Berechne die Kosten deiner Nachtspeicherheizung aus Wohnfläche und Wärmebedarf. Inklusive HT/NT-Tarif, Grundpreis und den jährlichen Kosten für Wartung.
Verbrauch, Tarif und Anschlussleistung
Berechne Stromkosten deiner Nachtspeicherheizung mit Wärmebedarf, Tarifsplit und festen Kosten.
Kosten, Verbrauch und Leistungsreserve
Jahreskosten, Monatswerte, Tarifanteile und Anschlussleistung im Überblick
Gib Fläche, Wärmebedarf, Tarif und Leistung ein.
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Wie werden die Kosten einer Nachtspeicherheizung berechnet?
ƒJahreskosten aus Wärmebedarf und Heizstromtarif
K=(EN⋅pN)+(EH⋅pH)+G+W
Variablen
K
Jahreskosten-Gesamtkosten der Nachtspeicherheizung für ein Jahr inklusive Arbeitspreisen, Grundpreis und Wartung.
EN
NT-Strommenge-Anteil des jährlichen Heizstromverbrauchs, der im Niedertarif geladen wird.
pN
NT-Arbeitspreis-Preis je Kilowattstunde im Niedertarif oder separaten Heizstromtarif.
EH
HT-Strommenge-Anteil des jährlichen Heizstromverbrauchs, der im Hochtarif oder Haushaltsstromtarif landet.
pH
HT-Arbeitspreis-Preis je Kilowattstunde außerhalb der günstigen Ladezeiten.
G
Grundpreis-Fester Jahresbetrag des Tarifs, hochgerechnet aus dem monatlichen Grundpreis.
W
Wartung-Jährlicher Ansatz für Wartung, Prüfung, kleine Reparaturen oder Regelungstechnik.
Typischer Heizstromverbrauch und Kosten nach Gebäudetyp
Richtwerte für Nachtspeicherheizungen in Deutschland. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Dämmstandard, Anlagenalter, Belegung und Klima ab.
Gebäudetyp / Dämmstandard
Wärmebedarf (kWh/m²·a)
Heizstrom 70 m² (kWh/a)
Jahreskosten 70 m² (ca.)
Neubau / gut gedämmt (KfW 55)
40-60
3.300-4.900
660-980 €
Teilsanierter Altbau (1970er-1990er)
80-120
6.500-9.800
1.300-1.960 €
Unsanierter Altbau (vor 1970)
130-200
10.500-16.300
2.100-3.260 €
Sehr schlecht gedämmt (Vorkriegsbau)
200-300
16.300-24.500
3.260-4.900 €
Berechnet mit einem Speicherwirkungsgrad von ca. 85 % und einem NT-Heizstrompreis von ca. 20 ct/kWh (Richtwert 2025/2026). Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dena-Gebäudereport.
Häufig gestellte Fragen zum Nachtspeicherheizung-Kosten-Rechner
Was berechnet der Nachtspeicherheizung-Kosten-Rechner?
Der Rechner schätzt die jährlichen Stromkosten einer Nachtspeicherheizung aus Wohnfläche, Wärmebedarf, Speicherwirkungsgrad, HT/NT-Tarif, Grundpreis, Wartung, Heiztagen, Ladezeit und installierter Anschlussleistung. So siehst du nicht nur einen Jahresbetrag, sondern auch Monatskosten, Kosten je Quadratmeter und eine grobe Leistungsreserve.
Warum fragt der Rechner nach dem Wärmebedarf je Quadratmeter?
Der Wärmebedarf ist der zentrale Hebel, weil eine Nachtspeicherheizung fast die gesamte Raumwärme aus Strom erzeugt. Eine gut gedämmte Wohnung braucht deutlich weniger Kilowattstunden als ein unsanierter Altbau. Wenn du keinen gemessenen Wert hast, ist ein konservativer Ansatz besser als ein zu niedriger Wunschwert.
Was bedeutet Speicherwirkungsgrad bei Nachtspeicherheizungen?
Der Speicherwirkungsgrad beschreibt, wie viel der geladenen elektrischen Energie später als nutzbare Raumwärme ankommt. Verluste entstehen durch Speicherabstrahlung, Regelung, Ventilation und ungünstige Ladezeiten. Ein niedriger Wert erhöht den Strombedarf im Rechner, obwohl die gewünschte Raumwärme gleich bleibt.
Warum unterscheidet der Rechner HT und NT?
Viele Nachtspeicheranlagen nutzen Niedertarifzeiten, in denen Heizstrom günstiger ist. Wenn tagsüber nachgeladen wird oder kein sauberer Heizstromtarif vorhanden ist, wandert mehr Verbrauch in den Hochtarif. Der Tarifsplit macht sichtbar, wie stark die Jahreskosten von der tatsächlichen Ladeverteilung abhängen.
Wie finde ich den richtigen NT-Anteil?
Am besten nutzt du Zählerstände oder Abrechnungen, die HT- und NT-Verbrauch getrennt ausweisen. Ohne getrennte Daten ist ein hoher NT-Anteil nur plausibel, wenn die Anlage überwiegend nachts lädt und tagsüber kaum Nachladung braucht. Bei Unsicherheit solltest du den NT-Anteil niedriger ansetzen.
Warum berücksichtigt der Rechner den Grundpreis?
Ein separater Heizstromtarif kann einen eigenen monatlichen Grundpreis haben. Dieser feste Betrag fällt unabhängig vom Verbrauch an und kann bei kleinen Wohnungen oder niedrigem Heizbedarf spürbar sein. Wenn du ihn weglässt, wirkt der Arbeitspreisvergleich oft zu günstig.
Was sagt die Leistungsreserve aus?
Die Leistungsreserve vergleicht die installierte Anschlussleistung mit der rechnerisch nötigen Ladeleistung für einen durchschnittlichen Heiztag. Eine negative Reserve bedeutet nicht automatisch, dass die Anlage nicht funktioniert, aber sie zeigt, dass Ladezeit, Wärmebedarf oder Anschlussleistung genauer geprüft werden sollten.
Warum sind die Kosten im Heizmonat höher als der Monatsdurchschnitt?
Der Zwölf-Monats-Durchschnitt verteilt die Jahreskosten gleichmäßig über das Jahr. In der Praxis fällt der Heizstrom aber vor allem in der Heizperiode an. Der Wert für den Heizmonat zeigt deshalb näherungsweise, welche Belastung in den kalten Monaten entsteht.
Kann ich mit dem Rechner Sanierungsoptionen vergleichen?
Ja, du kannst Szenarien vergleichen, indem du Wärmebedarf, Wirkungsgrad oder Tarifannahmen änderst. Der Rechner zeigt dann, wie sich Dämmung, bessere Regelung oder ein anderer Heizstromtarif auf Jahreskosten und Flächenkosten auswirken. Investitionskosten einer Sanierung berechnet er aber nicht.
Welche Eingaben sollte ich vor einer Entscheidung nachmessen?
Wichtig sind echte Zählerstände für mindestens eine Heizperiode, HT- und NT-Verbrauch, Tarifpreise, beheizte Fläche und die Leistung der einzelnen Speicheröfen. Je genauer diese Werte sind, desto belastbarer wird die Modellrechnung. Schätzwerte reichen für eine erste Orientierung, nicht für eine verbindliche Planung.