Berechne den PV-Ertrag deiner Anlage aus kWp, Standort und Ausrichtung. Inklusive Dachneigung, Verschattung und einem Monatsprofil über das ganze Jahr.
Anlage, Dach und Jahresertrag
Berechne PV-Ertrag aus kWp, Standortertrag, Dachlage, Verschattung, Systemverlusten, Degradation und Monatsprofil.
Jahresertrag und Monatsprofil
Jahreswert, kWh je kWp, Sommer- und Winteranteil sowie langfristiger Ertrag
Gib Anlage, Dachlage und Verluste ein, um den PV-Ertrag zu berechnen.
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Anlagenleistung-Installierte Modulleistung in kWp.
Ys
Standortertrag-Jährlicher Referenzertrag je kWp bei guter Südausrichtung.
fN
Neigungsfaktor-Korrektur für flache, steile oder gut geneigte Dachflächen.
fA
Ausrichtungsfaktor-Korrektur für die Abweichung von Süden.
fS
Verschattungsfaktor-Abzug für Schatten durch Bäume, Gauben, Nachbargebäude oder Dachaufbauten.
fT
Systemfaktor-Abzug für Wechselrichter, Kabel, Temperatur, Verschmutzung und Mismatch.
PV-Ertrag für typische Dachkonstellationen
Die Beispiele trennen Anlagenleistung, Standortertrag, Dachlage und Verluste. So wird sichtbar, warum zwei Anlagen mit gleicher kWp-Leistung sehr unterschiedliche Jahreswerte liefern.
9,8 kWp, hoher Standortertrag, fast südlich, wenig Schatten
9.470 kWh
966
1.231 kWh
Ost-West-Dach
12 kWp, flachere Dachfläche, 90° Südabweichung
8.401 kWh
700
1.092 kWh
Verschattetes Dach
8 kWp, gute Neigung, aber 22 % Schattenverlust
5.022 kWh
628
653 kWh
Für eine belastbare Planung sollten Standort, Dachflächen, Schatten und Wechselrichterauslegung in einer PVGIS- oder Fachplanungsrechnung getrennt geprüft werden.
Monatsprofil im Standardbeispiel
Der Jahreswert allein reicht für Wärmepumpe, E-Auto und Speicherplanung nicht. Die Monatswerte zeigen, wie stark der Ertrag im Sommer gebündelt ist.
Monat
Anteil
Ertrag
Ø pro Tag
Januar
2,5 %
218 kWh
7,0 kWh
Februar
4,5 %
392 kWh
14,0 kWh
März
8,5 %
740 kWh
23,9 kWh
April
11,5 %
1.002 kWh
33,4 kWh
Mai
13 %
1.132 kWh
36,5 kWh
Juni
14 %
1.220 kWh
40,7 kWh
Juli
13 %
1.132 kWh
36,5 kWh
August
11,5 %
1.002 kWh
32,3 kWh
September
9 %
784 kWh
26,1 kWh
Oktober
6,5 %
566 kWh
18,3 kWh
November
3,5 %
305 kWh
10,2 kWh
Dezember
2,5 %
218 kWh
7,0 kWh
Im Standardbeispiel liegt der stärkste Monat bei 1.220 kWh. Der schwächste Monat liegt bei 218 kWh.
Welche Angaben im PV-Angebot zum Ertrag gehören
Ein seriöser Ertragswert besteht nicht nur aus kWp mal Faustwert. Diese Punkte sollten im Angebot oder in der Simulation nachvollziehbar sein.
Prüfpunkt
Gute Angabe
Risiko bei Lücke
Standortertrag
kWh/kWp mit Standort, Wetterdatenbasis und Dachannahmen.
Pauschale 1.000 kWh/kWp können regional zu hoch oder zu niedrig sein.
Dachflächen
Süd, Ost, West, Nord und Nebenflächen werden getrennt gerechnet.
Schattenverlust je Fläche, String oder Modulgruppe.
Ein Jahresprozentwert kann Morgen- und Abendverluste verdecken.
Systemverluste
Wechselrichter, Temperatur, Kabel, Verschmutzung und Mismatch werden genannt.
Zu niedrige Verluste machen den Jahresertrag künstlich schön.
Monatswerte
Ertrag pro Monat und Annahmen zur Degradation.
Jahreswerte helfen wenig bei Wärmepumpe, Speicher und E-Auto.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Ertrag-Rechner
Was berechnet der PV-Ertrag-Rechner?
Der Rechner schätzt den Stromertrag einer Photovoltaikanlage im ersten Jahr und über einen frei wählbaren Zeitraum. Er nutzt dafür installierte kWp-Leistung, Standortertrag, Dachneigung, Abweichung von Süden, Verschattung, Systemverluste und Degradation. Zusätzlich zeigt er Monatswerte, Winteranteil und eine grobe Eigenverbrauchs-Plausibilität.
Warum reicht kWp mal 1.000 nicht für einen guten PV-Ertrag?
Die 1.000 kWh je kWp sind nur ein grober Mittelwert. Ein gutes Süddach in sonniger Lage kann darüber liegen, ein verschattetes Ost-West-Dach deutlich darunter. Der Rechner trennt deshalb Standort, Dachlage und Verluste. Genau diese Trennung macht Angebote vergleichbarer, weil du siehst, wo der Ertrag entsteht und wo er verloren geht.
Welchen Standortertrag sollte ich eintragen?
Wenn du noch keine Simulation hast, ist ein konservativer Wert zwischen 900 und 1.050 kWh/kWp für viele deutsche Hausdächer ein sinnvoller Startpunkt. Sonnige Regionen und sehr gute Dachlagen liegen höher, ungünstige Standorte niedriger. Für ein Angebot sollte der Wert aus PVGIS, einer Planungssoftware oder einer nachvollziehbaren Ertragsprognose stammen.
Warum fragt der Rechner nach Dachneigung und Südabweichung?
Der Standortertrag beschreibt noch nicht, wie dein konkretes Dach zur Sonne steht. Dachneigung und Ausrichtung verschieben den Ertrag über den Tag und über das Jahr. Ein Süddach liefert oft den höchsten Jahreswert. Ost- und Westflächen haben weniger Mittagsspitze, können aber morgens oder abends besser zum Verbrauch passen.
Wie sollte ich Verschattung eintragen?
Trage Verschattung eher vorsichtig ein, wenn Bäume, Nachbarhäuser, Gauben, Schornsteine oder Antennen einzelne Module treffen. Schatten wirkt selten gleichmäßig auf die ganze Anlage. Ein kleiner Schatten zur falschen Tageszeit kann einen String stark bremsen. Bei sichtbarer Verschattung ist ein Schattenbericht wichtiger als ein schöner Jahreswert.
Was steckt hinter den Systemverlusten?
Systemverluste fassen technische Abzüge zusammen. Dazu gehören Wechselrichter, Leitungen, Temperatur, Verschmutzung, Modulstreuung und Mismatch zwischen Modulen. Ein Wert um 8 bis 12 % ist für viele einfache Modellrechnungen plausibel. Sehr niedrige Werte wirken oft optimistisch, sehr hohe Werte sollten im Angebot erklärt werden.
Warum zeigt der Rechner Monatswerte?
PV-Ertrag ist stark saisonal. Ein hoher Jahresertrag hilft im Winter nur begrenzt, wenn Wärmepumpe, Beleuchtung oder E-Auto mehr Strom brauchen. Monatswerte zeigen, ob die Anlage hauptsächlich im Sommer liefert oder auch in schwachen Monaten nennenswert beiträgt. Für Speicher und Wärmepumpe ist diese Verteilung oft wichtiger als die Jahressumme.
Was bedeutet Degradation bei PV-Modulen?
PV-Module verlieren über die Jahre langsam Leistung. Der Rechner nutzt deshalb eine jährliche Degradation und summiert den Ertrag über den Betrachtungszeitraum. Der Effekt ist im ersten Jahr klein, über 20 oder 25 Jahre aber sichtbar. Für eine genaue Bewertung solltest du die Garantiebedingungen und die Leistungsgarantie des konkreten Moduls prüfen.
Wie hängt der PV-Ertrag mit dem Eigenverbrauch zusammen?
Der Ertrag sagt, wie viel Strom erzeugt wird. Der Eigenverbrauch sagt, wie viel davon zeitgleich im Gebäude genutzt wird. Ohne Speicher bleibt oft ein großer Teil Einspeisung, besonders im Sommer. Der Rechner deckelt den direkten Eigenverbrauch am Jahresverbrauch, damit keine unrealistischen Werte entstehen. Ein echtes Lastprofil kann die Schätzung deutlich verbessern.
Warum prüft der Rechner die Modulleistung pro Quadratmeter?
Die Fläche ist ein Plausibilitätscheck. Wenn auf wenig Fläche sehr viel kWp eingetragen wird, stimmt oft die Modulfläche nicht oder es wurden theoretische Werte übernommen. Wenn die Leistung pro Quadratmeter sehr niedrig ist, begrenzen vielleicht Dachfenster, Randabstände oder schwächere Module die Anlage. Für den Ertrag zählt am Ende die real belegbare Fläche.
Wann brauche ich statt des Rechners eine genaue Simulation?
Eine genaue Simulation ist sinnvoll, wenn mehrere Dachflächen, harte Verschattung, sehr flache oder sehr steile Dächer, Fassadenmodule, Nordflächen, komplexe Wechselrichterauslegung oder eine Wärmepumpe geplant sind. Dann sollte das Angebot Monatswerte, Schattenverlauf, Belegungsplan und Stringplanung enthalten. Der Rechner hilft dir, diese Angaben kritisch zu prüfen.