Berechne den Eigenverbrauch deiner PV-Anlage aus Verbrauch und Strompreis. Inklusive Autarkie, Einspeisung und dem Jahresnutzen mit deinem Stromspeicher.
PV-Ertrag, Verbrauch und Wertansatz
Berechne Eigenverbrauch, Autarkie, Einspeisung und Jahresnutzen aus deinen PV- und Verbrauchsdaten.
Eigenverbrauch, Autarkie und Jahresnutzen
Selbst genutzter PV-Strom, Einspeisung, Netzbezug und wirtschaftlicher Jahreswert
Gib PV-Ertrag, Verbrauch, Eigenverbrauch und Preise ein.
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Wie berechnet der PV-Eigenverbrauch-Rechner den Jahresnutzen?
ƒPV-Eigenverbrauch und Jahresnutzen
N=Ev⋅ps+Ee⋅pe−K
Variablen
Ev
Eigenverbrauch-Direkt genutzter PV-Strom plus nutzbar verschobener Überschuss.
ps
Strompreis-Preis je kWh Netzstrom, den selbst genutzter PV-Strom ersetzt.
Ee
Einspeisung-PV-Strom, der nach Eigenverbrauch und Speicherverlusten übrig bleibt.
pe
Einspeisewert-Vergütung oder angesetzter Wert je eingespeister kWh.
K
laufende Kosten-Wartung, Versicherung, Messung oder sonstige jährliche Kosten.
Eigenverbrauch in typischen PV-Szenarien
Die Beispiele zeigen, warum Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad unterschiedliche Fragen beantworten. Gleicher PV-Ertrag kann je nach Verbrauchsprofil sehr anders wirken.
Szenario
Eigenverbrauch
Quote
Autarkie
Nettonutzen
Standardhaushalt mit kleinem Speicheranteil
3.600 kWh
40 %
80 %
1.560,10 €
Ohne Speicher oder Lastverschiebung
2.700 kWh
30 %
60 %
1.304,10 €
Hoher Tagesverbrauch
3.820 kWh
50,3 %
61,6 %
1.524,46 €
Großer Speicheranteil
5.200 kWh
47,3 %
100 %
2.168,34 €
Die Werte sind Modellrechnungen mit frei gesetzten Preisen. Für Angebote sind Lastprofil, Speicherverluste und Zählerkonzept wichtiger als ein einzelner Prozentwert.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Eigenverbrauch-Rechner
Was berechnet der PV-Eigenverbrauch-Rechner?
Der Rechner trennt PV-Ertrag, selbst genutzten Solarstrom, Einspeisung und Netzbezug. Aus diesen Werten berechnet er Eigenverbrauchsquote, Autarkiegrad, den Wert des selbst genutzten Stroms, den Einspeisewert und einen jährlichen Nettonutzen nach laufenden Kosten.
Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad?
Die Eigenverbrauchsquote schaut auf die PV-Anlage. Sie sagt, welcher Anteil des erzeugten Solarstroms im Haushalt bleibt. Der Autarkiegrad schaut auf den Haushalt. Er sagt, welcher Anteil des Stromverbrauchs durch PV gedeckt wird. Eine kleine Anlage kann eine hohe Eigenverbrauchsquote haben und trotzdem wenig Autarkie schaffen.
Warum fragt der Rechner nach direktem Eigenverbrauch?
Direkter Eigenverbrauch entsteht, wenn Verbraucher genau dann laufen, wenn die PV-Anlage Strom liefert. Dieser Anteil ist besonders wertvoll, weil keine Speicherverluste entstehen. Gleichzeitig ist er ohne Lastprofil schwer exakt zu schätzen. Deshalb sollte der Wert eher konservativ eingetragen werden.
Wie wird Speicher oder Lastverschiebung berücksichtigt?
Der zusätzliche verschobene Überschuss beschreibt PV-Strom, der ohne Speicher, E-Auto-Laden, Wärmepumpe oder andere steuerbare Verbraucher eher eingespeist würde. Der Rechner begrenzt diesen Wert auf den noch vorhandenen PV-Überschuss und auf den noch offenen Verbrauch. Der Wirkungsgrad bildet Speicherverluste ab.
Warum kann verschobener Überschuss gedeckelt werden?
Ein Speicher kann nur Strom nutzbar machen, der vorher als Überschuss vorhanden war. Außerdem muss später noch Verbrauch da sein, der diesen Strom aufnehmen kann. Wenn eine dieser Grenzen erreicht ist, bringt ein größerer Speicher oder mehr verschobener Strom in der Jahresrechnung keinen zusätzlichen Eigenverbrauch.
Welche Preise sollte ich eintragen?
Beim Haushaltsstrompreis zählt der Arbeitspreis je kWh, den du durch Eigenverbrauch vermeidest. Beim Einspeisewert trägst du die Vergütung oder den realistischen Wert für eingespeisten Strom ein. Grundpreise gehören nicht in den kWh-Preis, wenn sie unabhängig vom Verbrauch weiter anfallen.
Ist Eigenverbrauch immer wirtschaftlicher als Einspeisung?
Nicht zwingend. Eigenverbrauch ist wirtschaftlich dann stärker, wenn der vermiedene Strompreis höher ist als der Einspeisewert. Liegt der Einspeisewert ausnahmsweise höher, kann Einspeisung rechnerisch attraktiver sein. Deshalb rechnet der Rechner beide Werte getrennt statt eine pauschale Empfehlung auszugeben.
Warum ersetzt der Rechner keine vollständige PV-Wirtschaftlichkeitsrechnung?
Der Rechner bewertet den jährlichen Nutzen aus Stromflüssen. Anschaffungskosten, Finanzierung, Degradation, Steuerfragen, Wechselrichtertausch, Speicherersatz und Restwert gehören in eine eigene Wirtschaftlichkeitsrechnung. Für die Speicherfrage ist der Eigenverbrauch aber ein wichtiger Vorfilter.
Wie erkenne ich unrealistische Eigenverbrauchsannahmen?
Sehr hohe direkte Eigenverbrauchswerte sind nur plausibel, wenn tagsüber regelmäßig große Verbraucher laufen. Sehr hohe Speicherwerte sind nur plausibel, wenn genug Überschuss vorhanden ist und der Speicher auch entladen wird. Wenn der Rechner viel Potenzial deckelt, passen Speichergröße, Verbrauch oder PV-Ertrag wahrscheinlich nicht zusammen.
Welche Werte sollte ich nach Inbetriebnahme aktualisieren?
Nach einigen Monaten sind Wechselrichterdaten, Bezugszähler, Einspeisezähler und Speicherstatistik wertvoller als jede Vorabschätzung. Aktualisiere PV-Ertrag, Eigenverbrauch, Netzbezug, Einspeisung und Speicherverluste. Dann wird aus der Planung eine belastbare Nachkalkulation.