Berechne deinen PV-Ertrag aus Dachneigung, Ausrichtung und Standortertrag. Inklusive Verschattung, Systemverlusten und deinem jährlichen Eigenverbrauch.
Dachausrichtung, Verluste und Eigenverbrauch
Berechne den PV-Ertrag aus Dachlage, Standortertrag und Verschattung.
Ertrag und Stromwert
Der Rechner trennt Dachfaktor, Verluste, Eigenverbrauch und Einspeisung.
Gib Dach- und Verbrauchsdaten ein, um den PV-Ertrag zu berechnen.
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Die Beispielwerte sind Modellrechnungen. Standortertrag, Schattenverlauf und Wechselrichterauslegung müssen für ein Angebot separat geprüft werden.
Dachausrichtung und Neigung einordnen
Die Tabelle hilft, das Ergebnis des Rechners fachlich einzuordnen, ohne daraus ein verbindliches Ertragsgutachten zu machen.
Dachlage
Typische Einordnung
Besonders prüfen
Süd bis Südost oder Südwest
Meist hoher Jahresertrag, besonders bei 25° bis 40° Dachneigung.
Verschattung, Modulbelegung und Wechselrichterdimensionierung.
Ost- oder Westdach
Etwas geringerer Jahresertrag, dafür oft bessere Erzeugung morgens oder abends.
Eigenverbrauchsprofil und getrennte Dachflächen im Angebot.
Flachdach
Flexible Ausrichtung möglich, aber Reihenabstände und Ballastierung begrenzen die Belegung.
Aufständerung, Windlast, Dachabdichtung und Wartungsgänge.
Nordnahe Fläche
Nur mit guter Strahlung, niedrigen Kosten oder viel Fläche sinnvoll.
Monatserträge im Winter und realistische Wirtschaftlichkeit.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Ausrichtung-Rechner
Was berechnet der PV-Ausrichtung-Rechner?
Der Rechner schätzt den Jahresertrag einer PV-Anlage aus Anlagenleistung, Standortertrag, Dachneigung, Abweichung von Süden, Verschattung und technischen Verlusten. Zusätzlich bewertet er, wie viel Strom selbst genutzt oder eingespeist wird. Das Ergebnis ist eine Orientierung für Dachvergleich und Angebotsprüfung, kein Ersatz für eine detaillierte PV-Simulation.
Welche Dachausrichtung ist für Photovoltaik am besten?
Ein Süddach mit ungefähr 25° bis 40° Neigung liefert oft den höchsten Jahresertrag. Das heißt aber nicht, dass Ost- oder Westdächer schlecht sind. Sie erzeugen Strom stärker am Morgen oder Abend und können dadurch besser zum Haushaltsverbrauch passen. Bei hohen Strompreisen kann diese zeitliche Verteilung wichtiger sein als der reine Maximalertrag.
Wie wirkt sich ein Ost-West-Dach auf den PV-Ertrag aus?
Ost-West-Dächer haben meistens weniger Jahresertrag je kWp als ein gutes Süddach. Dafür verteilt sich die Erzeugung breiter über den Tag. Wenn morgens und abends viel Strom gebraucht wird, kann der Eigenverbrauch steigen. Der Rechner bildet das über Ausrichtungsfaktor und Eigenverbrauchsanteil ab.
Warum ist Verschattung so wichtig?
Schatten wirkt selten gleichmäßig. Ein Schornstein, Baum oder Nachbarhaus kann einzelne Module oder Strings zu bestimmten Tageszeiten stark bremsen. Dadurch kann ein kleiner Schatten im falschen Moment mehr kosten als eine leichte Abweichung von Süden. Für ein echtes Angebot sollte Verschattung deshalb separat simuliert werden.
Was bedeutet Standortertrag in kWh je kWp?
Der Standortertrag beschreibt, wie viel Strom eine gut ausgerichtete Anlage pro installierter kWp-Leistung im Jahr ungefähr erzeugt. In sonnigeren Regionen ist dieser Wert höher, in ungünstigeren Lagen niedriger. Der Rechner nutzt ihn als Ausgangspunkt und zieht danach Dachlage, Schatten und technische Verluste ab.
Warum fragt der Rechner nach Systemverlusten?
Module erzeugen Gleichstrom unter Laborbedingungen, der reale Anlagenstrom ist niedriger. Wechselrichter, Kabel, Temperatur, Verschmutzung, Mismatch und kleinere technische Effekte kosten Ertrag. Ein pauschaler Systemverlust ist eine Vereinfachung, aber er verhindert, dass der Dachfaktor allein zu optimistische Ergebnisse erzeugt.
Kann ein flaches Dach besser sein als ein steiles Süddach?
Ein flaches Dach kann attraktiv sein, weil Module frei aufgeständert und auf mehrere Richtungen verteilt werden können. Gleichzeitig brauchen Reihenabstände, Ballastierung und Wartungswege Platz. Ein sehr steiles Süddach hat im Winter Vorteile, verliert aber im Sommer oft etwas. Die bessere Lösung hängt von Fläche, Statik, Schatten und Nutzung ab.
Wie sollte ich den Eigenverbrauchsanteil wählen?
Der Eigenverbrauchsanteil sollte zum Haushalt passen. Ohne Speicher liegt er bei vielen Haushalten deutlich niedriger als mit Speicher, Wärmepumpe, E-Auto oder gezielter Lastverschiebung. Setze den Wert lieber konservativ an, wenn du noch kein Verbrauchsprofil hast. Zu hoher Eigenverbrauch macht die Wirtschaftlichkeit schnell schöner, als sie tatsächlich ist.
Warum zeigt der Rechner Stromwert statt Rendite?
Die Ausrichtung entscheidet zuerst über den Ertrag und die Verteilung des Stroms. Eine Rendite bräuchte zusätzlich Investitionskosten, Betriebskosten, Finanzierung, Degradation, Speicher, Steuerfragen und Laufzeit. Der Stromwert zeigt deshalb bewusst nur, was der modellierte Ertrag über Eigenverbrauch und Einspeisung jährlich wert sein kann.
Wann reicht dieser Rechner nicht mehr aus?
Der Rechner reicht nicht aus, wenn mehrere Dachflächen, harte Verschattung, Fassadenmodule, sehr steile Dächer, komplexe Wechselrichterauslegung oder statische Fragen im Spiel sind. Dann sollte eine Planung mit Belegungsplan, Schattenanalyse und Monatswerten erstellt werden. Genau dort entstehen oft die Unterschiede zwischen einem guten und einem schlechten Angebot.