Berechne deinen Kapitalbedarf aus Jahresausgaben, Portfolio und Entnahmerate. Inklusive erster Entnahme, Kapitallücke und deiner nötigen Liquiditätsreserve.
4-Prozent-Regel berechnen
Berechne Zielportfolio, erste Entnahme, Kapitallücke, Inflationsziel und Liquiditätsreserve.
Zielportfolio und Entnahme
Zeigt Kapitalbedarf, erste Entnahme, Kapitallücke und Szenarien für andere Entnahmeraten.
Gib Ausgaben, Portfolio, Entnahmerate, Inflation und Reserve ein.
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Wie berechnet der 4-Prozent-Regel-Rechner den Kapitalbedarf?
ƒKapitalbedarf aus Ausgaben und Entnahmerate
K=eA+R,R=12A⋅m,Kz=K⋅(1+i)n
Variablen
K
Zielkapital heute-Portfolio nach Entnahmeregel plus Liquiditätsreserve.
A
Jahresausgaben-Heutiger jährlicher Bedarf aus dem Portfolio.
e
Entnahmerate-Gewählte Anfangsentnahme als Dezimalzahl, z. B. 0,04.
R
Liquiditätsreserve-Monatsausgaben, die zusätzlich als Reserve geplant werden.
i
Inflationsannahme-Jährliche nominale Hochrechnung für zukünftige Zielwerte.
n
Betrachtungsdauer-Anzahl der Jahre bis zum Zielzeitpunkt.
Kapitalbedarf nach Entnahmerate
Die Tabelle nutzt die Standardausgaben von 48.000 € pro Jahr und 12 Monatsausgaben Reserve. Niedrigere Entnahmeraten brauchen deutlich mehr Kapital.
Entnahmerate
Portfolio nach Regel
Reserve
Zielkapital gesamt
Einordnung
3 %
1.600.000,00 €
48.000,00 €
1.648.000,00 €
konservativer als die Faustregel
3,5 %
1.371.428,57 €
48.000,00 €
1.419.428,57 €
konservativer als die Faustregel
4 %
1.200.000,00 €
48.000,00 €
1.248.000,00 €
klassischer Vergleichswert
4,5 %
1.066.666,67 €
48.000,00 €
1.114.666,67 €
aggressiver als die Faustregel
5 %
960.000,00 €
48.000,00 €
1.008.000,00 €
aggressiver als die Faustregel
Die 4-Prozent-Regel ist keine Garantie. Diese Faustregel stammt aus historischen Entnahmestudien und hängt stark von Marktphase, Kosten, Steuern und Laufzeit ab.
Inflation und nominaler Zielwert
Wenn das Ziel erst in einigen Jahren erreicht werden soll, steigt der nominale Kapitalbedarf mit der Inflationsannahme.
Inflation p. a.
Ausgaben nach 30 Jahren
Zielkapital nach 30 Jahren
Hinweis
0 %
48.000,00 €
1.248.000,00 €
nur reale Sicht ohne nominale Preissteigerung
2 %
86.945,36 €
2.260.579,26 €
nominale Zielgröße steigt mit der Annahme
3 %
116.508,60 €
3.029.223,56 €
nominale Zielgröße steigt mit der Annahme
4 %
155.683,08 €
4.047.760,09 €
nominale Zielgröße steigt mit der Annahme
Für heutige Kaufkraft ist der reale Kapitalbedarf wichtiger. Für Sparziele in Euro hilft zusätzlich der nominale Zielwert.
Was die Faustregel nicht automatisch abdeckt
Die wichtigsten Risiken liegen nicht in der Division durch 4 %, sondern in der Frage, ob die Annahmen zu deinem Zeitraum passen.
Prüfpunkt
Warum wichtig?
Mögliche Reaktion
Renditereihenfolge
Schwache Börsenjahre direkt am Anfang können Entnahmen deutlich riskanter machen.
Cash-Reserve, flexible Ausgaben oder niedrigere Startentnahme prüfen.
Zeitraum über 30 Jahre
Frühe finanzielle Freiheit braucht oft längere Entnahmephasen.
Entnahmerate eher konservativer wählen und regelmäßig neu rechnen.
Steuern und Kosten
Depotkosten, Produktkosten und Steuern mindern den tatsächlich nutzbaren Betrag.
Nettoentnahmen statt Bruttoentnahmen planen.
Inflation
Die klassische Regel erhöht Entnahmen jährlich um Inflation.
Realbedarf und nominales Ziel getrennt betrachten.
Der Rechner macht die Faustregel sichtbar. Eine persönliche Finanzplanung muss breiter prüfen.
Häufig gestellte Fragen zum 4-Prozent-Regel-Rechner
Was ist die 4-Prozent-Regel?
Die 4-Prozent-Regel ist eine Faustregel für Entnahmen aus einem Anlageportfolio. Vereinfacht gesagt wird im ersten Jahr 4 % des Startportfolios entnommen und der Betrag in den Folgejahren an die Inflation angepasst. Der Rechner nutzt diese Idee, aber behandelt sie ausdrücklich als Modell, nicht als Garantie.
Wie berechnet der Rechner den Kapitalbedarf?
Der Rechner teilt deine jährlichen Ausgaben durch die gewählte Entnahmerate. Bei 48.000 € Jahresausgaben und 4 % Entnahmerate ergibt das 1.200.000 € Portfolio. Wenn du zusätzlich eine Liquiditätsreserve planst, wird diese separat addiert, weil sie nicht Teil der schwankenden Entnahmebasis sein sollte.
Warum kann ich die Entnahmerate ändern?
4 % sind kein Naturgesetz. Wer einen längeren Zeitraum plant, sehr flexibel leben möchte oder hohe Sicherheitsanforderungen hat, rechnet oft niedriger. Wer kürzere Zeiträume oder andere Einnahmen hat, kann höhere Werte als Szenario testen. Der Rechner zeigt deshalb auch Vergleichswerte neben der Eingabe.
Warum enthält der Rechner eine Liquiditätsreserve?
Eine Reserve kann helfen, in schwachen Marktphasen nicht sofort Anteile verkaufen zu müssen. Dadurch steigt das Zielkapital, praktisch kann dieser Puffer aber wichtig sein. Wie groß die Reserve sein sollte, hängt von Ausgaben, Einkommen, Risikoprofil und persönlicher Belastbarkeit ab.
Was bedeutet der Inflationswert im Rechner?
Die Inflationsannahme dient hier zur nominalen Hochrechnung. Wenn du dein Ziel erst in 20 oder 30 Jahren erreichen möchtest, können dieselben heutigen Ausgaben nominal deutlich höher sein. Für die eigentliche Entnahmeregel ist trotzdem die reale Kaufkraft entscheidend.
Ist die 4-Prozent-Regel sicher?
Nein. Auch wenn historische Studien bestimmte Szenarien untersucht haben, bleibt die Zukunft unsicher. Besonders wichtig sind Renditereihenfolge, Bewertung der Märkte beim Start, Kosten, Steuern, Inflation, Lebenserwartung und die Frage, ob Ausgaben in Krisenjahren flexibel gesenkt werden können.
Warum ist ein Zeitraum über 30 Jahre kritischer?
Die bekannte Faustregel wird häufig mit einem 30-Jahres-Rahmen erklärt. Wer sehr früh finanzielle Freiheit plant, muss eventuell 40, 50 oder mehr Jahre überbrücken. Dann kann dieselbe Entnahmerate deutlich riskanter sein, weil mehr schlechte Marktphasen auftreten können.
Sollte ich mit Brutto- oder Nettoausgaben rechnen?
Für die Planung sind die Ausgaben relevant, die tatsächlich aus dem Portfolio gedeckt werden müssen. Steuern und Kosten sollten nicht vergessen werden. Wenn Kapitalerträge noch besteuert werden, kann der Brutto-Entnahmebetrag höher sein als der Betrag, der im Alltag ankommt.
Was sagt die Kapitallücke aus?
Die Kapitallücke ist die Differenz zwischen vorhandenem Portfolio und rechnerischem Zielkapital inklusive Reserve. Dieser Wert ist kein Urteil über deine Finanzplanung, sondern ein Modellwert. Besonders bei langen Zeiträumen sollte die Rechnung regelmäßig mit neuen Annahmen aktualisiert werden.
Wie oft sollte ich die Rechnung aktualisieren?
Sinnvoll ist eine Aktualisierung, wenn sich Ausgaben, Portfolio, Steuern, Lebenssituation oder Risikoprofil deutlich ändern. In der Entnahmephase ist eine jährliche Prüfung oft sinnvoller als eine starre Regel, weil Märkte und persönliche Ausgaben nicht konstant verlaufen.