Berechne deinen EÜR-Überschuss aus Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben und AfA. Inklusive Privatanteilen, nicht abziehbarer Kosten und deiner Steuerreserve.
Einnahmen, Ausgaben und Steuerreserve
Berechne den EÜR-Überschuss mit Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben, AfA, Privatanteilen und Planungspuffer.
EÜR-Ergebnis und Planungssaldo
Überschuss, abziehbare Kosten, Steuerreserve und Liquidität
Gib Einnahmen, Ausgaben und Steuerreserve ein.
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ƒEinnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG
G=(E+P)−(A+D−N)
Variablen
G
EÜR-Überschuss-Der rechnerische Gewinn oder Verlust vor Einkommensteuerbescheid.
E
Betriebseinnahmen-Alle betrieblichen Einnahmen im gewählten Zeitraum, konsistent netto oder brutto erfasst.
P
Privatanteile-Gewinnerhöhende private Nutzungsanteile, Sachentnahmen oder vergleichbare Werte.
A
Betriebsausgaben-Betrieblich veranlasste laufende Ausgaben ohne gesondert eingetragene AfA.
D
AfA und Abschreibungen-Jahresanteil für abnutzbare Wirtschaftsgüter, der im Rechner getrennt von laufenden Kosten erfasst wird.
N
Nicht abziehbare Kosten-Ausgabenanteile, die bezahlt wurden, den steuerlichen Gewinn aber nicht mindern.
Vom Beleg zum EÜR-Ergebnis
Die Tabelle zeigt, welche Werte in diesem Rechner den Überschuss erhöhen oder mindern.
Schritt
Wert im Standardfall
Wirkung
Betriebseinnahmen
60.000,00 €
Ausgangspunkt der Einnahmenseite
Weitere Einnahmen und Privatanteile
2.700,00 €
erhöhen den rechnerischen Überschuss
Betriebsausgaben und AfA
29.500,00 €
mindern den Überschuss, soweit sie abziehbar sind
Nicht abziehbare Kosten
600,00 €
werden aus den Betriebsausgaben herausgerechnet
EÜR-Überschuss
33.800,00 €
Planungswert vor Einkommensteuerbescheid
Steuerreserve
11.830,00 €
frei wählbarer Liquiditätspuffer, keine gesetzliche Steuerberechnung
Quelle: § 4 Abs. 3 EStG bei Gesetze im Internet. Geprüft am 13.05.2026.
Typische EÜR-Szenarien
Die Beispiele zeigen, warum ein gleicher Umsatz je nach Ausgabenstruktur sehr unterschiedliche Planungssalden erzeugt.
Fall
Einnahmen
Abziehbare Kosten
Überschuss
Reserve
Einordnung
Standardfall
62.700,00 €
28.900,00 €
33.800,00 €
11.830,00 €
solider positiver Überschuss nach laufenden Kosten
Hohe AfA
62.700,00 €
37.400,00 €
25.300,00 €
8.855,00 €
Investitionen senken den EÜR-Gewinn zeitanteilig über AfA
Kaum Betriebsausgaben
62.700,00 €
4.000,00 €
58.700,00 €
20.545,00 €
hoher Überschuss, aber spätere Steuerzahlung muss eingeplant werden
Verlustjahr
30.700,00 €
40.000,00 €
-9.300,00 €
0,00 €
Verlustwirkung und Verrechnung müssen gesondert geprüft werden
Die Szenarien sind Rechenbeispiele. Sie ersetzen keine Buchführung und keine Prüfung der konkreten Betriebsausgaben.
Häufig gestellte Fragen zum Einnahme-Überschuss-Rechner
Was berechnet der Einnahme-Überschuss-Rechner genau?
Der Rechner bildet eine vereinfachte EÜR-Planung ab. Er stellt Betriebseinnahmen, gewinnerhöhende Privatanteile, Betriebsausgaben, AfA und nicht abziehbare Kosten gegenüber. Das Ergebnis ist ein rechnerischer Überschuss oder Verlust, den du für Planung und Plausibilisierung nutzen kannst.
Ist das Ergebnis identisch mit der offiziellen Anlage EÜR?
Nein. Die Anlage EÜR enthält deutlich mehr Felder und steuerliche Detailregeln. Der Rechner hilft dir, die wichtigsten Treiber zu verstehen und einen groben Gewinn zu planen. Für die Steuererklärung musst du Belege, Kontenlogik, Umsatzsteuer und Sonderfälle gesondert prüfen.
Soll ich Einnahmen und Ausgaben netto oder brutto eintragen?
Trage die Werte konsistent so ein, wie sie zu deiner Buchführung passen. Wer umsatzsteuerpflichtig ist, arbeitet häufig mit Nettowerten. Kleinunternehmer oder nicht vorsteuerabzugsberechtigte Fälle können anders aussehen. Der Rechner mischt Netto und Brutto nicht automatisch.
Warum gibt es ein Feld für Privatanteile?
Private Nutzungsanteile oder Sachentnahmen können den Gewinn erhöhen, obwohl kein klassischer Zahlungseingang auf dem Konto erscheint. Der Rechner behandelt dieses Feld deshalb wie eine zusätzliche Einnahmenseite. Nutze es nur, wenn der Wert in deinem Fall tatsächlich gewinnerhöhend anzusetzen ist.
Was zählt zu nicht abziehbaren Kosten?
Nicht abziehbare Kosten sind Ausgaben, die wirtschaftlich bezahlt wurden, aber steuerlich nicht oder nicht vollständig den Gewinn mindern. Typische Fälle können private Anteile, nicht abziehbare Bewirtungsanteile oder bestimmte unangemessene Aufwendungen sein. Die genaue Einordnung hängt vom Beleg ab.
Warum werden AfA und Betriebsausgaben getrennt abgefragt?
AfA ist zwar eine Betriebsausgabe, entsteht aber nicht immer als sofortiger Zahlungsabfluss im selben Jahr. Die Trennung macht sichtbar, ob dein Überschuss durch laufende Kosten oder durch Abschreibungen sinkt. Das hilft vor allem bei Investitionen in Technik, Fahrzeuge oder Ausstattung.
Was bedeutet die Steuerreserve im Rechner?
Die Steuerreserve ist keine echte Steuerberechnung. Sie ist ein frei wählbarer Puffer, den du vom positiven Überschuss abziehst, um spätere Einkommensteuer, Soli oder Kirchensteuer einzuplanen. Der passende Prozentsatz hängt von deinem gesamten Einkommen und Vorauszahlungen ab.
Warum kann der Planungssaldo negativ sein, obwohl Gewinn entsteht?
Ein positiver EÜR-Überschuss sagt noch nicht, dass nach Steuerreserve und Vorauszahlungen liquide Mittel übrig bleiben. Wenn du hohe Vorauszahlungen, Entnahmen oder einen vorsichtigen Reservensatz einträgst, kann der Planungssaldo negativ werden. Dann ist die Liquiditätsplanung wichtiger als der reine Gewinn.
Kann ich mit dem Rechner einen Verlust planen?
Ja. Wenn abziehbare Betriebsausgaben und AfA höher sind als Einnahmen und Privatanteile, zeigt der Rechner einen Verlust. Ob und wie dieser Verlust steuerlich wirkt, hängt von deiner Einkunftsart, anderen Einkünften und den Regeln zur Verlustverrechnung ab.
Für wen ist der EÜR-Rechner geeignet?
Der Rechner passt vor allem für Selbständige, Freiberufler und kleinere Gewerbebetriebe, die ihren Jahresgewinn grob planen möchten. Wenn du bilanzieren musst, komplexe Warenbestände hast oder mehrere steuerliche Sonderregeln greifen, ist ein einfaches EÜR-Modell zu grob.