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Steuerfreie Umsätze: Je nach Fall fällt keine Mehrwertsteuer an
Wichtige Informationen zur Mehrwertsteuer
Regelsteuersatz (19 %)
Elektronik und Haushaltsgeräte
Kleidung und Schuhe
Restaurant-Essen
Handwerkerleistungen
Die meisten Dienstleistungen
Ermäßigter Satz (7 %)
Lebensmittel (außer Restaurant)
Bücher, Zeitungen, E-Books
Öffentlicher Nahverkehr
Hotelübernachtungen
Kulturelle Veranstaltungen
Steuerfreie Umsätze oder 0 % im Rechner
Exporte in Drittländer
Ärztliche Heilbehandlungen
Bankdienstleistungen
Versicherungsleistungen
Bildungsangebote
Hinweis für Unternehmer
Vorsteuerabzug: Als Unternehmer kannst du die gezahlte MwSt (Vorsteuer) mit der eingenommenen MwSt verrechnen.
Kleinunternehmerregelung: Unter bestimmten Umsatzgrenzen kann die Ausweisung von MwSt entfallen (§ 19 UStG).
Rechnungsstellung: Auf Rechnungen müssen Nettobetrag, MwSt-Satz, MwSt-Betrag und Bruttobetrag separat ausgewiesen werden.
Wie berechne ich das?
ƒMehrwertsteuer-Berechnung
B=N⋅(1+s)MwSt=N⋅s
Variablen
N
Nettobetrag-Preis ohne Mehrwertsteuer
B
Bruttobetrag-Preis inkl. Mehrwertsteuer
s
Mehrwertsteuer-19 % (Regel) oder 7 % (ermäßigt)
Mehrwertsteuer-Sätze in Deutschland 2026
Regelsteuersatz und ermäßigter Steuersatz
Steuersatz
Anwendungsbereich
Beispiele
19 %
Regelsteuersatz
Elektronik, Kleidung, Dienstleistungen, Getränke in der Gastronomie
7 %
Ermäßigter Satz
Lebensmittel, Restaurant- und Cateringspeisen, Bücher, ÖPNV, Zeitungen, Hotels
0 %
Steuerbefreit
Exporte, Ärzte, Banken, Versicherungen, Bildung
Die MwSt ist eine Verbrauchssteuer, die der Endverbraucher trägt. Stand: 2026
MwSt-Berechnung: Beispielwerte
Netto, MwSt und Brutto bei verschiedenen Beträgen
Netto
MwSt (19 %)
Brutto (19 %)
MwSt (7 %)
Brutto (7 %)
50,00
9,50
59,50
3,50
53,50
100,00
19,00
119,00
7,00
107,00
250,00
47,50
297,50
17,50
267,50
500,00
95,00
595,00
35,00
535,00
1.000,00
190,00
1.190,00
70,00
1.070,00
5.000,00
950,00
5.950,00
350,00
5.350,00
Brutto zu Netto: Brutto / 1,19 (bei 19 %) oder Brutto / 1,07 (bei 7 %)
Produkte und Dienstleistungen mit 7 % MwSt
Wichtige Kategorien mit ermäßigtem Steuersatz
Kategorie
Beispiele
Hinweis
Lebensmittel und Speisen
Brot, Milch, Gemüse, Restaurant- und Cateringspeisen
Getränke bleiben in der Gastronomie regelmäßig bei 19 %
Bücher & Presse
Bücher, Zeitungen, E-Books
Seit 2020 auch E-Books
Öffentlicher Nahverkehr
Bus, Bahn, U-Bahn
Fernverkehr: 7 % seit 2020
Beherbergung
Hotelübernachtung
Ohne Frühstück (19 %)
Kultur
Theater, Konzerte, Museen
Eintrittskarten
Pflanzen & Tiere
Schnittblumen, Haustiere
Lebende Tiere und Pflanzen
Achtung: Die Abgrenzung ist oft nicht intuitiv. Im Zweifel gilt 19 %.
MwSt-Sätze im EU-Vergleich 2026
Regelsteuersätze in ausgewählten EU-Ländern
Land
Regelsatz
Ermäßigt
Ungarn
27 %
5 % / 18 %
Dänemark
25 %
-
Schweden
25 %
6 % / 12 %
Österreich
20 %
10 % / 13 %
Deutschland
19 %
7 %
Frankreich
20 %
5,5 % / 10 %
Niederlande
21 %
9 %
Luxemburg
17 %
8 %
Die EU-Richtlinie schreibt einen Mindestregelsteuersatz von 15 % vor.
Häufig gestellte Fragen zum MwSt-Rechner
Wie berechnet man die Mehrwertsteuer von Netto zu Brutto?
Formel: Brutto = Netto x (1 + MwSt-Satz/100). Bei 19 %: Brutto = Netto x 1,19. Bei 7 %: Brutto = Netto x 1,07. Beispiel: 100 € netto x 1,19 = 119 € brutto. Die MwSt beträgt dabei 19 € (100 € x 0,19).
Wie berechnet man den Nettobetrag aus dem Bruttobetrag?
Wie extrahiere ich den MwSt-Betrag aus einem Bruttobetrag?
Formel: MwSt = Brutto x MwSt-Satz / (100 + MwSt-Satz). Bei 19 %: MwSt = Brutto x 19/119 = Brutto x 0,1597. Beispiel: 119 € x 0,1597 = 19,00 € MwSt. Bei 7 %: MwSt = Brutto x 7/107 = Brutto x 0,0654.
Welche Mehrwertsteuersätze gibt es in Deutschland?
Es gibt drei Stufen: 1) Regelsteuersatz 19 % für die meisten Waren und Dienstleistungen, 2) Ermäßigter Satz 7 % für Lebensmittel, Bücher, ÖPNV, Zeitungen, Hotelübernachtungen und kulturelle Veranstaltungen, 3) Steuerbefreiung 0 % für Exporte, ärztliche Leistungen, Bankdienstleistungen und Bildungsangebote.
Was ist der Unterschied zwischen MwSt und USt?
MwSt (Mehrwertsteuer) und USt (Umsatzsteuer) sind identisch. Der offizielle Begriff im Umsatzsteuergesetz ist Umsatzsteuer. Im Alltag wird oft Mehrwertsteuer verwendet. Auf Rechnungen muss Umsatzsteuer oder USt angegeben werden. Beide Begriffe bezeichnen die gleiche Steuer.
Wann gilt der ermäßigte Steuersatz von 7 %?
Der ermäßigte Satz gilt für viele Lebensmittel, Bücher und Zeitungen, öffentlichen Nahverkehr, Hotelübernachtungen ohne Frühstück, Pflanzen und Tiere, kulturelle Veranstaltungen, E-Books und seit 2026 auch für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen, soweit es um Speisen geht. Getränke bleiben in der Gastronomie in der Regel beim Regelsteuersatz von 19 %. Abgrenzungen und Ausnahmen sollten bei gemischten Angeboten getrennt geprüft werden.
Muss ich auf meiner Rechnung MwSt ausweisen?
Ja, wenn du umsatzsteuerpflichtig bist. Pflichtangaben: Nettobetrag, MwSt-Satz, MwSt-Betrag und Bruttobetrag. Kleinunternehmer nach § 19 UStG dürfen keine MwSt ausweisen und müssen den Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung angeben. Bei fehlerhaftem MwSt-Ausweis haftet der Rechnungssteller für die Steuer.
Was ist die Kleinunternehmerregelung?
Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen keine Umsatzsteuer aus, wenn die gesetzlichen Umsatzgrenzen eingehalten werden. Seit 2025 liegen die maßgeblichen Grenzen grundsätzlich bei 25.000 € Umsatz im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr. Dafür entfällt die Umsatzsteuer auf Ausgangsrechnungen, ein Vorsteuerabzug ist aber nicht möglich.
Wie funktioniert der Vorsteuerabzug?
Der Vorsteuerabzug ermöglicht Unternehmen, die beim Einkauf gezahlte MwSt (Vorsteuer) von der beim Verkauf eingenommenen MwSt abzuziehen. Ans Finanzamt wird nur die Differenz gezahlt. Dies verhindert eine Mehrfachbesteuerung entlang der Wertschöpfungskette. Voraussetzung: Ordnungsgemäße Rechnung mit MwSt-Ausweis.
Wann muss ich die MwSt ans Finanzamt abführen?
Die Abgabepflicht hängt von der Steuerschuld ab: Monatlich bei über 7.500 € USt/Jahr, quartalsweise bei 1.000-7.500 € USt/Jahr, jährlich bei unter 1.000 € USt/Jahr. Frist: 10. des Folgemonats. Mit Dauerfristverlängerung (1/11 Sondervorauszahlung) einen Monat später. Elektronische Übermittlung per ELSTER ist Pflicht.
Gilt die deutsche MwSt auch bei Käufen aus dem EU-Ausland?
B2C (Privatkunden): Meist MwSt des Verkäuferlandes, bei digitalen Dienstleistungen MwSt des Kundenlandes (One-Stop-Shop). B2B (Unternehmen): Reverse-Charge-Verfahren - der Käufer führt die MwSt im eigenen Land ab. Voraussetzung: Gültige USt-ID beider Parteien. Bei Drittländern: Einfuhrumsatzsteuer.
Warum gibt es unterschiedliche MwSt-Sätze?
Der ermäßigte Satz soll Grundbedürfnisse (Lebensmittel, Bildung, Kultur) günstiger machen. Die Differenzierung ist sozialpolitisch motiviert. Kritik: Die Abgrenzung ist oft willkürlich (z. B. Hafermilch 19 %, Kuhmilch 7 %). Die EU gibt einen Rahmen vor, innerhalb dessen die Mitgliedstaaten ihre Sätze festlegen.
Welche Eingaben braucht der MwSt-Rechner?
Du brauchst Betrag, Steuersatz und Rechenrichtung. Also netto zu brutto, brutto zu netto oder enthaltene Umsatzsteuer aus Brutto. Für Rechnungen solltest du außerdem prüfen, ob Regelsteuersatz, ermäßigter Satz, Steuerbefreiung oder Reverse-Charge gilt.
Warum ist die Umsatzsteuer aus einem Bruttobetrag nicht einfach 19 Prozent?
Bei einem Bruttobetrag ist die Umsatzsteuer bereits enthalten. Der Steueranteil wird deshalb nicht vom Brutto mit 19 % berechnet, sondern anteilig herausgerechnet. Bei 19 % Umsatzsteuer entspricht der Steueranteil 19/119 des Bruttobetrags.