Wie berechnet der Neue-Grundsteuer-Hamburg-Rechner die Jahressteuer?
ƒHamburger Wohnlagemodell
G=(Fg⋅0,04+Fw⋅0,50⋅mw+Fn⋅0,50⋅0,87)⋅100h
Variablen
G
Grundsteuer-Jahresbetrag nach Hebesatz, Anteil und Modellzeitraum.
F_g
Grundstücksfläche-Grund und Boden in Quadratmetern.
F_w
Wohnfläche-Wohnfläche in Quadratmetern. In normaler Wohnlage wird die Wohnflächenmesszahl zusätzlich ermäßigt.
F_n
Nutzfläche-Nutzfläche in Quadratmetern, etwa bei Geschäfts- oder gemischter Nutzung.
m_w
Wohnflächenmesszahl-70 % für Wohnflächen, bei normaler Wohnlage zusätzlich mit Faktor 0,75.
h
Hebesatz-Hamburger Hebesatz. Standard ist 975 % für Grundsteuer B.
Hamburger Grundsteuer im Flächenmodell
Die Beispiele orientieren sich an der Hamburger Berechnungshilfe und zeigen, wie Wohnlage, Nutzfläche und Grundsteuer C wirken.
Fall
Messbetrag
Hebesatz
Jahressteuer
Einfamilienhaus, normale Wohnlage
66,25 €
975 %
645,93 €
Einfamilienhaus, gute Wohnlage
75,00 €
975 %
731,25 €
Eigentumswohnung mit 1/40 Grundstücksanteil
27,25 €
975 %
265,68 €
Gewerbliche Nutzfläche, Grundsteuer B
309,00 €
975 %
3.012,75 €
Baureif unbebaut, Grundsteuer C
40,00 €
8.000 %
3.200,00 €
Geprüft am 2. Juni 2026. Hamburg nennt ab 2025 975 % für Grundsteuer B und 8.000 % für Grundsteuer C. Der Rechner schneidet die Jahressteuer wie die Hamburger Beispiele centgenau ab.
Welche Hamburger Faktoren im Rechner stecken
Die Tabelle trennt Flächenbeträge, Messzahlen und Hebesätze. So lässt sich der Bescheid leichter nachrechnen.
Wert
Ansatz
Verwendung
Grund und Boden
0,04 € je m²
Für Grundstücksfläche und Miteigentumsanteil.
Wohn- und Nutzflächen
0,50 € je m²
Ausgangspunkt für Gebäude-Äquivalenzbeträge.
Wohnfläche
70 %
Automatische Ermäßigung der Wohnflächenmesszahl.
Normale Wohnlage
25 % weniger
Der Rechner multipliziert die Wohnflächenmesszahl zusätzlich mit 0,75.
Nutzflächen
87 %
Hamburger Messzahl für Nutzflächen ab 2025.
Grundsteuer B
975 %
Standard für Wohn-, Geschäfts- und sonstige Grundstücke.
Grundsteuer C
8.000 %
Nur für bestimmte unbebaute, baureife Grundstücke.
Bescheidwerte für Hamburg prüfen
Für die Nachrechnung sind wenige Werte entscheidend. Manche stehen im Messbetragsbescheid, andere im Grundsteuerbescheid.
Wert
Wo prüfen
Hinweis
Grundstücksfläche
Grundsteuerwert- oder Messbetragsbescheid
Bei Wohnungseigentum zählt der anteilige Boden, nicht immer die volle Grundstücksfläche.
Wohnlage
Hamburger Wohnlagenverzeichnis und Bescheid
Normale Wohnlage senkt die Wohnflächenmesszahl. Gute Wohnlage bekommt diese Lageermäßigung nicht.
Grundsteuermessbetrag
Finanzamtsbescheid
Wenn der Messbetrag vorliegt, ist der Messbetrag-Modus am stabilsten.
Hebesatz
Grundsteuerbescheid
Für Grundsteuer B nutzt Hamburg 975 %. Grundsteuer C ist ein Sonderfall.
Fälligkeiten
Zahlungsabschnitt im Bescheid
Regelmäßig wird die Grundsteuer in vier Raten fällig.
Häufig gestellte Fragen zum Neue-Grundsteuer-Hamburg-Rechner
Was berechnet der Neue-Grundsteuer-Hamburg-Rechner?
Der Rechner bildet die Hamburger Grundsteuer ab 2025 nach. Du kannst entweder mit Grundstücksfläche, Wohnfläche, Nutzfläche und Wohnlage rechnen oder den Grundsteuermessbetrag aus dem Bescheid direkt eintragen. Der direkte Messbetrag ist für einen Bescheidvergleich meist die bessere Basis.
Warum ist Hamburg nicht mit dem Bundesmodell vergleichbar?
Hamburg nutzt ein eigenes Wohnlagemodell. Entscheidend sind vor allem Flächen, Äquivalenzbeträge und Messzahlen. Ein Bodenrichtwert oder Gebäudewert spielt in dieser vereinfachten Hamburger Rechenlogik nicht dieselbe Rolle wie im Bundesmodell.
Welche Fläche gehört bei einer Eigentumswohnung in das Feld Grundstücksfläche?
Bei Wohnungseigentum zählt nicht einfach die gesamte Grundstücksfläche. Der Hamburger Beispielrechner arbeitet mit dem Anteil am Grundstück, etwa 1/40 der Grundstücksfläche. Wenn dein Bescheid bereits einen Messbetrag enthält, ist der Messbetrag-Modus weniger fehleranfällig.
Was bedeutet normale Wohnlage im Rechner?
Normale Wohnlage senkt in Hamburg die Messzahl für Wohnfläche zusätzlich um 25 %. Der Rechner setzt dafür den Faktor 0,75 auf die ohnehin auf 70 % ermäßigte Wohnflächenmesszahl. Gute Wohnlage bekommt diese zusätzliche Lageermäßigung nicht.
Warum nutzt der Rechner für Nutzflächen 87 %?
Hamburg hat für Nutzflächen ab 2025 eine Messzahl von 87 % genannt. Deshalb rechnet der Rechner Nutzflächen nicht mit 100 %, sondern mit 0,87. Das betrifft etwa Geschäfts- oder gemischt genutzte Flächen.
Wann ist Grundsteuer C relevant?
Grundsteuer C betrifft nur bestimmte unbebaute, baureife Grundstücke. Für diese Sonderfälle nennt Hamburg einen Hebesatz von 8.000 %. Ein normales unbebautes Grundstück kann weiterhin Grundsteuer B sein, wenn die Voraussetzungen für C nicht erfüllt sind.
Warum kommt bei 66,25 € Messbetrag und 975 % Hebesatz 645,93 € heraus?
Die Hamburger Beispiele weisen diesen Fall mit 645,93 € aus. Mathematisch ergibt die Multiplikation 645,9375 €. Der Rechner schneidet die Jahressteuer deshalb auf zwei Nachkommastellen ab, statt kaufmännisch auf 645,94 € zu runden.
Soll ich Flächenmodell oder Messbetrag auswählen?
Wenn der Grundsteuermessbetrag aus dem Finanzamtsbescheid vorliegt, ist der Messbetrag-Modus am besten für die Nachrechnung des Grundsteuerbescheids. Das Flächenmodell ist nützlich, um die Herleitung aus Fläche, Wohnlage und Ermäßigungen zu verstehen.
Wie berücksichtigt der Rechner geförderten Wohnraum oder Denkmalschutz?
Bei gefördertem Wohnraum senkt der Rechner die Wohnflächenmesszahl zusätzlich um 25 %. Bei Denkmalschutz senkt er die Gebäudeflächenmesszahl um 25 %. Diese Eingaben solltest du nur aktivieren, wenn sie im Bescheid oder in den Grundlagen tatsächlich angelegt sind.
Ersetzt der Rechner den Hamburger Bescheid?
Nein. Der Rechner ist eine Nachrechnung und Plausibilisierung. Verbindlich sind Grundsteuermessbetragsbescheid und Grundsteuerbescheid. Wenn Flächen, Wohnlage, Grundstücksanteil oder Messbetrag abweichen, solltest du die Bescheide und Fristen separat prüfen.