• Kleinunternehmerregelung: Unter bestimmten Umsatzgrenzen kann die Ausweisung von MwSt entfallen
• Vorsteuerabzug bei eingekauften Leistungen
• Monatliche oder vierteljährliche Voranmeldung erforderlich
• Korrekte USt-IdNr. für B2B-Geschäfte verwenden
Für Verbraucher:
• Preise sind meist inkl. MwSt angegeben
• Keine Erstattung der MwSt möglich
• Bei EU-Käufen: Reverse-Charge-Verfahren beachten
• Unterschiedliche Sätze je nach Produkt
• Online-Shopping: OSS-System seit 2021
Wie berechne ich das?
ƒMwSt-Berechnung
MwSt=N×s
Variablen
N
Preis ohne Steuer-Warenwert exkl. MwSt
MwSt
Mehrwertsteuer-19 % oder 7 % Steuerbetrag
0,19
Regelsteuersatz-19 % als Dezimalzahl
0,07
Ermäßigter Satz-7 % als Dezimalzahl
Mehrwertsteuer-Sätze in Deutschland
Regelsteuersatz und ermäßigter Steuersatz
Steuersatz
Gilt für
Beispiele
19 %
Regelsteuersatz
Die meisten Waren und Dienstleistungen
7 %
Ermäßigter Satz
Lebensmittel, Bücher, ÖPNV, Zeitungen
0 %
Steuerbefreit
Exporte, Ärzte, Banken, Bildung
Die MwSt ist eine Verbrauchssteuer, die der Endverbraucher trägt
MwSt-Berechnung Beispiele
Netto zu Brutto und umgekehrt
Netto
MwSt (19 %)
Brutto (19 %)
MwSt (7 %)
Brutto (7 %)
50
9,50
59,50
3,50
53,50
100
19,00
119,00
7,00
107,00
500
95,00
595,00
35,00
535,00
1.000
190,00
1.190,00
70,00
1.070,00
Brutto zu Netto: Brutto / 1,19 (bei 19 %) oder / 1,07 (bei 7 %)
Häufig gestellte Fragen zum Mehrwertsteuer-Rechner
Wann gilt der Regelsteuersatz von 19 % in Deutschland?
Der Regelsteuersatz von 19 % ist der Standard-Mehrwertsteuersatz in Deutschland und gilt für die überwiegende Mehrheit aller Waren und Dienstleistungen. Dazu gehören Elektronik, Kleidung, Möbel, Fahrzeuge, die meisten Dienstleistungen wie Handwerkerarbeiten oder Beratung, Gastronomie (außer Speisen zum Mitnehmen), Hotellerie und alle anderen Güter, die nicht explizit dem ermäßigten Satz unterliegen.
Welche Produkte haben den ermäßigten Steuersatz von 7 %?
Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % gilt für Güter des täglichen Bedarfs und kulturell wichtige Produkte: Grundnahrungsmittel (Brot, Milch, Fleisch, Gemüse), Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Medikamente und medizinische Hilfsmittel, Nahverkehr (Bus, Bahn, Taxi), kulturelle Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Museen), Hotelübernachtungen (ohne Frühstück), Blumen und Pflanzen.
Wie berechne ich die Mehrwertsteuer aus einem Bruttobetrag?
Um die Mehrwertsteuer aus einem Bruttobetrag zu berechnen: Nettobetrag = Bruttobetrag ÷ (1 + MwSt-Satz als Dezimalzahl). Bei 19 % MwSt: Nettobetrag = Bruttobetrag ÷ 1,19. Dann: MwSt-Betrag = Bruttobetrag - Nettobetrag. Beispiel: 119 € brutto ÷ 1,19 = 100 € netto, MwSt = 119 € - 100 € = 19 €.
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettopreisen?
Der Nettopreis ist der reine Warenpreis ohne Mehrwertsteuer - der Betrag, den der Verkäufer für seine Leistung erhält. Der Bruttopreis ist der Endpreis inklusive Mehrwertsteuer, den der Käufer bezahlt. Privatverbraucher sehen meist Bruttopreise, Unternehmen mit Vorsteuerabzug arbeiten oft mit Nettopreisen, da sie die MwSt zurückfordern können.
Wie funktioniert der Vorsteuerabzug für Unternehmen?
Unternehmer können die gezahlte Mehrwertsteuer als Vorsteuer geltend machen und mit der MwSt verrechnen, die sie auf eigene Verkäufe schulden. Voraussetzungen: ordnungsgemäße Rechnung mit ausgewiesener MwSt, geschäftliche Verwendung und Vorsteuerabzugsberechtigung. Der Vorsteuerabzug wird in der Umsatzsteuervoranmeldung geltend gemacht.
Was ist die Kleinunternehmerregelung und wann gilt sie?
Die Kleinunternehmerregelung (§19 UStG) befreit Unternehmer von der Umsatzsteuer, wenn der Vorjahresumsatz unter 22.000 € und der erwartete Jahresumsatz unter 50.000 € liegt. Kleinunternehmer dürfen keine MwSt auf Rechnungen ausweisen und können keinen Vorsteuerabzug geltend machen. Die Regelung ist freiwillig – bei hohen Vorsteuerbeträgen kann ein Verzicht sinnvoll sein.
Wie unterscheiden sich Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer?
Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer sind in Deutschland dasselbe. Der Begriff 'Mehrwertsteuer' beschreibt das Prinzip, dass nur der Mehrwert besteuert wird (durch Vorsteuerabzug). 'Umsatzsteuer' ist der offizielle Rechtsbegriff im Umsatzsteuergesetz (UStG). International spricht man von 'Value Added Tax' (VAT). In Rechnungen sollte korrekt 'Umsatzsteuer' oder 'MwSt' verwendet werden.
Was passiert bei der Steuererklärung mit der Mehrwertsteuer?
Unternehmer müssen die Umsatzsteuer in der Umsatzsteuervoranmeldung (monatlich oder quartalsweise) und der Umsatzsteuererklärung angeben. Die Differenz zwischen eingenommener Umsatzsteuer und gezahlter Vorsteuer wird ans Finanzamt abgeführt oder erstattet. Privatpersonen müssen die MwSt nicht separat erklären – sie ist im Kaufpreis enthalten und nicht absetzbar.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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