Zusammensetzung der Bezüge während des Mutterschutzes
Leistung
Betrag
Zahler
GKV-Mutterschaftsgeld
Max. 13 €/Tag
Krankenkasse
BAS-Mutterschaftsgeld
Einkommensabhängig, max. 210 € einmalig
Bundesamt für Soziale Sicherung
ALG I
In Höhe des ALG I
Krankenkasse
Arbeitgeberzuschuss
Differenz ab 13 €/Tag
Arbeitgeber
Stand Juli 2026 nach Familienportal (BMBFSFJ) und BAS. Privat- oder familienversicherte Personen nur mit Beschäftigungsverhältnis, z. B. Minijob. Selbstständige je nach Krankengeld oder Krankentagegeld.
Mutterschutzfristen in Deutschland
Gesetzliche Schutzfristen nach MuSchG
Art der Geburt
Vor Geburt
Nach Geburt oder Ereignis
Gesamt
Normalgeburt
6 Wochen
8 Wochen
14 Wochen
Medizinische Frühgeburt
6 Wochen
12 Wochen
18 Wochen
Mehrlingsgeburt
6 Wochen
12 Wochen
18 Wochen
Kind mit Behinderung (auf Antrag)
6 Wochen
12 Wochen
18 Wochen
Kaiserschnitt
6 Wochen
8 Wochen
14 Wochen
Fehlgeburt ab SSW 13
-
bis 2 Wochen
bis 2 Wochen
Fehlgeburt ab SSW 17
-
bis 6 Wochen
bis 6 Wochen
Fehlgeburt ab SSW 20
-
bis 8 Wochen
bis 8 Wochen
Stand Juli 2026 nach MuSchG und Familienportal des Bundes. Referenztabelle für Schutzfristen; der Mutterschaftsgeld-Rechner bildet reguläre Geburt, Frühgeburt, Mehrlinge und ein Kind mit Behinderung ab.
Häufig gestellte Fragen zum Elterngeldrechner 2026
Wie hoch ist das Elterngeld 2026?
Das Basiselterngeld beträgt meist 65-67 % des Nettoeinkommens vor der Geburt, mindestens 300 € und maximal 1.800 € pro Monat. Bei Geringverdienern unter 1.000 € netto steigt die Ersatzrate stufenweise bis höchstens 100 %. Für Geburten ab dem 1. April 2025 entfällt der Anspruch bei mehr als 175.000 € zu versteuerndem Einkommen im Kalenderjahr vor der Geburt.
Was ist der Unterschied zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus?
Basiselterngeld ersetzt je nach Einkommen 65-100 % des relevanten Nettos für maximal 14 Monate (12+2 Partnermonate). ElterngeldPlus läuft bis zu 28 Monate, beträgt mindestens 150 € und höchstens 900 € pro Monat und wird bei Teilzeit aus dem Einkommensverlust berechnet. Es ist monatlich höchstens halb so hoch wie das rechnerische Basiselterngeld.
Was sind die 12+2 Partnermonate?
Ein Elternteil kann höchstens 12 Monate Basiselterngeld beziehen. Wenn auch der andere Elternteil mindestens 2 Monate nimmt, sind zusammen bis zu 14 Monate möglich. Alleinerziehende können die Partnermonate unter den gesetzlichen Voraussetzungen ebenfalls nutzen. Die Monate sind innerhalb der Bezugsregeln frei aufteilbar.
Was ist der Partnerschaftsbonus?
Der Partnerschaftsbonus gibt 2, 3 oder 4 zusätzliche ElterngeldPlus-Monate pro Elternteil, wenn beide gleichzeitig im Monatsdurchschnitt 24-32 Stunden pro Woche arbeiten. Er ist für Paare gedacht, die Betreuung und Teilzeitarbeit parallel aufteilen; Alleinerziehende können ihn nutzen, wenn sie selbst den Stundenkorridor einhalten.
Wie wird das Nettoeinkommen für das Elterngeld berechnet?
Grundlage ist das durchschnittliche Nettoeinkommen der 12 Monate vor dem Mutterschutz. Abzüge: Steuern, Sozialabgaben, Werbungskosten (pauschal). Bei Selbstständigen: Gewinn laut letztem Steuerbescheid. Einmalzahlungen (Weihnachtsgeld) werden nicht berücksichtigt.
Wer hat Anspruch auf Elterngeld?
Anspruch haben Eltern, die: in Deutschland wohnen, das Kind selbst betreuen, nicht mehr als 32 Std./Woche arbeiten, mit dem Kind in einem Haushalt leben. Auch Adoptiveltern, Pflegeeltern und Verwandte bis 3. Grades mit Betreuung können berechtigt sein.
Was ist der Geschwisterbonus?
Bei weiteren Kindern im Haushalt gibt es 10 % Geschwisterbonus (min. 75 €) auf das Elterngeld. Voraussetzung: Ein Kind unter 3 Jahren oder zwei Kinder unter 6 Jahren. Bei Mehrlingen: Pro Kind 300 € extra (Basiselterngeld) oder 150 € (ElterngeldPlus).
Kann ich während des Elterngeldbezugs arbeiten?
Ja, bis zu 32 Stunden pro Woche. Bei Arbeit wird das Elterngeld jedoch gekürzt: 65 % der Differenz zwischen Netto vor und während der Elternzeit. ElterngeldPlus lohnt sich bei Teilzeit oft mehr, da es nicht so stark gekürzt wird.
Wann muss ich Elterngeld beantragen?
Elterngeld muss nach der Geburt beantragt werden, nicht vorher. Rückwirkend gibt es maximal 3 Monate. Tipp: Geburtsurkunde, Einkommensnachweise (12 Monate) und Bescheinigung des Arbeitgebers bereithalten. Bearbeitungszeit: 4-8 Wochen.
Wird Elterngeld auf andere Leistungen angerechnet?
Elterngeld kann bei Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag als Einkommen berücksichtigt werden. Ein Freibetrag bis 300 € kommt vor allem dann in Betracht, wenn vor der Geburt Erwerbseinkommen vorhanden war. Ohne vorheriges Erwerbseinkommen wird der Mindestbetrag häufig angerechnet. Steuerlich unterliegt Elterngeld dem Progressionsvorbehalt und kann dadurch den Steuersatz auf andere Einkünfte erhöhen.
Welche Einkommensdaten braucht der Elterngeldrechner 2026?
Entscheidend sind Bemessungszeitraum, steuerpflichtiges Einkommen, Mutterschaftsleistungen, Geschwisterbonus, Partnerschaftsmonate und geplante Teilzeit. Ein Durchschnittsmonat reicht nicht.
Wann sollte ich Elterngeld mit Bescheiden neu prüfen?
Bei Steuerklassenwechsel, Selbstständigkeit, Teilzeit, Mutterschaftsgeld, Bonuszahlungen oder geändertem Bezugsmodell sollte die Planung aktualisiert werden.