Berechne den Verkaufswert deiner PV-Anlage aus Jahresertrag und Restlaufzeit. Inklusive Cashflow, Zustandsabschlag und den anfallenden Übernahmekosten.
PV-Anlage verkaufen
Schätze den Verhandlungswert aus Jahreswert, Restlaufzeit, Risikoabschlag und Übernahmekosten.
Verkaufswert und Barwert
Barwert der Restlaufzeit, technischer Abschlag, Übernahmekosten und Verhandlungsspanne
Gib Ertragsdaten, Restlaufzeit und Risikoannahmen ein.
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Wie berechnet der Rechner den Verkaufswert einer PV-Anlage?
ƒPV-Verkaufswert als Barwert
W=j=1∑t(1+z)jRj+Ej−B⋅(1−100a)−K
Variablen
W
Verkaufswert-Geschätzter Verhandlungswert der bestehenden PV-Anlage.
R_j
Einspeiseerlös-Erwarteter Einspeiseerlös im jeweiligen Jahr.
E_j
Eigenverbrauchswert-Wert des Stroms, der im jeweiligen Jahr selbst genutzt werden kann.
B
Betriebskosten-Laufende Kosten pro Jahr, zum Beispiel Versicherung, Wartung oder Messstellenbetrieb.
z
Diskontzins-Zinssatz, mit dem spätere Cashflows auf den heutigen Wert abgezinst werden.
t
Restlaufzeit-Jahre, die für Erlöse und Nutzung angesetzt werden.
a
Zustandsabschlag-Pauschaler Abschlag für Alter, Unterlagen, Wechselrichterrisiko und technische Unsicherheit.
K
Übernahmekosten-Einmalige Kosten für Vertrag, Zähler, Anmeldung, Prüfung oder Kaufabwicklung.
EEG-Einspeisevergütung nach Inbetriebnahmejahr (Anlagen bis 10 kWp)
Die Vergütungshöhe ist der wichtigste Cashflow-Hebel beim Verkauf einer Bestandsanlage. Ältere Anlagen haben oft deutlich höhere Sätze, aber auch weniger Restlaufzeit.
Inbetriebnahme (Jahr)
Einspeisevergütung (ct/kWh)
Restlaufzeit ab 2026 (Jahre, ca.)
Besonderheit
2010
34,05
4
Vergütungsende 2030, hoher Satz aber kurze Restlaufzeit
Vergütungssätze gemäß EEG-Degression; Richtwerte für Anlagen bis 10 kWp, Teileinspeisung. Individuelle Sätze aus dem Einspeisevertrag entnehmen. Stand: Juli 2026.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Anlage verkaufen Rechner
Was berechnet der PV-Anlage-verkaufen-Rechner?
Der Rechner schätzt einen Verhandlungswert für eine bestehende PV-Anlage. Er betrachtet jährlichen Einspeiseerlös, Eigenverbrauchswert, laufende Kosten, Restlaufzeit, Degradation, Diskontzins, Zustandsabschlag und Übernahmekosten. Dadurch entsteht kein pauschaler Marktpreis, sondern ein nachvollziehbarer Cashflow-Wert.
Warum reicht der Jahresertrag allein nicht für den Verkaufspreis?
Der Jahresertrag zeigt nur die technische Strommenge. Für den Kaufpreis zählt, wie viel Geld daraus nach Betriebskosten, Risiko und Übernahmekosten entsteht. Eine Anlage mit hohem Ertrag kann wenig wert sein, wenn die Vergütung bald endet, der Wechselrichter alt ist oder die Unterlagen fehlen.
Welche Restlaufzeit sollte ich eintragen?
Trage die Jahre ein, die du für die Bewertung wirklich als belastbaren Cashflow ansetzen willst. Bei einer vergüteten Einspeisung ist das meist die verbleibende Vergütungsdauer. Wenn nach der Vergütung weiter Eigenverbrauch möglich ist, sollte dieser Anschlusswert vorsichtig separat geprüft werden.
Was bedeutet der Diskontzins im Rechner?
Der Diskontzins macht spätere Einnahmen weniger wert als heutige Einnahmen. Ein Käufer bindet Kapital, übernimmt Technikrisiken und kann Alternativen vergleichen. Je höher der Diskontzins, desto niedriger fällt der heutige Barwert der künftigen PV-Cashflows aus.
Wie wähle ich den Zustandsabschlag?
Ein niedriger Abschlag passt nur, wenn Ertragsdaten, Inbetriebnahme, Garantien, Wechselrichter, Zähler und Dachrecht sauber dokumentiert sind. Bei alten Wechselrichtern, unklaren Garantien, fehlenden Prüfprotokollen oder schwer zugänglicher Anlage sollte der Abschlag höher angesetzt werden.
Warum werden Übernahmekosten extra abgezogen?
Übernahmekosten sind einmalige Kosten, die nicht aus dem laufenden Jahreswert entstehen. Dazu können Vertragsprüfung, Zählerwechsel, Anmeldung, technische Prüfung oder rechtliche Klärung gehören. Wenn diese Kosten hoch sind, reduzieren sie direkt den Betrag, den ein Käufer wirtschaftlich zahlen kann.
Soll ich Eigenverbrauchswert und Einspeiseerlös getrennt eintragen?
Ja. Einspeiseerlös ist meist über Abrechnungen gut belegbar. Eigenverbrauchswert hängt dagegen davon ab, ob der Käufer den Strom tatsächlich im passenden Zeitraum nutzen kann. Wenn die Anlage mit einer Immobilie verkauft wird, ist diese Trennung besonders wichtig.
Ist ein negativer Verkaufswert möglich?
Ja. Ein negativer Rechnerwert entsteht, wenn Betriebskosten, Übernahmekosten und Risiko höher sind als der abgezinste Nutzen. Das heißt nicht automatisch, dass kein Verkauf möglich ist. Es zeigt aber, dass der Preis dann eher über Immobilienwert, Dachrecht oder Rückbaufragen verhandelt wird.
Welche Unterlagen verbessern den Verkaufspreis?
Hilfreich sind Ertragsabrechnungen, Zählerdaten, Inbetriebnahmedatum, Vergütungsnachweise, Modul- und Wechselrichterdaten, Wartungsbelege, Garantieunterlagen, Netzanschlussinformationen und klare Regelungen zum Dachzugang. Gute Unterlagen senken den Risikoabschlag und machen den Preis belastbarer.
Ersetzt der Rechner ein Gutachten oder eine steuerliche Prüfung?
Nein. Der Rechner liefert eine strukturierte Bewertungslogik für die Preisverhandlung. Steuerliche Folgen, Eigentumsübertragung, Umsatzsteuer, Dachnutzungsrechte, Rückbaupflicht, Netzanschluss und Vertragsgestaltung müssen separat mit fachkundigen Stellen geprüft werden.