Werte bei optimaler Südausrichtung (180°) und 30-35° Neigung. Ost-West-Anlagen: ca. 10-15 % weniger Ertrag.
PV-Anlagen Kosten 2026 (ohne Speicher)
Anlagengröße
Nettopreis
Preis pro kWp
Jahresertrag (Ø)
5 kWp
7.000-9.000 €
1.400-1.800 €
4.500 kWh
10 kWp
12.000-15.000 €
1.200-1.500 €
9.000 kWh
15 kWp
16.000-20.000 €
1.100-1.350 €
13.500 kWh
20 kWp
20.000-25.000 €
1.000-1.250 €
18.000 kWh
Preise inkl. Montage, ohne MwSt. (0 % für Privathaushalte seit 2023). Speicher: +500-800 €/kWh.
Einspeisevergütung 2026 (EEG)
Anlagengröße
Volleinspeisung
Überschusseinspeisung
Förderdauer
bis 10 kWp
12,22 ct/kWh
7,70 ct/kWh
20 Jahre
10-40 kWp
10,24 ct/kWh
6,66 ct/kWh
20 Jahre
40-100 kWp
10,24 ct/kWh
5,44 ct/kWh
20 Jahre
Bundesnetzagentur-Fördersätze für Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027. Anlagen über 10 kWp werden anteilig nach Leistungsstufen vergütet. Eigenverbrauch spart ca. 37,0 ct/kWh Strompreis statt 7,70 ct/kWh Einspeisevergütung.
Häufig gestellte Fragen zum Photovoltaik-Rechner
Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage pro Jahr?
In Deutschland erzeugt eine PV-Anlage durchschnittlich 900-1.100 kWh pro kWp installierter Leistung pro Jahr. Bei optimaler Südausrichtung und 30° Neigung sind bis zu 1.100 kWh/kWp möglich. Eine 10-kWp-Anlage produziert somit etwa 9.000-11.000 kWh jährlich.
Welche Dachausrichtung ist für PV-Anlagen ideal?
Optimal ist eine Südausrichtung mit 30-35° Neigung (100 % Ertrag). Südost/Südwest erreichen noch 95 %, reine Ost-/Westausrichtung etwa 85 %. Flachdächer mit Aufständerung erreichen 90 %. Auch Nord-Anlagen können bei guter Neigung noch 60-70 % erzielen.
Wie hoch ist die aktuelle Einspeisevergütung 2026?
Die Einspeisevergütung hängt vom Inbetriebnahmedatum, von der Anlagengröße und von Überschuss- oder Volleinspeisung ab. Für neue kleine Dachanlagen liegen die offiziellen Sätze im ersten Halbjahr 2026 grob bei 7-8 ct/kWh für die ersten 10 kWp bei Überschusseinspeisung und höher bei Volleinspeisung. Für größere Leistungsanteile gelten gestaffelte, niedrigere Sätze. Prüfe vor der Rechnung die aktuelle Fördersatz-Tabelle der Bundesnetzagentur.
Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Einspeisung?
Eigenverbrauch bedeutet, den selbst erzeugten Solarstrom direkt zu nutzen. Wirtschaftlich ersetzt er deinen eigenen Strombezug zum Arbeitspreis deines Tarifs. Einspeisung ist die Abgabe überschüssigen Stroms ins Netz gegen die gesetzliche Vergütung. Hoher Eigenverbrauch ist oft wirtschaftlicher, weil der vermiedene Strombezug meist deutlich mehr wert ist als die Einspeisevergütung.
Wie kann ich meinen Eigenverbrauch erhöhen?
Eigenverbrauch steigern durch: Batteriespeicher (typisch 5-10 kWh, erhöht auf 50-70 %), Verbraucher tagsüber nutzen (Waschmaschine, Spülmaschine), Wallbox für E-Auto, Wärmepumpe, Smart-Home-Steuerung. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch bei 25-35 %.
Was kostet eine Photovoltaikanlage pro kWp?
Die Kosten pro kWp hängen stark von Dach, Gerüst, Wechselrichter, Speicher, Zählerschrank, Elektroarbeiten und regionaler Auslastung der Betriebe ab. Rechne deshalb mit Angebotsspannen statt mit einem festen Bundesdurchschnitt. Ohne Speicher sind Anlagen meist deutlich günstiger pro kWp als mit Speicher. Für einen belastbaren Vergleich solltest du mindestens drei Angebote mit gleicher Leistung, gleichem Speicherumfang und identischen Nebenleistungen gegenüberstellen.
Wie lange dauert die Amortisation einer PV-Anlage?
Die Amortisation liegt typischerweise bei 8-12 Jahren. Faktoren: Anschaffungskosten, Eigenverbrauchsanteil, Strompreis, Einspeisevergütung. Bei hohem Eigenverbrauch (60 %) und aktuellem Strompreis kann die Amortisation unter 10 Jahren liegen.
Wie viel CO2 spart eine PV-Anlage?
Pro erzeugter kWh werden im Vergleich zum deutschen Strommix 2025 etwa 344 g CO2 vermieden. Eine 10-kWp-Anlage mit 10.000 kWh Jahresertrag spart grob 3,4 Tonnen CO2 pro Jahr. Über 25 Jahre Lebensdauer sind das rund 86 Tonnen CO2.
Brauche ich eine Genehmigung für eine PV-Anlage?
Für Dachanlagen auf Wohngebäuden ist meist keine Baugenehmigung nötig. Ausnahmen: Denkmalschutz, Ensembleschutz, bestimmte Bebauungspläne. Die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister ist jedoch Pflicht.
Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
Module haben eine Lebensdauer von 25-30+ Jahren mit Leistungsgarantie (meist 80 % nach 25 Jahren). Wechselrichter halten 10-15 Jahre und müssen ggf. getauscht werden. Batteriespeicher: 10-15 Jahre bzw. 4.000-6.000 Ladezyklen.
Welche Standortdaten braucht der Photovoltaik-Rechner?
Ausrichtung, Dachneigung, Verschattung, Modulfläche, Jahresverbrauch und Eigenverbrauchsanteil bestimmen das Ergebnis. Ohne diese Werte ist eine PV-Rechnung nur ein grober Vergleich.
Warum sollte ich Eigenverbrauch und Einspeisung getrennt betrachten?
Selbst verbrauchter Strom ersetzt teuren Netzstrom, eingespeister Strom bringt nur die Vergütung. Die Wirtschaftlichkeit hängt deshalb stark davon ab, wann der Strom im Haushalt gebraucht wird.