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Entnahmeplan-Rechner

Berechne deinen Entnahmeplan: Wie lange reicht dein Kapital bei regelmäßiger Entnahme? Mit Verzinsung

Entnahmeplan

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Wie berechne ich das?

ƒEntnahmeplan (Auszahlplan)

E=K⋅r⋅(1+r)n(1+r)n−1E = K \cdot \frac{r \cdot (1+r)^n}{(1+r)^n - 1}E=K⋅(1+r)n−1r⋅(1+r)n​

Variablen

EEE
Monatliche Auszahlung-Regelmäßige Entnahme
KKK
Anfangskapital-Zu verzehrendes Vermögen
rrr
Monatszins-Erwartete Verzinsung
nnn
Monate-Auszahlungsdauer

FIRE-Zielkapital nach Ausgaben

4 %-Entnahmeregel für finanzielle Freiheit
Monatl. AusgabenJährlichFIRE-Zahl (25x)15 J. (15 %)
1.50018.000450.0001.200
2.00024.000600.0001.600
2.50030.000750.0002.000
3.00036.000900.0002.400
4.00048.0001.200.0003.200
5.00060.0001.500.0004.000

4 %-Regel: Jährlich 4 % entnehmen bei 7 % Rendite und 3 % Inflation

Zinseszins-Wachstum

10.000 € Startkapital bei verschiedenen Zinssätzen
Jahre3 %5 %7 %10 %
511.59312.76314.02616.105
1013.43916.28919.67225.937
1515.58020.78927.59041.772
2018.06126.53338.69767.275
2520.93833.86454.274108.347
3024.27343.21976.123174.494

Zeigt die Kraft des Zinseszinseffekts über lange Zeiträume

Häufig gestellte Fragen zum Entnahmeplan-Rechner

Was ist ein Entnahmeplan?
Ein Entnahmeplan ist eine Strategie zur regelmäßigen Entnahme aus einem Kapitalstock (z. B. ETF-Depot, Lebensversicherung). Im Gegensatz zur Rente auf Lebenszeit ist das Kapital irgendwann aufgebraucht - außer bei der ewigen Rente, die nur die Erträge entnimmt.
Wie berechnet man die mögliche Entnahme?
Vereinfacht: Kapital × Entnahmerate = jährliche Entnahme. Bei 4 %-Regel: 500.000 € × 4 % = 20.000 €/Jahr. Genauer: Die Formel berücksichtigt erwartete Rendite, Inflation und gewünschte Laufzeit.
Was ist die 4 %-Regel?
Die Trinity-Studie (1998) ergab: Bei 4 % Entnahme pro Jahr hält ein 50/50-Aktien-Anleihen-Portfolio mit 95 % Wahrscheinlichkeit 30 Jahre. Heute oft konservativer: 3-3,5 % wegen niedrigerer erwarteter Renditen.
Wie wirkt sich die Rendite auf die Entnahme aus?
Höhere Rendite ermöglicht höhere Entnahme oder längere Laufzeit. Bei 0 % Rendite reicht 100.000 € für 25 Jahre à 333 €/Monat. Bei 5 % Rendite kann man 583 €/Monat entnehmen oder 46 Jahre lang 333 €.
Sollte ich Kapitalverzehr oder ewige Rente wählen?
Kapitalverzehr: Höhere monatliche Entnahme, aber das Kapital ist irgendwann weg. Ewige Rente: Nur Erträge entnehmen, Kapital bleibt erhalten (für Erben). Kompromiss: Teilverzehr mit Restkapitalziel.
Wie beeinflusst die Inflation den Entnahmeplan?
Die Inflation reduziert die Kaufkraft der Entnahme. 1.000 € heute entsprechen bei 2 % Inflation in 20 Jahren nur 672 € Kaufkraft. Lösung: Entnahme jährlich um Inflation erhöhen oder höheren Betrag einplanen.
Was ist das Sequence-of-Returns-Risiko?
Schlechte Renditen zu Beginn der Entnahmephase schaden mehr als später. Ein Crash kurz nach Renteneintritt reduziert das Kapital, während gleichzeitig entnommen wird. Lösung: Cash-Puffer für 2-3 Jahre, um nicht im Tief verkaufen zu müssen.
Wie hoch sollte mein Kapital für die Rente sein?
Faustregel bei 4 % Entnahme: Gewünschte Jahresausgaben × 25 = benötigtes Kapital. Für 2.000 €/Monat (24.000 €/Jahr) brauchst du 600.000 €. Bei 3 % Entnahme: × 33 = 800.000 €.
Muss ich Steuern auf Entnahmen zahlen?
Ja, Kapitalerträge unterliegen grundsätzlich der Abgeltungsteuer. Bei ETF-Entnahmen wird nur der Gewinnanteil besteuert, Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag können die Steuer mindern. Bei privaten Renten- oder Lebensversicherungen hängt die Besteuerung von Vertragsbeginn, Laufzeit, Alter bei Auszahlung und Auszahlungsform ab. Für bestimmte Alt- und Neuverträge kann nur die Hälfte des Ertrags steuerpflichtig sein.
Welche Anlagestrategie ist für Entnahmen geeignet?
Empfohlen: Mischung aus Aktien (Wachstum), Anleihen (Stabilität) und Cash (für schlechte Zeiten). Typisch: 60/30/10 oder gleitender Übergang. Weniger Aktien als in der Ansparphase, um Schwankungen abzufedern.
Welche Eingaben braucht der Entnahmeplan-Rechner?
Benötigt werden Startkapital, gewünschte Entnahme, Entnahmeintervall, Renditeannahme, Inflation, Kosten, Steuern, Sicherheitsreserve und Restkapitalziel. Wenn Entnahmen steigen sollen, muss der Rechner nominale Entnahmen und kaufkraftbereinigte Entnahmen getrennt darstellen.
Warum ist die Reihenfolge der Renditen in der Entnahmephase so wichtig?
In der Entnahmephase kann ein früher Börsenrückgang besonders schädlich sein, weil gleichzeitig Kapital entnommen wird. Dann bleibt weniger Vermögen übrig, das sich später erholen kann. Ein guter Entnahmeplan prüft deshalb auch schlechte Startjahre, Cash-Puffer und flexible Entnahmen.