Berechne die Kosten deiner PV-Anlage aus Leistung, Hardware und Montage. Inklusive Speicher, möglicher Förderung und der voraussichtlichen Amortisation.
Anlagengröße, Kostenblöcke und Stromwert
Berechne PV-Anlagenkosten mit kWp, Hardware, Montage, Speicher, Nebenkosten, Reserve, Förderung und jährlichem Stromwert.
Investition, Stromwert und Amortisation
Die Auswertung trennt PV-Basispreis, Speicher, Nebenkosten, Reserve, Förderung und jährlichen Energie-Wert.
Gib Angebots- und Ertragsannahmen ein.
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Wie berechnet der PV-Anlage-Kosten-Rechner die Investition?
ƒPV-Investition mit Reserve und Stromwert
I=(P⋅(KH+KM)+S⋅KS+N)⋅(1+r)−F
Variablen
I
Nettoinvestition-Investition nach Reserve und nach Abzug einer Förderung oder eines Rabatts.
P
PV-Leistung-Installierte Leistung der Anlage in kWp.
KH
Hardwarekosten je kWp-Kostenblock für Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion und DC-Komponenten.
KM
Montagekosten je kWp-Kostenblock für Montage, Verkabelung, Inbetriebnahme und Baustellenorganisation.
S
Speichergröße-Nutzbare Speicherkapazität in kWh.
N
Nebenkosten-Dach, Zählerschrank, Planung, Anmeldung, Wallbox oder Zusatztechnik als feste Kostenblöcke.
r
Reserve-Puffer für Nachträge oder noch nicht geklärte Angebotspositionen.
F
Förderung-Einmaliger Abzug vom Kostenrahmen.
Beispielrechnungen für PV-Anlagenkosten
Die Beispiele zeigen, warum der reine kWp-Preis allein nicht reicht. Speicher, Zählerschrank, Dachzugang und Eigenverbrauch können die Einordnung deutlich verschieben.
Fall
Leistung
Investition
Kosten je kWp
Stromwert/Jahr
Amortisation
Einordnung
Standardanlage mit Speicher
10,0 kWp
27.432,00 €
2.743,20 €
1.710,67 €
16,0 Jahre
Solider Angebotsrahmen, wenn die Nebenkosten vollständig enthalten sind.
Ohne Speicher
10,0 kWp
21.816,00 €
2.181,60 €
1.405,32 €
15,5 Jahre
Die Investition sinkt, der Eigenverbrauchswert aber ebenfalls.
Aufwendiger Anschluss
10,0 kWp
34.832,00 €
3.483,20 €
1.710,67 €
20,4 Jahre
Zählerschrank, Dach und Reserve treiben den kWp-Wert sichtbar nach oben.
Hoher Eigenverbrauch
10,0 kWp
28.836,00 €
2.883,60 €
2.265,85 €
12,7 Jahre
Mehr selbst genutzter Strom verbessert den Jahreswert, muss aber zum Speicherpreis passen.
Alle Werte sind Modellrechnungen aus editierbaren Annahmen. Marktpreise, Umsatzsteuer, Finanzierung, steuerliche Behandlung und reale Lastprofile sind nicht automatisch enthalten.
Welche Kostenblöcke besonders schnell unterschätzt werden
Ein Angebot wirkt oft günstig, wenn kritische Positionen nicht klar getrennt sind. Diese Tabelle zeigt typische Hebel im Kostenrahmen.
Kostenblock
Wirkung im Modell
Im Angebot prüfen
Speicher
Im Standardfall macht der Speicher 19 % der Investition aus.
Nutzbare kWh, Garantiebedingungen, Notstrom, Erweiterbarkeit und Messkonzept getrennt ausweisen lassen.
Zählerschrank und Elektro
Ein aufwendiger Anschluss erhöht die Investition im Beispiel auf 34.832,00 €.
Zählerschrank, Überspannungsschutz, Leitungsweg, Netzbetreiberanforderungen und Inbetriebnahme.
Eigenverbrauch
Hoher Eigenverbrauch hebt den jährlichen Stromwert auf 2.265,85 €.
Lastprofil, Wärmepumpe, E-Auto, Speichersteuerung und Verbrauch am Tag realistisch bewerten.
Anlage ohne Speicher
Ohne Speicher sinkt der Kostenrahmen auf 21.816,00 €.
Nicht nur Investition vergleichen, sondern Eigenverbrauch, Autarkie und spätere Nachrüstung einbeziehen.
Eine saubere Angebotsprüfung trennt Investition, Ertrag, Eigenverbrauch und technische Risiken statt alles in einem Gesamtpreis zu verstecken.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Anlage-Kosten-Rechner
Was berechnet der PV-Anlage-Kosten-Rechner?
Der Rechner zerlegt eine Photovoltaik-Investition in kWp-Kosten, Speicher, Dach- und Baustellenkosten, Elektroarbeiten, Planung, Zusatztechnik, Reserve und Förderung. Zusätzlich schätzt er den jährlichen Stromwert aus Eigenverbrauch und Einspeisung.
Warum nutzt der Rechner keine festen PV-Marktpreise?
PV-Angebote hängen stark von Dach, Zählerschrank, Gerüst, Speicher, Netzanschluss und Anbieterumfang ab. Ein fester Marktpreis würde genau die Unterschiede verstecken, die bei der Entscheidung teuer werden können. Deshalb rechnet der Rechner mit deinen eigenen Angebotsannahmen.
Soll ich netto oder brutto eintragen?
Beides ist möglich, solange du im ganzen Rechner denselben Preisbezug nutzt. Wenn dein Angebot Nettopreise ausweist, sollten auch Förderung, Speicher, Montage und Zusatzkosten netto eingetragen werden. Gemischte Werte verfälschen Kosten je kWp und Amortisation.
Warum werden Speicher und PV-Basispreis getrennt?
Der Speicher verändert Eigenverbrauch und Autarkie, ist aber ein eigener Investitionsblock. Ohne Trennung lässt sich kaum erkennen, ob eine teurere Anlage wegen besserer Technik, größerem Speicher oder nur wegen versteckter Nebenkosten teurer ist.
Was gehört in Dach- und Baustellenkosten?
Dazu zählen zum Beispiel Gerüst, Absturzsicherung, Dachhaken, schwierige Zugänge, kleine Dacharbeiten, Untergrundanpassungen und Baustellenorganisation. Diese Positionen sind oft nicht proportional zur kWp-Leistung und sollten separat geprüft werden.
Was gehört in Elektro- und Zählerkosten?
Typische Positionen sind Zählerschrank, Überspannungsschutz, Leitungswege, Netzanschlussarbeiten, Messkonzept, zusätzlicher Verteiler oder Arbeiten für den Netzbetreiber. Gerade ältere Gebäude können hier deutlich vom Standardangebot abweichen.
Wie wird die Amortisation berechnet?
Der Rechner teilt die Nettoinvestition durch den jährlichen Stromwert. Dieser Stromwert besteht aus selbst genutztem PV-Strom zum eingetragenen Strompreis und eingespeistem Strom zum eingetragenen Einspeisewert. Finanzierung, Degradation und Steuerdetails sind nicht enthalten.
Warum ist der Eigenverbrauch so wichtig?
Selbst genutzter PV-Strom ersetzt meist teureren Netzstrom. Eingespeister Strom hat dagegen oft einen niedrigeren Wert. Deshalb kann dieselbe Anlage wirtschaftlich sehr unterschiedlich aussehen, je nachdem ob tagsüber Verbrauch, Wärmepumpe, E-Auto oder Speicher vorhanden sind.
Wie hoch sollte die Reserve sein?
Eine Reserve ist sinnvoll, wenn Zählerschrank, Netzanschluss, Dachzustand, Gerüst oder Leitungswege noch nicht abschließend geklärt sind. Bei sehr sauberen Festpreisangeboten kann sie niedriger sein. Bei unklaren Gebäuden sollte sie sichtbar bleiben.
Wann sollte ich ein PV-Angebot genauer prüfen?
Prüfen solltest du ein Angebot besonders dann, wenn der kWp-Wert hoch ist, der Speicher einen großen Kostenanteil hat, die Amortisation nur mit sehr hohem Eigenverbrauch funktioniert oder wichtige Nebenpositionen nicht schriftlich im Angebot stehen.