Berechne die Rendite deiner Anleihen aus Kaufkurs, Kupon und Restlaufzeit. Inklusive Stückzinsen und der Rendite bis zur Fälligkeit, jeweils nach Kosten.
Anleihe-Rendite berechnen
Berechne Rendite bis Fälligkeit, Nettogewinn, Stückzinsen, Steuerabzug und Duration aus den Anleihedaten.
Anleihe-Rendite
Rendite bis Fälligkeit, laufende Verzinsung, Nettogewinn und Zinsrisiko
Gib Nennwert, Kaufkurs, Kupon, Restlaufzeit und Kosten ein und starte die Berechnung.
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Wie der Anleihen-Rendite-Rechner Zahlungsströme vergleicht
ƒRendite bis Fälligkeit über den internen Zinsfuß
K=t=1∑n(1+IRR)tCFt,CFn=Kupon+Rueckzahlung
Variablen
K
Kapitaleinsatz-Kaufpreis der Anleihe plus Stückzinsen und Orderkosten.
CFt
Zahlungsstrom-Kuponzahlung im Jahr t, im letzten Jahr zusätzlich die Rückzahlung.
IRR
Interner Zinsfuß-Modellrendite bis zur Fälligkeit vor Steuer.
n
Restlaufzeit-Anzahl der vollen Kuponjahre bis zur Rückzahlung.
Ausgangsfall für die Anleihen-Rendite
Der Ausgangsfall zeigt, warum Kupon, Kaufkurs und Rückzahlung getrennt betrachtet werden müssen.
Kennzahl
Wert
Einordnung
Rendite bis Fälligkeit
3,96 %
Interner Zinsfuß aus Kaufpreis, Kupons und Rückzahlung.
Laufende Verzinsung
3,63 %
Kupon im Verhältnis zum sauberen Kaufpreis.
Nettogewinn
1.439,37 €
Gewinn nach vereinfachter Steuerannahme.
Modified Duration
4,49 Jahre
Näherungswert für die Zinssensitivität.
Eingesetztes Kapital
9.795,00 €
Kaufpreis inklusive Stückzinsen und Orderkosten.
Beispiel mit 10.000 € Nennwert, 96,5 % Kaufkurs, 3,5 % Kupon, 5 Jahren Restlaufzeit, 120 € Stückzinsen und 25 € Orderkosten.
Rendite nach Kaufkurs und Rückzahlung
Ein hoher Kupon reicht nicht aus, wenn Kaufkurs, Stückzinsen und Rückzahlung das Ergebnis belasten.
Szenario
Kaufkurs
Kupon
Rückzahlung
Restlaufzeit
Rendite
Nettogewinn
Einordnung
Kauf unter pari
96,5 %
3,5 %
100 %
5 Jahre
3,96 %
1.439,37 €
Der Kursgewinn stützt die Rendite zusätzlich zum Kupon.
Kauf über pari
104 %
4,2 %
100 %
5 Jahre
3,09 %
1.174,32 €
Der Nettogewinn sinkt im Modell auf 1.174,32 €.
Niedriger Kupon
91 %
1,2 %
100 %
5 Jahre
3,06 %
1.067,56 €
Die Rendite entsteht vor allem aus dem Abschlag zum Nennwert.
Rückzahlung unter 100 %
93 %
3,5 %
95 %
5 Jahre
3,86 %
1.343,66 €
Ein Rückzahlungsabschlag muss gegen Kupon und Kaufkurs gerechnet werden.
Die Szenarien setzen volle jährliche Kuponzahlungen und Halten bis zur Fälligkeit voraus.
Prüfpunkte vor dem Renditevergleich
Die rechnerische Rendite ist nur belastbar, wenn die Eingaben sauber getrennt und Risiken nicht vermischt werden.
Prüfung
Rendite
Laufend
Duration
Einordnung
Stückzinsen getrennt erfassen
3,96 %
3,63 %
4,49 Jahre
Sonst wird der Kaufpreis doppelt oder unvollständig berücksichtigt.
Kauf über pari prüfen
3,09 %
4,04 %
4,48 Jahre
Ein hoher Kupon kann durch den späteren Kursverlust abgeschwächt werden.
Lange Laufzeit prüfen
3,77 %
3,65 %
9,61 Jahre
Die Duration steigt und damit auch die Zinssensitivität.
Nullkupon-Szenario prüfen
3,99 %
0 %
4,81 Jahre
Der Ertrag entsteht nur aus der Differenz zwischen Kauf und Rückzahlung.
Zusätzlich zur Modellrendite bleiben Bonität, Rang, Liquidität, Währung, Kündigungsrechte, Steuerdetails und Depotkosten relevant.
Häufig gestellte Fragen zum Anleihen-Rendite-Rechner
Was berechnet der Anleihen-Rendite-Rechner?
Der Rechner berechnet die Rendite einer Anleihe aus Nennwert, Kaufkurs, Kupon, Restlaufzeit, Stückzinsen, Orderkosten, Rückzahlungskurs und Steuerannahme. Er zeigt Rendite bis Fälligkeit, laufende Verzinsung, Nettogewinn, Duration und die wichtigsten Zahlungsbestandteile getrennt.
Welche Rendite ist bei Anleihen wirklich vergleichbar?
Für einen Vergleich ist die Rendite bis Fälligkeit meist aussagekräftiger als der Kupon. Diese Kennzahl rechnet den tatsächlichen Kaufkurs, die laufenden Kupons und die Rückzahlung am Laufzeitende zusammen. Dadurch siehst du, ob eine Anleihe mit hohem Kupon nach einem teuren Kaufkurs trotzdem schwächer abschneidet als eine niedrig verzinste Anleihe, die deutlich unter dem Nennwert gekauft wird.
Warum kann eine Anleihe mit hohem Kupon trotzdem wenig Rendite bringen?
Der Kupon wird immer auf den Nennwert bezogen. Wenn du die Anleihe deutlich über 100 % kaufst, zahlst du mehr als den Betrag, der bei Fälligkeit normalerweise zurückkommt. Dieser spätere Kursverlust kann einen Teil der Kupons aufzehren. Deshalb zeigt der Rechner Kaufkurs, Rückzahlung und Kupon getrennt, statt die Attraktivität allein am Zinssatz festzumachen.
Welche Eingaben sollte ich aus der Wertpapierabrechnung übernehmen?
Übernimm den Nennwert, den sauberen Kaufkurs, die ausgewiesenen Stückzinsen und die Orderkosten getrennt. Der Depotwert oder Abrechnungsbetrag ist für den Kaufkurs meist nicht die richtige Eingabe, weil dort Stückzinsen und Kosten bereits enthalten sein können. Wenn diese Bestandteile doppelt erfasst werden, wird die Rendite zu niedrig oder zu hoch ausgewiesen.
Wie wirken Stückzinsen auf die Anleihen-Rendite?
Stückzinsen erhöhen den Betrag, den du beim Kauf tatsächlich zahlst. Dafür bekommst du beim nächsten Kupontermin den vollen Kupon, obwohl du die Anleihe nur einen Teil der Kuponperiode gehalten hast. Der Rechner behandelt Stückzinsen deshalb als Kapitalbindung am Kauftag. Ohne diese Trennung wirkt die Rendite besonders bei Käufen kurz vor einem Kupontermin zu optimistisch.
Wann ist die laufende Verzinsung zu grob?
Die laufende Verzinsung setzt den Jahreskupon ins Verhältnis zum Kaufpreis. Das ist schnell verständlich, ignoriert aber Rückzahlungskurs, Stückzinsen, Kosten, Steuerannahme und Restlaufzeit. Als Nebenkennzahl ist sie nützlich, aber nicht als alleiniger Vergleich. Für Anleihen mit Kursen deutlich über oder unter 100 % ist die Rendite bis Fälligkeit die robustere Orientierung.
Wie berücksichtigt der Rechner Kosten und Steuern?
Orderkosten erhöhen das eingesetzte Kapital und senken dadurch Rendite und Nettogewinn. Die Steuerquote wird als vereinfachter Abschlag auf einen positiven Gesamtgewinn verwendet. Das hilft beim Vergleich verschiedener Szenarien, ersetzt aber keine Steuerberechnung im Depot. Freistellungsauftrag, Verlusttopf, Kirchensteuer, Quellensteuer und individuelle Regeln können das echte Ergebnis verändern.
Was sagt die Modified Duration im Ergebnis?
Die Modified Duration zeigt näherungsweise, wie empfindlich der Anleihewert auf Marktzinsschwankungen reagiert. Eine höhere Duration bedeutet, dass Kursänderungen bei Zinsbewegungen stärker ausfallen können. Diese Kennzahl macht das Zinsänderungsrisiko sichtbarer. Die Kennzahl sagt aber nichts darüber aus, ob der Emittent zuverlässig zahlt oder ob die Anleihe am Markt jederzeit gut handelbar ist.
Für welche Anleihen passt das Modell nicht?
Das Modell passt am besten zu einfachen Anleihen mit festen jährlichen Kupons und geplanter Haltung bis zur Fälligkeit. Für Floater, inflationsindexierte Anleihen, strukturierte Produkte, kündbare Anleihen, unterjährige Kupontermine oder geplante Verkäufe vor Fälligkeit ist es zu grob. Dann hängen Zahlungsstrom und Marktwert stärker von Detailbedingungen und aktuellen Marktdaten ab.
Wie nutze ich das Ergebnis für eine Kaufentscheidung?
Nutze das Ergebnis als Rechenbasis, nicht als Kaufempfehlung. Vergleiche mehrere Anleihen mit gleicher Währung, ähnlicher Restlaufzeit und vergleichbarer Bonität. Prüfe zusätzlich Emittentenrisiko, Rang der Anleihe, Liquidität, Kündigungsrechte, Währungsrisiko und Depotkosten. Eine rechnerisch hohe Rendite ist oft ein Hinweis auf ein höheres Risiko, nicht automatisch ein besseres Angebot.