Berechne die mögliche Anzahl der PV-Module aus Dachfläche, Modulmaß und Wp-Leistung. Inklusive nutzbarem Anteil, Stringgröße und dem Jahresertrag der Anlage.
Dachfläche, Modulmaß und Strings
Berechne Modulanzahl, kWp, Stringaufteilung, Restfläche und Jahresertrag aus den Eckdaten deiner PV-Planung.
Module, kWp und Stringplanung
Gib Dachfläche, Modulwerte und Ertragsannahmen ein.
Ähnliche Rechner
Weitere Rechner aus der Kategorie "Energie & Umwelt"
Wie berechnet der PV-Modul-Rechner die Modulanzahl?
ƒPV-Modulanzahl aus nutzbarer Dachfläche
n=⌊Bm⋅HmAN⌋
Variablen
n
Modulanzahl-Ganze Anzahl der Module. Der Rechner rundet ab, weil Teilmodule in einer realen Belegung nicht eingesetzt werden.
AN
Nutzbare Dachfläche-Dachfläche nach Abzug von Randabständen, Fenstern, Gauben, Wartungswegen und anderen Sperrflächen.
Bm
Modulbreite-Breite eines Moduls in Metern laut Datenblatt.
Hm
Modulhöhe-Höhe eines Moduls in Metern laut Datenblatt.
PV-Modulanzahl für typische Dachflächen
Die Beispiele zeigen, wie stark Dachfläche, nutzbarer Anteil und Modulmaß die Modulzahl verändern. Die Rechnung ist eine Flächenprüfung, kein Ersatz für einen Belegungsplan.
Dach
Module
Leistung
Stringplan
Jahresertrag
Solides Einfamilienhausdach
21 Module
9,03 kWp
2 Strings
7.721 kWh
Kompaktes Dach mit starken Modulen
15 Module
6,68 kWp
2 Strings
6.149 kWh
Großes Dach mit Standardmodulen
34 Module
14,62 kWp
3 Strings
12.912 kWh
Kleines Dach mit schwächerem Ertrag
8 Module
3,44 kWp
1 String
2.204 kWh
Die Stringwerte sind eine erste Plausibilitätsprüfung. Wechselrichter, MPP-Spannungsbereich, Dachbelegung, Statik und Brandschutzwege müssen separat geprüft werden.
Modulformate und was sie für die Belegung bedeuten
Eine hohe Wp-Angabe ist nur dann stark, wenn das Modul auch gut auf die Dachgeometrie passt. Kleine Unterschiede im Maß können über ein zusätzliches Modul entscheiden.
Modulformat
Maß
Leistung
Wp/m² Modul
Einsatz
Kompaktes Wohnhausmodul
1,08 x 1,72 m
410 Wp
221 Wp/m²
Hilfreich bei schmalen Dachfeldern und vielen Kanten.
Aktuelles Standardmodul
1,13 x 1,72 m
430 Wp
221 Wp/m²
Guter Vergleichswert für viele Einfamilienhäuser.
Leistungsstarkes Wohnhausmodul
1,13 x 1,80 m
455 Wp
224 Wp/m²
Interessant, wenn die Fläche knapp ist und das längere Format passt.
Großformatiges Gewerbemodul
1,30 x 2,20 m
600 Wp
210 Wp/m²
Für große Flächen plausibel, auf kleinteiligen Hausdächern oft unhandlich.
Welche Annahmen du vor einem Angebot prüfen solltest
Der Rechner macht die wichtigsten Hebel sichtbar. Für eine belastbare Anlagenplanung müssen diese Annahmen mit realen Dachmaßen und Komponenten abgeglichen werden.
Annahme
Wirkung
Prüfung
Nutzbarer Anteil
75 % nutzbare Fläche ergeben im Standardfall 41,3 m².
Belegungsplan mit Randabständen, Fenstern, Schornstein und Wartungswegen abgleichen.
Modulmaß
Ein Standardmodul belegt hier 1,94 m² und bestimmt direkt die ganzzahlige Modulanzahl.
Nicht nur Wp vergleichen, sondern Breite und Höhe aus dem Datenblatt übernehmen.
Stringgröße
21 Module werden im Standardfall auf 2 Strings verteilt.
Mindestspannung und MPP-Bereich des Wechselrichters gegen die reale Modulzahl prüfen.
Ertragsfaktor
90 % Ertragsfaktor führen zu 7.721 kWh Jahresertrag im Modell.
Ausrichtung, Neigung, Schatten und Systemverluste getrennt vom Modulmaß bewerten.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Modul-Rechner
Was berechnet der PV-Modul-Rechner?
Der Rechner schätzt, wie viele PV-Module auf eine nutzbare Dachfläche passen. Dafür nutzt er Dachfläche, nutzbaren Anteil, Modulbreite, Modulhöhe, Modulleistung und eine grobe Stringgröße. Das Ergebnis zeigt Modulanzahl, kWp, belegte Fläche, Restfläche, Stringaufteilung und einen geschätzten Jahresertrag.
Warum fragt der Rechner Modulbreite und Modulhöhe ab?
Die Modulanzahl hängt nicht nur von der Wattpeak-Angabe ab, sondern vom physischen Format. Zwei Module mit ähnlicher Leistung können unterschiedlich viel Dachfläche brauchen. Schon wenige Zentimeter Breite oder Höhe können auf einem Dachfeld entscheiden, ob noch ein zusätzliches Modul passt oder ob eine Restfläche ungenutzt bleibt.
Was bedeutet der nutzbare Anteil der Dachfläche?
Der nutzbare Anteil beschreibt den Teil des Dachs, der real mit Modulen belegt werden kann. Dachfenster, Gauben, Schornsteine, Randabstände, Brandschutzwege, Schneefang und verschattete Bereiche senken diesen Anteil. Der Rechner verwendet ihn, damit die Modulanzahl nicht aus einer zu optimistischen Bruttofläche berechnet wird.
Warum rundet der Rechner die Modulanzahl ab?
PV-Module lassen sich nur als ganze Module planen. Wenn rechnerisch 21,7 Module auf die Fläche passen, sind praktisch 21 Module realistisch. Die verbleibende Fläche bleibt als Restfläche sichtbar. Diese Abrundung ist wichtig, weil sonst installierte kWp und Jahresertrag zu hoch erscheinen würden.
Was sagt die Stringaufteilung im Ergebnis aus?
Die Stringaufteilung zeigt, wie die berechneten Module rechnerisch auf gleich große Modulgruppen verteilt werden könnten. Das ist nur eine Plausibilitätsprüfung. In der Praxis müssen Modulspannung, Temperaturbereich, Wechselrichterdaten, MPP-Tracker, Verschattung und Dachausrichtung gemeinsam geprüft werden.
Wann ist ein kurzer Reststring problematisch?
Ein sehr kurzer Reststring kann problematisch sein, weil Wechselrichter eine Mindestspannung und einen passenden Arbeitsbereich brauchen. Der Rechner markiert deshalb Reststrings mit wenigen Modulen. Ob das wirklich kritisch ist, hängt vom konkreten Wechselrichter, vom Modul und von der elektrischen Verschaltung ab.
Wie unterscheidet sich dieser Rechner vom Dachfläche-PV-Module-Rechner?
Der Dachfläche-PV-Module-Rechner prüft eine konkrete rechteckige Belegung mit Breite, Höhe, Randabstand und Modulabstand. Dieser PV-Modul-Rechner ist schneller und arbeitet flächenbasiert. Er eignet sich gut, wenn du Modulzahl, kWp, Restfläche und Stringgröße aus einer groben nutzbaren Dachfläche abschätzen möchtest.
Wie unterscheidet sich der Rechner vom PV-Leistung-pro-m²-Rechner?
Der PV-Leistung-pro-m²-Rechner bewertet vor allem die installierte Leistung je Dachfläche. Der PV-Modul-Rechner legt mehr Gewicht auf die konkrete Modulanzahl und die Stringaufteilung. Beide Rechner verwenden ähnliche Flächenlogik, beantworten aber unterschiedliche Planungsfragen.
Welche Modulleistung soll ich eintragen?
Trage die Wattpeak-Leistung aus dem Datenblatt oder Angebot ein. Bei vielen Wohnhausmodulen liegen Werte grob zwischen 400 und 460 Wp, größere Gewerbemodule können deutlich höher liegen. Entscheidend ist, dass du die Leistung zusammen mit dem Modulmaß einträgst, weil beides die kWp-Leistung und die Flächenausnutzung bestimmt.
Was ist ein realistischer spezifischer Ertrag?
In Deutschland wird für überschlägige PV-Rechnungen häufig mit etwa 850 bis 1.100 kWh je kWp und Jahr gearbeitet. Gute Südlagen können darüber liegen, verschattete oder ungünstig ausgerichtete Flächen darunter. Der zusätzliche Ertragsfaktor im Rechner hilft, Standortwerte an das konkrete Dach anzupassen.
Kann ich mit dem Ergebnis ein PV-Angebot kontrollieren?
Ja, als erste Plausibilitätsprüfung. Wenn ein Angebot deutlich mehr Module verspricht als der Rechner, solltest du Dachmaße, Modulformat und nutzbare Fläche prüfen. Umgekehrt kann ein Angebot weniger Module enthalten, wenn Statik, Wartungswege, Brandschutzabstände, Schatten oder Wechselrichterauslegung die Belegung begrenzen.
Ersetzt der Rechner eine Fachplanung?
Nein. Der Rechner arbeitet bewusst mit einer vereinfachten Flächenrechnung. Eine Fachplanung braucht reale Dachmaße, Belegungsplan, Statik, Wind- und Schneelasten, Brandschutz, Leitungswege, Wechselrichterdaten und Netzanschluss. Nutze das Ergebnis deshalb als Vorbereitung für Angebote und Rückfragen.