläche
1.800,00 €
75 m² von 600 m²
12,5 %
12 von 12 Monaten
225,00 €
81,00 €
Nachzahlung wahrscheinlich
Einzug im laufenden Jahr
2.400,00 €
80 m² von 800 m²
10 %
6 von 12 Monaten
120,00 €
12,00 €
Nachzahlung wahrscheinlich
Gleiche Wohneinheiten
1.200,00 €
1 von 6 Einheiten
16,67 %
12 von 12 Monaten
200,00 €
8,00 €
Nachzahlung wahrscheinlich
Häufig gestellte Fragen zum Grundsteuer-auf-Mieter-Umlegen-Rechner
Darf die Grundsteuer auf Mieter umgelegt werden?
Ja, grundsätzlich kann die Grundsteuer als Betriebskostenposition in die Abrechnung einfließen. § 2 BetrKV nennt die Grundsteuer bei den laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks. Trotzdem braucht es eine wirksame Betriebskostenvereinbarung im Mietvertrag. Der Rechner zeigt deshalb nur die mathematische Verteilung, nicht die rechtliche Wirksamkeit im Einzelfall.
Welcher Betrag gehört in das Feld jährliche Grundsteuer?
Trage den Jahresbetrag ein, der für das Gebäude oder die Abrechnungseinheit angesetzt wird. Das kann der Betrag aus dem Grundsteuerbescheid sein oder ein Betrag aus einer Objektabrechnung. Nicht gemeint sind Messbetrag, Grundsteuerwert oder Hebesatz. Diese Werte gehören zur Steuerfestsetzung und nicht zur Betriebskostenverteilung.
Warum ist Wohnfläche als Umlageschlüssel voreingestellt?
Bei Wohnraummiete ist die Wohnfläche der zentrale Auffangmaßstab, wenn keine andere Vereinbarung gilt. § 556a BGB stellt auf den Anteil der Wohnfläche ab, solange keine anderweitige Regelung oder verbrauchsabhängige Vorschrift greift. Für Grundsteuer ist das meistens der praktischste Schlüssel, weil sie nicht vom individuellen Verbrauch abhängt.
Wann ist die Umlage nach Wohneinheiten sinnvoll?
Wohneinheiten können sinnvoll sein, wenn alle Einheiten vergleichbar groß sind und dieser Schlüssel im Vertrag oder in der Abrechnung vorgesehen ist. Bei stark unterschiedlichen Wohnungsgrößen führt die Einheitenmethode oft zu verzerrten Ergebnissen. Dann ist Wohnfläche fachlich meist plausibler und rechtlich näher am gesetzlichen Auffangmaßstab.
Was bedeutet der eigene Anteil in Prozent?
Der eigene Anteil ist für Fälle gedacht, in denen der konkrete Umlageanteil schon feststeht. Das kann aus einer Eigentümerabrechnung, einer internen Objektaufteilung oder einem ausdrücklich vereinbarten Schlüssel stammen. Der Rechner prüft nicht, ob dieser Prozentsatz rechtlich passt, sondern nutzt ihn direkt für die Verteilung des Jahresbetrags.
Wie berücksichtigt der Rechner Einzug und Auszug?
Der Rechner kürzt den Jahresanteil über Nutzungsmonate und Abrechnungsmonate. Wenn ein Mieter beispielsweise nur die Hälfte der Abrechnungsperiode in der Wohnung war, wird auch nur die Hälfte seines rechnerischen Jahresanteils angesetzt. Das ist eine rechnerische Vereinfachung, die zur üblichen zeitanteiligen Abrechnung passt.
Was trage ich bei monatlicher Vorauszahlung ein?
Trage nur den Anteil der monatlichen Betriebskostenvorauszahlung ein, der rechnerisch auf die Grundsteuer entfällt. Wenn die Vorauszahlung im Mietvertrag nicht nach Positionen getrennt ist, kannst du das Feld auf 0 lassen und nur den reinen Grundsteueranteil berechnen. Für eine echte Abrechnung muss die Gesamtlogik aller Betriebskosten stimmen.
Warum kann die Vorauszahlung ein Guthaben ausweisen?
Ein Guthaben entsteht, wenn die eingetragenen Vorauszahlungen höher sind als der berechnete Grundsteueranteil für den Nutzungszeitraum. Der Rechner bewertet dabei nur diese eine Kostenposition. In einer vollständigen Betriebskostenabrechnung können andere Positionen eine Nachzahlung oder ein Guthaben wieder ausgleichen.
Was passiert, wenn nur ein Teil umlagefähig sein soll?
Dann kannst du den umlagefähigen Anteil unter 100 % setzen. Das ist nützlich, wenn die Grundsteuer für ein gemischt genutztes Objekt nur teilweise in diese Wohnraumabrechnung gehört oder wenn ein Teil bereits separat verteilt wird. Ohne konkrete Grundlage sollte der Wert bei 100 % bleiben, weil sonst der Jahresbetrag künstlich gekürzt wird.
Warum ersetzt der Rechner keine Nebenkostenabrechnung?
Eine Betriebskostenabrechnung muss mehr leisten als eine einzelne Formel. Sie braucht eine passende Abrechnungseinheit, Belege, den richtigen Zeitraum, den vereinbarten Schlüssel und eine verständliche Darstellung aller Vorauszahlungen. Der Rechner hilft beim Grundsteuerblock, aber er entscheidet nicht über Vertragsklauseln, Belegeinsicht oder formelle Anforderungen.