Alle Beispiele nutzen 37,0 ct/kWh Strompreis (Stand 2026-07), 7,78 ct/kWh Einspeisevergütung (gültig 2026-02-01 bis 2026-07-31), 0,5 % Degradation und 3 % Kalkulationszins als editierbare Modellannahmen.
Einspeisevergütung für PV-Gebäudeanlagen 2026
Der Rechner nutzt standardmäßig den Wert für Teileinspeisung bis 10 kW. Größere Anlagen werden im EEG nach Leistungsstufen betrachtet.
Anlage
Leistungsstufe
Teileinspeisung
Volleinspeisung
Gebäude oder Lärmschutzwand
bis 10 kW
7,78 ct/kWh
12,34 ct/kWh
Gebäude oder Lärmschutzwand
bis 40 kW
6,73 ct/kWh
10,35 ct/kWh
Gebäude oder Lärmschutzwand
bis 100 kW
5,50 ct/kWh
10,35 ct/kWh
Sonstige Anlagen
bis 100 kW
6,26 ct/kWh
6,26 ct/kWh
Quelle: Bundesnetzagentur, EEG-Fördersätze für Solaranlagen bei Inbetriebnahme vom 1. Februar 2026 bis 31. Juli 2026. Prüfe vor Abschluss immer den aktuellen Inbetriebnahmezeitpunkt.
PV-Angebot vor der Wirtschaftlichkeitsrechnung prüfen
Eine belastbare Rechnung braucht dieselbe Kostengrenze wie das Angebot. Sonst sieht eine Anlage schnell besser aus, als sie tatsächlich ist.
Prüfpunkt
Gute Angabe
Warum das wichtig ist
DC-Seite
Module, Unterkonstruktion, Optimierer nur bei Bedarf, Wechselrichter und Montage getrennt.
Pauschale Anlagenpreise verdecken, ob Technik oder Montage den Preis treibt.
AC-Seite und Zählerschrank
Netzanschluss, Schutztechnik, Zählerplatz und Elektrikerarbeiten als eigene Position.
Gerade ältere Häuser bekommen hier oft den größten Nachtrag.
Speicher
Nutzbare Kapazität, Garantie, erwartete Zyklen und Mehrpreis gegenüber Anlage ohne Speicher.
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, kann die Rendite aber senken, wenn er zu groß oder zu teuer ist.
Dach und Gerüst
Gerüst, Dachhaken, Dachzustand, Reserven für Ziegel und mögliche Statikprüfung.
Diese Kosten gehören in die Investition, auch wenn sie nicht direkt Strom erzeugen.
Betriebskosten
Versicherung, Wartung, Monitoring, Zählermiete und Rücklage für Wechselrichter sauber benannt.
Kleine jährliche Kosten verschieben Amortisation und Kapitalwert über 20 Jahre deutlich.
Für Angebotsvergleiche sollten alle Anbieter dieselben Werte für Strompreis, Einspeisevergütung, Eigenverbrauch und laufende Kosten verwenden.
Häufig gestellte Fragen zum Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit Rechner
Was berechnet der Photovoltaik-Wirtschaftlichkeitsrechner?
Der Rechner verbindet Ertrag, Eigenverbrauch, Einspeisung, Investition und laufende Kosten zu einem Cashflow-Modell. Er zeigt, wann die Anfangsinvestition rechnerisch zurückfließt und ob die Anlage nach Abzinsung einen positiven Kapitalwert erreicht. Damit kannst du Angebote besser vergleichen, bekommst aber keine verbindliche Ertragsprognose.
Warum ist Eigenverbrauch wichtiger als die reine Einspeisevergütung?
Selbst verbrauchter PV-Strom ersetzt Strombezug zum Haushaltsstrompreis. Eingespeister Strom bringt nur die feste Vergütung. Je größer der Abstand zwischen Strompreis und Einspeisevergütung ist, desto stärker hängt die Wirtschaftlichkeit vom realistischen Eigenverbrauch ab. Ein hoher Eigenverbrauch muss aber zum Lastprofil passen, sonst macht er das Ergebnis künstlich schön.
Welche Einspeisevergütung sollte ich eintragen?
Trage die Vergütung ein, die zum geplanten Inbetriebnahmedatum und zur Anlagengröße passt. Für typische Gebäudeanlagen bis 10 kW mit Teileinspeisung nennt die Bundesnetzagentur für den Zeitraum vom 1. Februar 2026 bis 31. Juli 2026 einen Wert von 7,78 ct/kWh. Bei größeren Anlagen oder Volleinspeisung gelten andere Werte.
Sollte ich einen Speicher in die Investition einrechnen?
Ja, wenn der Speicher Teil des Angebots ist. Entscheidend ist nicht nur, dass der Eigenverbrauch steigt, sondern ob der zusätzliche Eigenverbrauch den Speicherpreis trägt. Ein Speicher kann sinnvoll sein, wenn abends viel Strom gebraucht wird. Er kann die Rendite aber verschlechtern, wenn er zu groß, zu teuer oder zu selten genutzt wird.
Warum nutzt der Rechner einen Kapitalwert?
Eine Amortisationszeit betrachtet nur, wann die Investition nominal zurückfließt. Der Kapitalwert bewertet spätere Rückflüsse niedriger, weil heutiges Geld einen Zeitwert hat. Dadurch erkennst du, ob eine Anlage auch dann attraktiv bleibt, wenn du eine alternative Verzinsung oder eine vorsichtige Kalkulation ansetzt.
Wie realistisch ist der Standortertrag in kWh je kWp?
Der Standortertrag hängt von Region, Dachneigung, Ausrichtung, Verschattung und Anlagenqualität ab. Für viele Dachanlagen liegen grobe Planwerte im Bereich um 850 bis 1.100 kWh je kWp. Ein Angebot sollte den Wert nicht nur nennen, sondern mit Dachflächen, Schattenanalyse und Monatswerten begründen.
Warum begrenzt der Rechner den Eigenverbrauch durch den Jahresstromverbrauch?
Eine Anlage kann im Jahresmodell nicht mehr selbst genutzten Strom ansetzen, als im Haushalt überhaupt verbraucht wird. In der Praxis ist die Grenze noch strenger, weil Erzeugung und Verbrauch zeitlich zusammenfallen müssen. Genau deshalb sind Lastprofil, Wärmepumpe, E-Auto und Speicher wichtiger als eine pauschale Eigenverbrauchsquote.
Welche laufenden Kosten gehören in die Rechnung?
In die laufenden Kosten gehören Versicherung, Wartung, Monitoring, Zählermiete, kleine Servicekosten und eine realistische Rücklage für technische Komponenten. Finanzierungskosten sind in diesem Rechner nicht separat modelliert. Wenn du einen Kredit nutzt, solltest du die Kreditrate oder die Zinskosten zusätzlich gegen den Cashflow prüfen.
Wann ist eine PV-Anlage wirtschaftlich stark?
Stark ist eine Anlage, wenn sie sich früh amortisiert und auch nach Abzinsung einen positiven Kapitalwert zeigt. Das passiert meist bei angemessenen Investitionskosten, guter Dachlage, hohem realistischen Eigenverbrauch und moderaten Betriebskosten. Ein einzelner guter Wert reicht nicht, weil ein teurer Speicher oder hohe AC-Kosten das Ergebnis kippen können.
Warum kann ein großes PV-Dach trotzdem nur knapp wirtschaftlich sein?
Mehr kWp erzeugen mehr Strom, aber nicht automatisch mehr Rendite. Wenn der zusätzliche Strom überwiegend eingespeist wird, zählt er nur mit der Einspeisevergütung. Gleichzeitig steigen Investition, Montageaufwand und manchmal Netzanschlusskosten. Ein großes Dach lohnt sich besonders dann, wenn auch der Verbrauch oder die Vergütung zur Größe passt.
Wann reicht dieser Rechner nicht mehr aus?
Der Rechner reicht nicht aus, wenn Finanzierung, Steuerfragen, Gewerbebetrieb, Mieterstrom, Direktvermarktung, sehr große Anlagen oder komplexe Dachflächen entscheidend sind. Dann brauchst du eine Planung mit Monatswerten, Belegungsplan, Schattenanalyse und sauber getrennten Kostenpositionen. Für die erste Angebotsprüfung bleibt das Modell trotzdem nützlich.