Berechne, wie viele PV-Module auf dein Dach passen, aus Dachmaßen und Modulgröße. Inklusive Randabstand, Sperrfläche und der möglichen kWp-Gesamtleistung.
Dachmaße und PV-Module
Berechne, wie viele PV-Module auf eine Dachfläche passen. Mit Randabstand, Sperrfläche, Modulformat und Modulabstand.
Modulbelegung
Gib Dachmaße und Moduldaten ein.
Ähnliche Rechner
Weitere Rechner aus der Kategorie "Energie & Umwelt"
Wie wird die PV-Modulanzahl auf einer Dachfläche berechnet?
ƒModulbelegung einer rechteckigen Dachfläche
n=min(nR,AMAN−AS)
Variablen
nR
Rasteranzahl-Module, die nach Dachmaßen, Randabständen, Modulformat und Modulabstand in Reihen und Spalten passen.
AN
Nutzbare Rechteckfläche-Dachfläche nach Abzug der umlaufenden Randabstände.
AS
Sperrfläche-Fläche für Dachfenster, Gauben, Schornstein, Wartungswege oder Bereiche, die nicht belegt werden sollen.
AM
Modulfläche-Fläche eines einzelnen PV-Moduls nach Datenblattmaß.
PV-Module auf typischen Dachflächen
Die Beispiele zeigen, wie stark Dachmaß, Randabstand und Sperrfläche die Modulanzahl beeinflussen. Die reine Quadratmeterzahl reicht für eine Belegung nicht aus.
Dach
Annahmen
Module
Leistung
Belegung
Solides Satteldach
8,5 m x 6,5 m, 30 cm Rand, 4 m² Sperrfläche
20
8,6 kWp
70,4 %
Kompakte Teilfläche
5,5 m x 4,2 m, 35 cm Rand, 2,5 m² Sperrfläche
7
3,0 kWp
58,9 %
Breite Dachseite
10,5 m x 7,8 m, 30 cm Rand, 3 m² Sperrfläche
32
14,6 kWp
75,9 %
Dach mit vielen Sperrflächen
8,5 m x 6,5 m, 40 cm Rand, 10 m² Sperrfläche
17
7,3 kWp
59,8 %
Die Beispiele sind Rastermodelle. Eine endgültige Planung braucht Dachaufmaß, Statik, Befestigungssystem, Brandschutzabstände und Verschattungsprüfung.
Wie Modulformate die Dachbelegung verändern
Ein Modul mit mehr Watt ist nicht automatisch besser für jede Dachfläche. Entscheidend ist, wie viele ganze Module in das Raster passen.
Format
Beispielmaß
Leistung
Wp/m² Modul
Typischer Effekt
Kompaktes Wohnhausmodul
1,13 m x 1,72 m
430 Wp
221 Wp/m²
Passt auf vielen Dachflächen in mehreren Rastervarianten.
Längeres Hochleistungsmodul
1,13 m x 1,90 m
455 Wp
212 Wp/m²
Mehr Leistung je Modul, aber auf kurzen Dachseiten oft ein Modul weniger.
Großformatiges Modul
1,30 m x 2,20 m
600 Wp
210 Wp/m²
Hohe Einzelmodulleistung, aber stärker abhängig von Dachgeometrie.
Häufig gestellte Fragen zum Dachfläche-PV-Module-Rechner
Was berechnet der Dachfläche-PV-Module-Rechner?
Der Rechner schätzt, wie viele PV-Module auf eine rechteckig angenäherte Dachfläche passen. Er nutzt Dachbreite, Dachhöhe, umlaufenden Randabstand, Sperrflächen, Modulmaß, Modulleistung und Modulabstand. Das Ergebnis zeigt Modulanzahl, kWp-Leistung, Hochkant- oder Querbelegung, Belegungsquote und freie Restfläche.
Warum reicht die Dachfläche in m² nicht für die Modulanzahl?
PV-Module werden in ganzen Rechtecken verlegt. Eine Fläche kann rechnerisch groß genug sein und trotzdem keine zusätzliche Modulreihe aufnehmen, wenn ein paar Zentimeter fehlen. Randabstände, Dachfenster, Gauben und Modulabstände verschärfen diesen Effekt. Deshalb prüft der Rechner ein Raster und nicht nur Fläche geteilt durch Modulfläche.
Was bedeutet Hochkant- und Querbelegung?
Hochkant nutzt die Modulbreite entlang der Dachbreite und die Modulhöhe entlang der Dachhöhe. Quer dreht das Modul im Raster. Je nach Dachformat kann eine Querbelegung mehr Module aufnehmen, obwohl jedes Modul gleich groß bleibt. Der Rechner vergleicht beide Varianten und wählt die Variante mit mehr Modulen.
Welche Dachmaße soll ich eintragen?
Trage die Breite und Höhe der Dachfläche ein, die als zusammenhängende PV-Fläche geprüft werden soll. Bei mehreren Dachseiten ist es besser, jede Seite separat zu rechnen. Schräge, trapezförmige oder stark unterbrochene Flächen lassen sich mit einem Rechteckmodell nur grob annähern.
Was zählt als Sperrfläche?
Sperrflächen sind Bereiche, die nicht mit Modulen belegt werden sollen oder dürfen. Dazu gehören Dachfenster, Gauben, Schornsteine, Entlüftungen, Antennen, Wartungsbereiche, Brandschutzwege und stark verschattete Zonen. Der Rechner zieht diese Fläche von der nutzbaren Rechteckfläche ab.
Warum kann der Rechner trotz großer Fläche nur wenige Module anzeigen?
Das passiert, wenn die nutzbare Breite oder Höhe nach Randabständen knapp unter einem weiteren Modulraster liegt. Auch große Sperrflächen können rechnerisch mehrere Modulplätze entfernen. In der Praxis entscheidet zusätzlich die Lage der Sperrfläche, deshalb sollte ein echter Belegungsplan die Modellrechnung prüfen.
Wie genau ist die berechnete Modulanzahl?
Die Modulanzahl ist ein plausibler Vorplanungswert für rechteckige Dachflächen. Sie ist genauer als eine reine Flächenrechnung, aber kein Ersatz für ein Dachaufmaß. Exakte Werte hängen von Sparrenlage, Montagesystem, Klemmen, Brandschutzvorgaben, Dachhaken, Schneelast, Windlast und Verschattung ab.
Welche Modulmaße sind realistisch?
Viele aktuelle Wohnhausmodule liegen grob um 1,1 m Breite und 1,7 bis 1,9 m Höhe. Großmodule können deutlich länger oder breiter sein. Für die Belegung zählt das Datenblattmaß inklusive Rahmen. Die Wattpeak-Leistung allein reicht nicht, weil größere Module auch mehr Dachraster brauchen.
Warum braucht der Rechner einen Modulabstand?
Zwischen Modulen bleibt je nach Montagesystem ein kleiner Abstand für Klemmen, Ausdehnung, Wasserlauf und Montage. Ein Abstand von wenigen Zentimetern kann bei vielen Modulen eine ganze Reihe beeinflussen. Deshalb wird der Abstand im Raster mitgerechnet und nicht nur als pauschale Reserve behandelt.
Kann ich damit ein PV-Angebot kontrollieren?
Ja, als Plausibilitätscheck. Wenn ein Angebot deutlich mehr Module ausweist als der Rechner, sollte der Belegungsplan zeigen, welche Randabstände, Modulmaße und Sperrflächen angesetzt wurden. Wenn der Rechner mehr Module zeigt, können reale Hindernisse, Statik, Schatten oder Montagesysteme der Grund sein.
Warum ist die kWp-Leistung nur ein Ergebnis der Modulanzahl?
Die installierte kWp-Leistung ergibt sich aus Modulanzahl mal Wattpeak pro Modul. Ein stärkeres Modul erhöht die kWp-Leistung, ändert aber nicht automatisch die Modulanzahl. Auf knappen Dachflächen kann ein kompakteres Modul mit etwas weniger Watt trotzdem mehr Gesamtleistung ermöglichen.
Soll ich Dachflächen mit Ost und West zusammen eintragen?
Besser nicht. Ost- und Westflächen haben andere Abmessungen, Neigungen, Ausrichtungen und oft andere Sperrflächen. Rechne jede Dachseite separat und addiere danach Modulanzahl und kWp-Leistung. So bleiben Belegung und späterer Ertrag nachvollziehbarer.