Prüfe, ob sich eine PV-Anlage mit Speicher für dich lohnt, aus Ertrag und Verbrauch. Inklusive Eigenverbrauch, Stromwert und der Amortisationszeit der Anlage.
Lohnt sich eine PV-Anlage mit Speicher?
Prüfe die Wirtschaftlichkeit deiner PV-Anlage mit Speicher aus Investition, Verbrauch und Förderung.
Lohnt sich die PV-Anlage mit Speicher?
Autarkie, Eigenverbrauch und Amortisation deines Speicherprojekts auf einen Blick
Gib PV-Leistung und Verbrauch ein, um deine PV-Anlage mit Speicher zu bewerten.
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PV-Ertrag-Jährlicher Solarertrag aus Anlagenleistung und spezifischem Standortertrag.
P
PV-Leistung-Installierte Anlagenleistung in kWp.
Y
spezifischer Ertrag-Jährlicher Standortertrag je kWp.
D
Direktverbrauch-PV-Strom, der ohne Batterie sofort im Haushalt genutzt wird.
S
Speicherstrom-Nutzbarer Strom aus dem Speicher nach Lade- und Entladeverlusten.
U
nutzbare Kapazität-Speicherkapazität multipliziert mit nutzbarer Entladetiefe.
Z
Zyklen-Volle äquivalente Speicherzyklen pro Jahr.
η
Wirkungsgrad-Rundtrip-Wirkungsgrad des Speichers.
A
Abendverbrauch-Verbrauch außerhalb der direkten Solarstunden.
R
Restnetzbezug-Netzbezug vor Speicher nach direktem PV-Verbrauch.
Q
PV-Überschuss vor Speicher-PV-Ertrag, der vor Speicherladung nicht direkt verbraucht wird.
Qn
Einspeisung nach Speicher-Überschussstrom, der nach Speicherladung noch eingespeist wird.
W
Netto-Jahreswert-Wert aus Direktverbrauch, Speicherstrom und Einspeisung abzüglich Betriebskosten.
B
Saldo im Betrachtungszeitraum-Kumuliertes Ergebnis aus Jahreswert über die Betrachtungsdauer minus Nettoinvestition.
I
Nettoinvestition-PV-Kosten plus Speicherkosten abzüglich Förderung.
n
Betrachtungsdauer-Zeitraum, über den Jahreswert und Investition verglichen werden.
M
Speichermehrwert-Jährlicher Zusatzwert des Speichers aus vermiedenem Netzstrom minus entgangener Einspeisung.
p
Strompreis-Wert jeder selbst genutzten kWh.
v
Einspeisewert-Wert jeder eingespeisten kWh.
K
Betriebskosten-Jährliche laufende Kosten der PV-Anlage mit Speicher.
Wann sich eine PV-Anlage mit Speicher eher lohnt
Die Beispiele zeigen, wie Speicherpreis, Strompreis, Förderung und Betriebskosten die Amortisation des Gesamtprojekts verändern.
Szenario
Modellstatus
Netto-Jahreswert
Amortisation
Saldo im Zeitraum
Entscheidung
Standardfall
PV-Anlage mit Speicher wirkt tragfähig
1.612,55 €
14,26 Jahre
1.188,25 €
Lohnt sich im Modell knapp und braucht Angebotsprüfung
Niedriger Strompreis
Angebot und Speichergröße prüfen
1.206,83 €
19,06 Jahre
-4.897,55 €
Ersparnis fällt schwächer aus, Speichergröße kritischer prüfen
Hoher Speicherpreis
Angebot und Speichergröße prüfen
1.612,55 €
16,43 Jahre
-2.311,75 €
Kapitalbindung steigt, Gesamtprojekt kann wirtschaftlich kippen
Förderung genutzt
PV-Anlage mit Speicher wirkt tragfähig
1.612,55 €
12,71 Jahre
3.688,25 €
Niedrigere Nettoinvestition verbessert die Entscheidung, ersetzt aber keine Lastprofilprüfung
Die Entscheidung hängt am Zusammenspiel aus Nettoinvestition, Stromwert, Speichermehrwert und Betrachtungsdauer. Die Beispielwerte nutzen die Standardannahmen des Rechners.
Lastprofil einer PV-Anlage mit Speicher
Eine Batterie zahlt sich nur aus, wenn tagsüber Überschuss entsteht und später genügend Verbrauch folgt. Dieselbe Speichergröße kann deshalb sehr unterschiedlich wirken.
Profil
Autarkie
Eigenverbrauchsquote
Speicherstrom
Amortisation
Einordnung
Standardprofil
81,15 %
44,34 %
1.397 kWh
14,26 Jahre
Hohe Autarkie, aber Speicheramortisation bleibt separat zu prüfen
Wenig Abendverbrauch
71,2 %
38,53 %
900 kWh
15,63 Jahre
Zu wenig verschiebbarer Verbrauch spricht gegen die angebotene Speichergröße
Hoher Direktverbrauch
100 %
53,48 %
725 kWh
12,14 Jahre
Die PV-Anlage lohnt sich stärker über direkten Verbrauch, die Batterie verliert Gewicht
Zu großer Speicher
97,2 %
53,73 %
2.200 kWh
16,30 Jahre
Mehr Kapazität kann die Autarkie kaum noch erhöhen und den Saldo ins Minus ziehen
Direktverbrauch, Speicherladung und Netzbezug
Der direkte Verbrauch bleibt der wichtigste Werttreiber. Der Speicher ergänzt ihn, ersetzt aber keine saubere Prüfung von Ertrag, Lastprofil und Kosten.
Werttreiber
Standardwert
Wirkung auf die Entscheidung
Direktverbrauch
2.660 kWh mit 984,20 € Stromwert
Dieser Anteil lohnt sich meist zuerst, weil keine Speicherverluste und keine Batteriekosten anfallen.
Speicherladung
1.553 kWh geladen, 1.397 kWh nutzbar
Die Differenz zeigt Speicherverluste. Wirtschaftlich zählt der nutzbare Strom nach Verlusten.
Einspeisung nach Speicher
5.288 kWh
Bleibt viel Überschuss übrig, kann ein Speicher helfen. Bleibt kaum Überschuss, bringt mehr Kapazität wenig.
Speichermehrwert
396,20 €
Der Wert muss zur Speicherkostenhöhe passen. Sonst lohnt sich das Gesamtprojekt eher trotz Speicher als wegen Speicher.
Saldo über die Betrachtungsdauer
1.188,25 €
Ein positiver Saldo spricht für das Modell, ersetzt aber keinen Angebotsvergleich mit realen Dach- und Verbrauchsdaten.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Anlage-mit-Speicher-Rechner
Was berechnet der Rechner für eine PV-Anlage mit Speicher?
Der Rechner prüft die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts aus PV-Anlage und Batteriespeicher. Er verbindet Anlagenleistung, Standortertrag, Jahresverbrauch, Direktverbrauch, Abendverbrauch, Speichergröße, Strompreis, Einspeisewert, Investition, Förderung und Betriebskosten zu Autarkie, Jahreswert und Amortisation.
Warum reicht die Autarkiequote nicht als Entscheidungskriterium?
Eine hohe Autarkie klingt attraktiv, kann aber teuer erkauft sein. Wenn Speicher und Zusatztechnik viel kosten oder nur wenig zusätzlichen Netzstrom ersetzen, steigt die Autarkie stärker als der wirtschaftliche Nutzen. Der Rechner stellt deshalb Autarkie, Nettoinvestition, Jahreswert und Amortisation nebeneinander.
Warum werden PV-Kosten und Speicherkosten getrennt eingegeben?
Die PV-Anlage erzeugt auch ohne Batterie Wert durch Direktverbrauch und Einspeisung. Der Speicher verändert diesen Wert, kostet aber zusätzlich Geld. Die getrennte Eingabe zeigt, ob das Gesamtprojekt trägt und ob die Batterie den Kapitalbedarf plausibel erhöht oder die Amortisation unnötig verlängert.
Welche Rolle spielt der Abend- und Nachtverbrauch?
Ein Speicher kann nur Strom liefern, der später tatsächlich gebraucht wird. Wenn tagsüber bereits viel Strom direkt verbraucht wird und abends wenig Last übrig bleibt, ist der Zusatznutzen begrenzt. Hoher Abend- und Nachtverbrauch macht eine Batterie dagegen eher nutzbar.
Warum wird der Einspeisewert berücksichtigt?
Überschüssiger PV-Strom hat auch ohne Speicher einen Wert, etwa durch Einspeisevergütung oder interne Bewertung. Wenn dieser Strom stattdessen geladen wird, spart er später Netzstrom, verliert aber den Einspeisewert. Wirtschaftlich zählt deshalb die Differenz zwischen Strompreis, Einspeisewert und Speicherverlusten.
Wann lohnt sich eine PV-Anlage mit Speicher im Modell?
Das Modell spricht eher für das Projekt, wenn der Netto-Jahreswert hoch genug ist, die Amortisation innerhalb des Betrachtungszeitraums liegt, der Speicher regelmäßig genutzt wird und die Investition nicht durch zu große Batteriekapazität aufgebläht wird. Ein positives Ergebnis bleibt trotzdem eine Modellrechnung.
Welche Speichergröße sollte ich kritisch prüfen?
Kritisch wird es, wenn die angebotene Bruttokapazität deutlich über der rechnerisch passenden Speichergröße liegt oder die Auslastung niedrig bleibt. Dann zahlt man für Kapazität, die im Alltag selten arbeitet. Für Angebote sind nutzbare Kapazität, Entladetiefe, Wirkungsgrad und Garantiegrenzen wichtiger als reine kWh-Werte.
Wie sollte ich den spezifischen PV-Ertrag wählen?
Der spezifische Ertrag sollte zu Standort, Dachneigung, Ausrichtung, Verschattung und Systemverlusten passen. Ein Angebot mit pauschal hohem Ertrag kann die Wirtschaftlichkeit stark schönen. Nutze nach Möglichkeit Daten aus einer realistischen Ertragssimulation oder aus vorhandenen Wechselrichterdaten.
Welche Kosten gehören in die Betriebskosten?
Zu den Betriebskosten zählen laufende Aufwendungen für Wartung, Versicherung, Monitoring, Rücklagen und technische Zusatzkosten. Diese Kosten wirken jedes Jahr gegen den Stromwert. Wenn Betriebskosten fehlen, kann die Amortisation zu optimistisch erscheinen, besonders bei knappen Angeboten.
Ersetzt der Rechner eine Angebotsprüfung durch Fachleute?
Nein. Der Rechner macht die wichtigsten wirtschaftlichen Hebel sichtbar, ersetzt aber keine technische Planung. Netzanschluss, Wechselrichterdimensionierung, Dachstatik, Brandschutz, Notstromfunktion, Garantiebedingungen, steuerliche Behandlung und Förderbedingungen müssen separat mit Fachbetrieb oder Beratung geprüft werden.