CO₂-Faktor-Emissionsfaktor je Energieträger (g/kWh)
CO₂-Emissionen nach Energieträger
Energieträger
g CO₂/kWh
CO₂ für 15.000 kWh Wärme
vs. Erdgas
Erdgas
200
3.000 kg
100 %
Heizöl
270
4.050 kg
135 %
Steinkohle
340
5.100 kg
170 %
Strommix DE 2025
344
5.160 kg
172 %
Wärmepumpe (JAZ 3,5)
98
1.474 kg
49 %
Holzpellets
20-30
300-450 kg
10-15 %
Ökostrom (WP JAZ 3,5)
0-10
0-43 kg
0-1 %
Strommix DE 2025 nach UBA-Schätzung vom März 2026: 344 g CO₂/kWh. Wärmepumpe mit Ökostrom: nahezu CO₂-neutral.
Häufig gestellte Fragen zum CO2-Rechner
Was ist ein CO2-Fußabdruck?
Der CO2-Fußabdruck misst die Menge an Treibhausgasen, die durch Aktivitäten einer Person verursacht werden. Er wird in Tonnen CO2-Äquivalent (t CO2e) pro Jahr angegeben. Der deutsche Durchschnitt liegt bei etwa 10-11 Tonnen pro Person, weltweit sind es rund 6-7 Tonnen.
Wie wird der CO2-Fußabdruck berechnet?
Der Fußabdruck setzt sich zusammen aus: Wohnen (Heizung, Strom), Mobilität (Auto, Flüge, ÖPNV), Ernährung (Fleisch, regional/bio), Konsum (Kleidung, Elektronik) und öffentlicher Konsum (Infrastruktur, Verwaltung). Jeder Bereich wird mit Emissionsfaktoren multipliziert.
Was sind die größten CO2-Verursacher im Alltag?
Top-Verursacher: Flugreisen (1 Langstreckenflug = 3-5 t CO2), Autofahren (ca. 2 t/Jahr bei 15.000 km), Heizen mit Gas/Öl (2-4 t/Jahr), Fleischkonsum (bis 1,5 t/Jahr). Ein Flug nach New York verursacht so viel CO2 wie ein ganzes Jahr Autofahren.
Wie viel CO2 ist klimaverträglich?
Für das 1,5-Grad-Ziel sollte der Pro-Kopf-Ausstoß auf etwa 2 Tonnen pro Jahr sinken. Der deutsche Durchschnitt liegt bei ca. 10 Tonnen (eine Reduktion um 80 % ist nötig). Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein.
Wie kann ich meinen CO2-Fußabdruck reduzieren?
Größte Hebel: Flugreisen vermeiden oder kompensieren, Auto durch Fahrrad/ÖPNV ersetzen, Ökostrom nutzen, Wärmepumpe statt Gas/Öl, weniger Fleisch essen, Konsum reduzieren. Viele kleine Maßnahmen helfen weniger als ein Verzicht auf einen Langstreckenflug.
Wie viel CO2 verursacht Autofahren?
Ein durchschnittlicher Benziner stößt etwa 150 g CO2/km aus, Diesel ca. 140 g/km. Bei 15.000 km/Jahr sind das etwa 2-2,5 Tonnen CO2. E-Autos haben lokal keine Auspuffemissionen. Mit deutschem Strommix liegen die indirekten Emissionen je nach Verbrauch grob bei 70-90 g CO2/km. Fahrgemeinschaften und Bahn reduzieren den Fußabdruck erheblich.
Wie klimaschädlich sind Flugreisen?
Flugreisen sind besonders klimaschädlich: Kurzstrecke ca. 200 g CO2/km/Person, Langstrecke ca. 150 g/km. Ein Hin- und Rückflug nach Mallorca verursacht grob 0,7 t CO2, nach Thailand grob 5 t CO2. Zusätzlich verstärken Kondensstreifen in großer Höhe den Treibhauseffekt.
Was bringt Ökostrom für den CO2-Fußabdruck?
Ökostrom kann den bilanziellen CO2-Fußabdruck deutlich senken, wenn der Tarif glaubwürdig zusätzliche erneuerbare Erzeugung unterstützt. Das Umweltbundesamt nennt für den deutschen Strommix 2025 rund 344 g CO2/kWh. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch entspricht das etwa 1,2 t CO2 im Strommix. Physikalisch kommt aus der Steckdose aber weiterhin der jeweilige Netzstrommix.
Wie wirkt sich Ernährung auf den CO2-Fußabdruck aus?
Ernährung verursacht ca. 1,5-2,5 t CO2/Jahr. Rindfleisch: 13 kg CO2/kg, Schwein: 4 kg, Huhn: 3,5 kg, Käse: 5,5 kg, Gemüse: 0,3-1 kg. Vegan spart ca. 1 t CO2/Jahr gegenüber Durchschnittsernährung. Regional und saisonal kaufen reduziert Transport-Emissionen.
Was ist CO2-Kompensation und wie funktioniert sie?
Bei der Kompensation werden unvermeidbare Emissionen durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen: Aufforstung, erneuerbare Energien, Moorschutz. Kosten: ca. 20-30 € pro Tonne CO2. Kritik: Greenwashing, wenn Reduktion vernachlässigt wird. Gold-Standard-Projekte sind am verlässlichsten.
Welche Emissionsfaktoren braucht der CO2-Rechner?
Im CO2-Rechner sollten Energiequelle, Verbrauchsmenge, Zeitraum und passender Emissionsfaktor zusammenpassen. Bei CO2-Rechnungen ist die Datenquelle wichtiger als ein pauschaler Tarifvergleich.
Warum ist der Jahresverbrauch wichtiger als ein Einzelmonat?
Energieverbrauch schwankt nach Saison, Nutzung und Wetter. Ein Jahreswert glättet diese Effekte und ist für Tarifvergleich, Kostenprognose und Einsparpotenzial belastbarer.