Berechne die Kapitalertragsteuer auf die GmbH-Ausschüttung aus der Beteiligungsquote. Inklusive Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer und Nettoauszahlung.
GmbH-Ausschüttung berechnen
Berechne den Steuerabzug auf eine Gewinnausschüttung an private Gesellschafter mit Beteiligungsquote, Freibetrag, Soli und Kirchensteuer.
Steuerabzug und Auszahlung
Persönlicher Ausschüttungsanteil, Bemessungsgrundlage, Kapitalertragsteuer, Zuschläge und Nettoauszahlung
Gib Ausschüttung, Beteiligungsquote und Freibetrag ein.
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Wie berechnet der Rechner den Steuerabzug auf eine GmbH-Ausschüttung?
ƒKapitalertragsteuer auf Ausschüttungsanteil
E=max(A⋅q−R−F,0),K=E⋅sKapESt,Z=K+SolZ+KiSt
Variablen
E
steuerpflichtige Ausschüttung-Ausschüttungsanteil nach steuerfreier Einlagenrückgewähr und Sparer-Pauschbetrag.
A
beschlossene Bruttoausschüttung-Gesamtausschüttung der GmbH vor Steuerabzug.
q
Beteiligungsquote-Anteil des Gesellschafters an der Ausschüttung.
R
steuerfreie Einlagenrückgewähr-Persönlicher Anteil aus dem steuerlichen Einlagekonto.
F
Sparer-Pauschbetrag-Im Steuerjahr noch verfügbarer Pauschbetrag für Kapitalerträge.
Z
einzubehaltende Steuer-Summe aus Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
Beispiele für GmbH-Ausschüttungen
Die Beispiele zeigen, wie Beteiligungsquote, Einlagenrückgewähr, Freibetrag und Kirchensteuer den Steuerabzug verändern.
Fall
Bruttoanteil
steuerfrei
Freibetrag
steuerpflichtig
Steuerabzug
Netto
Einordnung
Voreinstellung
50.000,00 €
0,00 €
1.000,00 €
49.000,00 €
12.923,75 €
37.076,25 €
voll steuerpflichtige Ausschüttung ohne Kirchensteuer
25 % Beteiligung
20.000,00 €
0,00 €
1.000,00 €
19.000,00 €
5.011,25 €
14.988,75 €
nur der persönliche Anteil ist Kapitalertrag
Einlagenrückgewähr
60.000,00 €
10.000,00 €
1.000,00 €
49.000,00 €
12.923,75 €
47.076,25 €
steuerfreier Anteil mindert die Bemessungsgrundlage
Kirchensteuer Bayern
50.000,00 €
0,00 €
0,00 €
50.000,00 €
13.909,30 €
36.090,70 €
KapESt sinkt rechnerisch, Kirchensteuer kommt hinzu
Die Beispiele betrachten den typischen Steuerabzug bei einer Ausschüttung an Privatpersonen. Beteiligungen im Betriebsvermögen, Holdingstrukturen und Teileinkünfteverfahren sind gesondert zu prüfen.
Rechenweg im Standardfall
Die Voreinstellung nutzt eine Ausschüttung von 50.000 € an einen zu 100 % beteiligten Privatgesellschafter ohne Kirchensteuer.
Schritt
Wert
Einordnung
Persönlicher Ausschüttungsanteil
50.000,00 €
beschlossene Ausschüttung mal Beteiligungsquote
Steuerfreie Einlagenrückgewähr
0,00 €
nur mit dokumentiertem steuerlichem Einlagekonto
Sparer-Pauschbetrag
1.000,00 €
verfügbarer Anteil im Steuerjahr
Steuerpflichtige Ausschüttung
49.000,00 €
Bemessungsgrundlage für den Steuerabzug
Kapitalertragsteuer
12.250,00 €
25 %
Solidaritätszuschlag
673,75 €
5,5 % der Kapitalertragsteuer
Auszahlung nach Steuerabzug
37.076,25 €
Bruttoanteil abzüglich einbehaltener Steuer
Häufig gestellte Fragen zum Kapitalertragsteuer-GmbH-Rechner
Was berechnet der Kapitalertragsteuer-GmbH-Rechner?
Der Rechner berechnet den typischen Steuerabzug auf eine GmbH-Gewinnausschüttung an einen privaten Gesellschafter. Er zeigt persönlichen Ausschüttungsanteil, steuerfreie Einlagenrückgewähr, genutzten Sparer-Pauschbetrag, steuerpflichtige Ausschüttung, Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Nettoauszahlung.
Wann fällt Kapitalertragsteuer bei einer GmbH an?
Kapitalertragsteuer fällt typischerweise an, wenn eine GmbH Gewinne an Gesellschafter ausschüttet. Die Gesellschaft behält den Steuerabzug ein und führt ihn ab. Laufende Gewinne der GmbH wurden vorher bereits auf Gesellschaftsebene mit Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer belastet.
Warum fragt der Rechner nach der Beteiligungsquote?
Die beschlossene Ausschüttung betrifft oft die gesamte GmbH. Für den einzelnen Gesellschafter zählt aber nur der persönliche Anteil. Der Rechner multipliziert deshalb die Bruttoausschüttung mit der Beteiligungsquote und berechnet den Steuerabzug nur auf diesen persönlichen Ausschüttungsanteil.
Was ist eine steuerfreie Einlagenrückgewähr?
Eine Einlagenrückgewähr stammt aus dem steuerlichen Einlagekonto der GmbH und kann beim Gesellschafter steuerfrei sein. Dieser Betrag ist nicht dasselbe wie eine normale Gewinnausschüttung. Der Rechner zieht ihn nur als Eingabewert ab, wenn er für den Gesellschafter dokumentiert ist.
Gilt bei GmbH-Ausschüttungen immer die Abgeltungsteuer?
Für private Gesellschafter ist der Kapitalertragsteuerabzug häufig der Standardweg. Je nach Beteiligungshöhe, Tätigkeit für die GmbH und Antrag kann später aber das Teileinkünfteverfahren relevant werden. Das ist eine Veranlagungsfrage und kein automatischer Quellensteuerabzug.
Wie wirkt Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer?
Bei Kirchensteuerpflicht wird die Kapitalertragsteuer nach der gesetzlichen Formel reduziert, dafür kommt Kirchensteuer hinzu. Der Rechner nutzt dafür die hinterlegten Kirchensteuersätze der Bundesländer und weist Kapitalertragsteuer, Soli und Kirchensteuer getrennt aus.
Warum wird der Solidaritätszuschlag weiter berechnet?
Bei Kapitalerträgen wird der Solidaritätszuschlag regelmäßig auf die Kapitalertragsteuer erhoben. Der Rechner berechnet ihn deshalb als Zuschlag auf den Kapitalertragsteuerbetrag, nicht auf die gesamte Ausschüttung.
Kann der Sparer-Pauschbetrag bei GmbH-Ausschüttungen genutzt werden?
Ja, bei privaten Kapitalerträgen kann ein verfügbarer Sparer-Pauschbetrag die steuerpflichtige Ausschüttung mindern. Der Rechner fragt den bereits genutzten Anteil ab und berechnet daraus den verbleibenden Freibetrag für die Ausschüttung.
Was ist bei beherrschenden Gesellschaftern besonders wichtig?
Bei beherrschenden Gesellschaftern prüft das Finanzamt häufig genauer, ob Verträge, Gehalt, Darlehen, Tantiemen und Ausschüttungen fremdüblich sind. Der Rechner kann den rechnerischen Steuerabzug zeigen, erkennt aber keine verdeckte Gewinnausschüttung.
Was ist eine verdeckte Gewinnausschüttung?
Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt vor, wenn ein Gesellschafter einen Vorteil erhält, den ein fremder Dritter so nicht bekommen hätte. Das kann Korrekturen auf Gesellschafts- und Gesellschafterebene auslösen. Diese Prüfung gehört nicht in ein einfaches Ausschüttungsmodell.
Wie unterscheidet sich eine Holding von einer privaten Ausschüttung?
Ausschüttungen an eine Kapitalgesellschaft können steuerlich anders behandelt werden als Ausschüttungen an Privatpersonen. Holdingstrukturen haben eigene Voraussetzungen, Kosten und spätere Entnahmefragen. Der Rechner bildet deshalb bewusst die private Ausschüttungsebene ab.
Welche Unterlagen brauche ich für die tatsächliche Abführung?
Für die Praxis zählen Ausschüttungsbeschluss, Gesellschafterliste, Steuerbescheinigung, Angaben zum steuerlichen Einlagekonto, Kirchensteuerabzugsmerkmale und die korrekte Anmeldung des Steuerabzugs. Der Rechner ersetzt diese Unterlagen nicht.