Prüfe, ob sich Photovoltaik für dich lohnt, aus PV-Leistung, Ertrag und Eigenverbrauch. Inklusive Investition, Amortisation und dem Kapitalwert der Anlage.
Lohnt sich Photovoltaik?
Prüfe deine PV-Anlage aus Investition, Stromertrag und Eigenverbrauch.
Lohnt sich die Photovoltaik-Anlage?
Jahresnutzen, Amortisation und Rendite über die Betrachtungsdauer
Gib PV-Leistung und Investition ein, um die Wirtschaftlichkeit zu berechnen.
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Nettoinvestition-PV-Investition plus Speicherkosten abzüglich direkter Förderung.
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Netto-Cashflow im ersten Jahr-Stromkostenersparnis plus Einspeiseerlös minus laufende Betriebskosten.
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Kapitalwert-Abgezinster Wert aller Modell-Cashflows nach Abzug der Nettoinvestition.
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Amortisation-Erstes Jahr, in dem die kumulierten Cashflows die Investition rechnerisch decken.
Standardannahmen im Rechner
Die Beispielrechnung nutzt typische Eingaben für ein Einfamilienhaus ohne Speicher und zeigt die wichtigsten Entscheidungswerte.
Kennzahl
Wert
Einordnung
Jahresertrag
8.820 kWh
Ergibt sich aus 9 kWp Anlagenleistung und 980 kWh/kWp Standortertrag.
Netto-Cashflow Jahr 1
1.333,63 €
Stromersparnis und Einspeiseerlös abzüglich laufender Kosten.
Amortisation
10,52 Jahre
Die Anfangsinvestition wird innerhalb der Betrachtungsdauer gedeckt.
Kapitalwert
6.590,82 €
Positive abgezinste Rückflüsse sprechen für ein wirtschaftliches Modell.
Die Werte sind Modellwerte. Angebotspreis, Dachausrichtung, Verschattung und Stromtarif entscheiden über die reale Wirtschaftlichkeit.
Szenarien für die Frage, ob Photovoltaik lohnt
Die Tabelle verändert jeweils eine Annahme gegenüber dem Standardfall und zeigt, welche Stellschrauben das Ergebnis besonders bewegen.
Szenario
Netto-Cashflow Jahr 1
Amortisation
Kapitalwert
Bewertung
Standardfall
1.333,63 €
10,52 Jahre
6.590,82 €
Solide Ausgangslage für den Angebotsvergleich.
Mehr Eigenverbrauch
1.721,27 €
8,17 Jahre
13.072,91 €
Eigenverbrauch erhöht den Wert des erzeugten Stroms.
Teureres Angebot
1.333,63 €
13,63 Jahre
2.090,82 €
Höhere Investition verlängert die Amortisation deutlich.
Schwächerer Standort
1.075,08 €
12,91 Jahre
2.540,17 €
Niedriger Ertrag braucht bessere Preise oder mehr Eigenverbrauch.
Ein einzelnes positives Ergebnis reicht nicht. Rechne mindestens Angebotspreis, Ertrag und Eigenverbrauch als eigene Szenarien.
Prüfliste vor der PV-Entscheidung
Eine belastbare Wirtschaftlichkeitsprüfung trennt technische, finanzielle und nutzungsbezogene Annahmen sauber voneinander.
Bereich
Prüffrage
Praktische Reaktion
Dach und Ertrag
Passt der angenommene Standortertrag zu Ausrichtung, Neigung und Verschattung?
Ertragsprognose aus dem Angebot mit konservativen Standortwerten gegenrechnen.
Eigenverbrauch
Kann dein Haushalt den eingegebenen Eigenverbrauch wirklich erreichen?
Lastprofil, Homeoffice, Wärmepumpe, E-Auto und Speicher nicht doppelt zählen.
Investition
Sind Gerüst, Netzanschluss, Zähler, Speicher und Zusatzarbeiten vollständig enthalten?
Alle einmaligen Kosten in die Investition aufnehmen, bevor du Angebote vergleichst.
Laufende Kosten
Sind Wartung, Versicherung, Monitoring und mögliche Servicekosten realistisch angesetzt?
Jährliche Betriebskosten nicht auf 0 setzen, wenn sie im Angebot nur nicht sichtbar sind.
Kapitalbindung
Ist der Kapitalwert auch bei deinem persönlichen Kalkulationszins positiv?
Den Kalkulationszins an alternative Geldanlage, Kreditkosten oder Sicherheitsbedürfnis anpassen.
Der Rechner ersetzt keine technische Planung. Er macht sichtbar, welche Annahmen wirtschaftlich tragfähig sein müssen.
Häufig gestellte Fragen zum Lohnt-sich-Photovoltaik-Rechner
Was beantwortet der Lohnt-sich-Photovoltaik-Rechner?
Der Rechner prüft, ob eine PV-Anlage unter deinen Annahmen wirtschaftlich wirkt. Dafür kombiniert er Anlagenleistung, Standortertrag, Eigenverbrauch, Einspeisung, Strompreis, Investition, laufende Kosten, Betrachtungsdauer, Kapitalwert und Amortisation.
Ab wann lohnt sich Photovoltaik rechnerisch?
Photovoltaik lohnt sich rechnerisch, wenn die abgezinsten Rückflüsse die Nettoinvestition übersteigen und die Amortisation innerhalb der geplanten Nutzungsdauer liegt. Ein einzelner positiver Jahres-Cashflow reicht dafür noch nicht, weil Angebotspreis und Kapitalbindung ebenfalls zählen.
Warum ist Eigenverbrauch so wichtig?
Eigenverbrauch macht PV-Strom meist wertvoller, weil selbst genutzte Kilowattstunden Netzstrom zum eingegebenen Strompreis ersetzen. Eingespeister Strom bringt nur den eingegebenen Einspeisewert. Deshalb kann dieselbe Anlage bei zwei Haushalten sehr unterschiedlich abschneiden.
Sollte ich eine PV-Anlage mit oder ohne Speicher rechnen?
Rechne beides, wenn ein Speicher im Angebot steht. Ohne Speicher sind die Investitionskosten niedriger, mit Speicher kann der Eigenverbrauch steigen. Wirtschaftlich wird der Speicher nur, wenn der zusätzliche Nutzen seine Mehrkosten über die Betrachtungsdauer trägt.
Welche Investitionskosten gehören in den Rechner?
Trage den vollständigen Angebotspreis ein. Dazu gehören Module, Wechselrichter, Montage, Gerüst, Elektrik, Netzanschluss, Zählerarbeiten, Speicher und direkt zuordenbare Zusatzkosten. Wenn Kosten fehlen, sieht die Anlage im Rechner besser aus, als sie wirtschaftlich ist.
Was bedeutet der Kapitalwert bei Photovoltaik?
Der Kapitalwert rechnet spätere Cashflows mit dem eingegebenen Kalkulationszins auf den heutigen Wert zurück. Ein positiver Kapitalwert bedeutet, dass die modellierten Rückflüsse die Anfangsinvestition unter dieser Zinsannahme übersteigen. Das ist strenger als eine reine Summenrechnung.
Warum kann ein gutes Angebot trotzdem nicht lohnen?
Ein Angebot kann technisch sauber sein und wirtschaftlich trotzdem knapp bleiben. Gründe sind niedriger Standortertrag, starker Schatten, geringer Eigenverbrauch, hohe Betriebskosten, ein teurer Speicher, kurze Betrachtungsdauer oder ein Kalkulationszins, der die späteren Rückflüsse stark abwertet.
Welche Rolle spielt der Strompreis?
Der Strompreis bestimmt den Wert selbst verbrauchter PV-Kilowattstunden. Je höher der eingegebene Strompreis, desto stärker wirkt Eigenverbrauch. Verwende trotzdem keinen Wunschwert, sondern deinen realistischen Tarif oder ein konservatives Szenario, sonst wird die Wirtschaftlichkeit überschätzt.
Kann ich mit dem Rechner mehrere Angebote vergleichen?
Ja, aber nur mit identischen Annahmen. Leistung, Ertrag, Eigenverbrauch, Strompreis, Einspeisewert, Betriebskosten, Betrachtungsdauer und Kalkulationszins sollten gleich bleiben, wenn du Angebotspreise vergleichst. Sonst vergleichst du Anbieterannahmen statt echte Wirtschaftlichkeit.
Ersetzt der Rechner eine PV-Beratung?
Nein. Der Rechner bewertet die Wirtschaftlichkeit mit deinen Eingaben, aber nicht Statik, Brandschutz, Netzverträglichkeit, Steuerbehandlung, Gewährleistung, technische Auslegung oder Vertragsdetails. Nutze ihn als Plausibilitätsprüfung vor Angebot, Finanzierung und fachlicher Planung.