Berechne deine Freiflächen-PV aus Grundstück, Belegungsgrad und Stromertrag. Inklusive Netzanschluss, Pacht und der voraussichtlichen Amortisationszeit.
Freiflächen-PV berechnen
Plane Grundstücksfläche, Belegungsdichte, Standortertrag, Netzanschluss, Pacht und Erlös für eine große PV-Anlage.
Leistung, Ertrag und Wirtschaftlichkeit
Installierte kWp, Jahresertrag, Nettoerlös, Amortisation und Flächenkennzahlen
Gib Grundstück, Ertrag, Erlös, Pacht und Kosten ein.
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Jahresertrag-Erwartete Strommenge der Freiflächenanlage im ersten Betriebsjahr.
A
Grundstücksfläche-Bruttofläche des betrachteten Grundstücks in Quadratmetern.
b
belegbarer Anteil-Anteil der Fläche, der nach Wegen, Abständen und Sperrflächen für Module bleibt.
P
Belegungsdichte-Installierbare kWp je Hektar belegbarer Fläche.
Y
spezifischer Ertrag-Jahresertrag je kWp vor den pauschalen Verlusten.
v
Verlustfaktor-Abschlag für Technikverluste, Verfügbarkeit, Verschmutzung und Abregelung.
Freiflächen-PV nach Erlös, Netzanschluss und Fläche
Die Tabelle zeigt, wie stark Einspeiseerlös, Netzanschluss und belegbarer Anteil das Ergebnis verändern.
Szenario
Leistung
Jahresertrag
Nettoerlös Jahr 1
Dynamische Amortisation
Überschuss im Zeitraum
Basisszenario
7.200,00 kWp
6.955.200 kWh
322.264,00 €
17,03 Jahre
854.994,71 €
Höherer Einspeiseerlös
7.200,00 kWp
6.955.200 kWh
461.368,00 €
11,63 Jahre
3.548.850,34 €
Teurer Netzanschluss
7.200,00 kWp
6.955.200 kWh
322.264,00 €
18,09 Jahre
549.994,71 €
Weniger belegbare Fläche
5.500,00 kWp
5.313.000 kWh
237.910,00 €
17,74 Jahre
477.218,18 €
Die Szenarien rechnen mit konstanten Pacht- und Betriebskosten. Reale Verträge können Indexierung, Direktvermarktungskosten und Rückbaupflichten enthalten.
Zentrale Hebel einer Freiflächenanlage
Bei großen PV-Flächen entscheidet nicht nur die Modulzahl. Standort, Netz und laufende Kosten verschieben die Wirtschaftlichkeit deutlich.
Hebel
Wert im Basisszenario
Einordnung
Belegbare Fläche
72.000 m²
Wartungswege, Reihenabstand, Zäune und Sperrflächen reduzieren die Bruttofläche
Belegungsdichte
1.000 kWp/ha
Ost-West-Systeme, Südausrichtung und Reihenabstand verändern die installierbare Leistung
Jahresertrag je Hektar
695.520 kWh
Verbindet Flächenbedarf, Leistung, Standortertrag und technische Verluste
Nettoerlös je Jahr
322.264,00 €
Zeigt den Betrag nach Einspeiseertrag, Pacht und Betriebskosten vor Finanzierung
Netzanschluss
45.000,00 €
Kann eine gute Fläche wirtschaftlich schwach machen, wenn Anschlusspunkt oder Trafostation teuer werden
Nutze die Hebel als Sensitivitätscheck. Besonders Netzanschluss und Erlös sollten nicht nur mit einem Einzelwert gerechnet werden.
Häufig gestellte Fragen zum Photovoltaik-Freifläche-Rechner
Was berechnet der Photovoltaik-Freifläche-Rechner?
Der Rechner modelliert eine PV-Freiflächenanlage aus Grundstücksfläche, belegbarem Anteil, Belegungsdichte, spezifischem Ertrag, Verlusten, Einspeiseerlös, Netzanschluss, Baukosten, Pacht und Betriebskosten. Er zeigt Leistung, Jahresertrag, Nettoerlös, Amortisation und Überschuss im Betrachtungszeitraum.
Warum reicht die reine Grundstücksfläche nicht aus?
Bei Freiflächen-PV bleiben Teile des Grundstücks für Wege, Reihenabstände, Zäune, Trafo, Randabstände, ökologische Ausgleichsflächen oder ungeeignete Teilflächen frei. Deshalb fragt der Rechner den belegbaren Anteil ab und trennt Bruttofläche von nutzbarer Modulfläche.
Was bedeutet Belegungsdichte in kWp je Hektar?
Die Belegungsdichte beschreibt, wie viel PV-Leistung auf einen Hektar belegbarer Fläche passt. Diese Größe hängt von Modultyp, Reihenabstand, Neigung, Ausrichtung, Wartungswegen und Anlagentyp ab. Eine hohe Dichte liefert mehr kWp, kann aber Profil, Verschattung und Wartbarkeit verändern.
Wie berücksichtigt der Rechner Netzanschlusskosten?
Der Netzanschluss wird als einmaliger Investitionsblock zur Anfangsinvestition addiert. Das ist wichtig, weil Trafostation, Kabeltrasse, Netzverknüpfungspunkt und Planung schnell projektentscheidend werden. Eine weit entfernte Netzkapazität kann eine gute Fläche wirtschaftlich schwächen.
Wie fließt Pacht in die Rechnung ein?
Die Pacht wird als jährlicher Betrag je Hektar Bruttofläche gerechnet und vom Einspeiseerlös abgezogen. Damit wird sichtbar, ob die laufende Flächenzahlung zum erwarteten Stromerlös passt. Indexierte Pacht, Umsatzpacht oder Sonderregeln solltest du separat mit Puffer prüfen.
Welche Rolle spielt der Einspeiseerlös?
Der Einspeiseerlös bestimmt den Umsatz pro erzeugter Kilowattstunde. Der Rechner nutzt bewusst einen frei eintragbaren Wert, weil reale Projekte je nach Vermarktung, Ausschreibung, Vertragslaufzeit, Abregelung und Standort unterschiedlich vergütet werden können.
Warum wird Degradation berücksichtigt?
PV-Module verlieren über die Betriebsjahre leicht an Leistung. Der Rechner reduziert deshalb den Jahresertrag in den Folgejahren um die eingegebene Degradation. Dadurch wird die dynamische Amortisation realistischer als eine Rechnung mit konstantem Ertrag.
Wann ist eine Freiflächen-PV-Anlage wirtschaftlich kritisch?
Kritisch wird das Projekt, wenn Nettoerlös, Pacht, Betriebskosten und Investition nicht zusammenpassen oder die Amortisation im Betrachtungszeitraum nicht erreicht wird. Besonders hohe Netzanschlusskosten, niedrige Erlöse und wenig belegbare Fläche sind typische Schwachstellen.
Eignet sich der Rechner für Agri-PV oder besondere Anlagen?
Er kann eine erste Orientierung geben, ersetzt aber keine eigene Agri-PV-, Floating-PV-, Parkplatz-PV- oder Moor-PV-Planung. Solche Projekte haben andere Unterkonstruktionen, Flächennutzung, Genehmigung, Ertragsprofile und Kosten. Die Eingaben sollten dann bewusst angepasst werden.
Welche Daten brauche ich für eine belastbare Projektprüfung?
Für eine belastbare Prüfung brauchst du Lageplan, Flurstücksdaten, belegbare Fläche, Netzanschlussauskunft, Trassenannahmen, Pachtmodell, Ertragsgutachten, Baukostenangebot, Betriebskosten, Vermarktungsannahme, Genehmigungsstatus und Rückbaukonzept. Der Rechner ordnet diese Daten vor.