Leitungslänge = einfache Strecke zwischen Modul und Wechselrichter. Bei höheren Temperaturen größeren Querschnitt wählen.
Kabeltypen für Photovoltaikanlagen
Kabeltyp
Verwendung
Eigenschaften
Max. Spannung
H1Z2Z2-K
DC-Solarkabel (Standard)
UV-beständig, halogenfrei, doppelt isoliert
1.500 V DC
NYM-J
AC-Inneninstallation
Für trockene Räume, graue Ummantelung
300/500 V AC
NYY-J
AC-Erdverlegung
Erdkabel, schwarze Ummantelung
600/1.000 V AC
H07RN-F
Flexible Verbindung
Gummi, hohe Flexibilität
450/750 V AC
Für DC-Solarleitungen nur zertifizierte Solarkabel (TÜV, VDE) verwenden.
Häufig gestellte Fragen zum PV-Kabel-Querschnitt-Rechner
Warum ist der richtige Kabelquerschnitt bei PV-Anlagen wichtig?
Der korrekte Querschnitt minimiert Leistungsverluste und erhöht die Sicherheit. Zu dünne Kabel: Überhitzungsgefahr, Spannungsabfall, Brandrisiko. Zu dicke Kabel: Unnötige Kosten, schwierigere Verlegung. Der Spannungsabfall sollte max. 1-2 % betragen.
Wie berechne ich den Kabelquerschnitt für DC-Leitungen?
Formel: A = (2 × L × I) ÷ (κ × ΔU). A = Querschnitt in mm², L = Leitungslänge in m, I = Strom in A, κ = Leitfähigkeit (56 für Kupfer), ΔU = zulässiger Spannungsabfall in V. Der Rechner berücksichtigt diese Faktoren automatisch.
Welcher Kabelquerschnitt ist für PV-Anlagen üblich?
DC-Seite (Module zum Wechselrichter): Meist 4-6 mm² für kleine Anlagen, 10 mm² für längere Strecken oder höhere Ströme. AC-Seite (Wechselrichter zur Einspeisung): 2,5-10 mm² je nach Anlagenleistung. Erdungskabel: Mindestens 6 mm².
Was ist der maximale Spannungsabfall bei PV-Anlagen?
Empfohlene Grenzwerte: DC-Seite: Max. 1 % für optimale Effizienz (VDE-Empfehlung). AC-Seite: Max. 3 % nach DIN 18015-1. Bei 1 % Spannungsabfall verlierst du auch 1 % Leistung. Bei langen Leitungswegen ist ein größerer Querschnitt wirtschaftlicher.
Welche Kabelarten werden für PV-Anlagen verwendet?
DC-Solarkabel: UV-beständig, halogenfrei, doppelt isoliert (z. B. H1Z2Z2-K). AC-Kabel: NYM-J für Innenbereich, NYY-J für Erdverlegung. Wichtig: Solarkabel müssen für die DC-Spannung (bis 1.500 V) und Außenbedingungen ausgelegt sein.
Wie lang dürfen DC-Kabel bei PV-Anlagen sein?
Die maximale Länge hängt vom Querschnitt und Strom ab. Richtwerte für 1 % Spannungsabfall: 4 mm² Kabel bei 10 A: ca. 25 m. 6 mm² bei 10 A: ca. 37 m. 10 mm² bei 10 A: ca. 62 m. Bei mehreren Strings addieren sich die Ströme.
Was ist beim Anschluss mehrerer Strings zu beachten?
Bei Parallelschaltung addieren sich die Ströme: Der Kabelquerschnitt zwischen Zusammenführung und Wechselrichter muss für den Gesamtstrom ausgelegt sein. Beispiel: 3 Strings à 10 A ergeben 30 A und damit mindestens 10 mm² bei kurzer Strecke.
Welche Rolle spielt die Umgebungstemperatur?
Hohe Temperaturen reduzieren die Strombelastbarkeit. Bei 50 °C sinkt die Belastbarkeit um ca. 20 %. Im Dachbereich können 60-80 °C auftreten. Korrekturfaktoren anwenden: Bei >40 °C einen größeren Querschnitt wählen oder belastbare Kabeltypen verwenden.
Muss ich Kupfer- oder Aluminiumkabel verwenden?
Für PV-Anlagen: Fast immer Kupfer (Cu). Vorteile: Bessere Leitfähigkeit (56 vs. 35 m/Ωmm²), geringerer Querschnitt nötig, flexibler, oxidationsbeständiger. Aluminium nur bei sehr langen Strecken (>50 m) und größeren Anlagen wirtschaftlich sinnvoll.
Wer darf PV-Kabel verlegen und anschließen?
Die Elektroinstallation und den Netzanschluss darf nur ein zugelassener Elektrofachbetrieb ausführen. Die Kabelverlegung auf dem Dach kann teilweise in Eigenleistung erfolgen, aber Anschlüsse am Wechselrichter und Zählerschrank erfordern Fachkenntnisse und sind abnahmepflichtig.
Welche Standortdaten braucht der PV-Kabel-Querschnitt-Rechner?
Ausrichtung, Dachneigung, Verschattung, Modulfläche, Jahresverbrauch und Eigenverbrauchsanteil bestimmen das Ergebnis. Ohne diese Werte ist eine PV-Rechnung nur ein grober Vergleich.
Warum sollte ich Eigenverbrauch und Einspeisung getrennt betrachten?
Selbst verbrauchter Strom ersetzt teuren Netzstrom, eingespeister Strom bringt nur die Vergütung. Die Wirtschaftlichkeit hängt deshalb stark davon ab, wann der Strom im Haushalt gebraucht wird.