Berechne deine Lohnsteuer-Rückerstattung aus dem Bruttoarbeitslohn und der einbehaltenen Lohnsteuer. Inklusive Werbungskosten, Sonderausgaben und Soli.
Einbehaltene Lohnsteuer, Abzüge und Rückerstattung
Prüfe eine mögliche Lohnsteuer-Rückerstattung aus Jahresbrutto, einbehaltener Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer, Werbungskosten und Steuerermäßigungen.
Erstattung, Nachzahlung und Steuerbasis
Vergleich aus bereits gezahlter Steuer, modellierter Jahressteuer und Abzügen
Gib Werte aus Lohnsteuerbescheinigung, Belegen und Steuerkonto ein.
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Wie schätzt der Lohnsteuer-Rückerstattung-Rechner den Betrag?
ƒRückerstattung aus Lohnsteuerabzug und Jahressteuer
R=max((L+Sgez+Kgez+V+A)−(ESt−G+Sneu+Kneu),0)
Variablen
L
Lohnsteuerabzug-Einbehaltene Lohnsteuer aus der Lohnsteuerbescheinigung. Dieser Betrag ist die zentrale Zahlung, die mit der endgültigen Steuer verrechnet wird.
ESt
Einkommensteuer nach Tarif-Tarifliche Einkommensteuer nach § 32a EStG auf das zu versteuernde Einkommen des ausgewählten Steuerjahres.
G
Direkte Steuerermäßigungen-Minderung der tariflichen Steuer, vor allem für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen nach § 35a EStG.
S
Solidaritätszuschlag-Bereits abgeführter und neu berechneter Solidaritätszuschlag. Die Rückerstattung hängt vom Saldo beider Werte ab.
K
Kirchensteuer-Bereits einbehaltene und neu berechnete Kirchensteuer nach dem gewählten Bundesland.
Praxisszenarien für Rückerstattung und Nachzahlung
Die Szenarien zeigen, warum zwei Personen mit ähnlichem Bruttolohn sehr unterschiedliche Rückerstattungen erhalten können.
Fall
Brutto
Kostenabzug
Steuerabzug
Jahressteuer
Saldo
Grund
Pendeln plus Homeoffice
54.000 €
3.690 €
11.100 €
9.040 €
2.060 € Rückerstattung
Die beruflichen Kosten liegen deutlich über dem Pauschbetrag.
Ehepaar mit haushaltsnahen Arbeitskosten
88.000 €
3.980 €
15.800 €
11.152 €
4.648 € Rückerstattung
Abzüge und direkte Steuerermäßigungen wirken zusammen.
Nebenverdienst ohne passende Vorauszahlung
47.000 €
1.410 €
6.700 €
10.474 €
3.774 € Nachzahlung
Der Lohnsteuerabzug deckt die zusätzlichen Einkünfte nicht ab.
Kirchensteuer und Spenden
64.000 €
3.070 €
14.930 €
12.938 €
1.992 € Rückerstattung
Gezahlte Kirchensteuer und weitere Sonderausgaben senken das Einkommen.
Die Praxisszenarien sind Näherungen. Ein Steuerbescheid kann zusätzliche Sachverhalte berücksichtigen, etwa Kinderfreibeträge, Lohnersatzleistungen, Kapitalerträge, Verlustverrechnung oder Bescheidkorrekturen.
Häufig gestellte Fragen zum Lohnsteuer-Rückerstattung-Rechner
Was bedeutet Lohnsteuer-Rückerstattung genau?
Eine Lohnsteuer-Rückerstattung ist der Betrag, der nach der Steuererklärung zurückkommt, wenn im laufenden Jahr zu viel Steuer vom Arbeitslohn einbehalten wurde. Der Rechner vergleicht deshalb die bereits abgeführte Lohnsteuer mit der endgültigen Jahressteuer nach Abzügen, Steuerermäßigungen, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
Warum reicht das Jahresbrutto nicht für eine gute Schätzung?
Das Jahresbrutto ist nur der Startpunkt. Für die Rückerstattung sind die einbehaltene Lohnsteuer, berufliche Kosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen, Steuerermäßigungen und mögliche zusätzliche Einkünfte genauso wichtig. Zwei Personen mit gleichem Brutto können deshalb sehr unterschiedliche Ergebnisse bekommen.
Welche Felder kommen direkt aus der Lohnsteuerbescheinigung?
Aus der Lohnsteuerbescheinigung übernimmst du den Bruttoarbeitslohn, die einbehaltene Lohnsteuer, den einbehaltenen Solidaritätszuschlag und die einbehaltene Kirchensteuer. Entscheidend sind Jahreswerte. Wenn mehrere Bescheinigungen vorhanden sind, sollten die Werte für das gleiche Steuerjahr vollständig zusammengeführt werden.
Warum kann die Rückerstattung trotz hoher Werbungskosten klein sein?
Hohe Werbungskosten helfen nur, wenn sie die festgesetzte Jahressteuer tatsächlich senken und bereits genug Lohnsteuer gezahlt wurde. Wenn der Lohnsteuerabzug schon niedrig war, zusätzliche Einkünfte vorliegen oder Abzüge im Modell kaum über dem Pauschbetrag liegen, bleibt die Rückerstattung entsprechend klein.
Wie berücksichtigt der Rechner den Arbeitnehmer-Pauschbetrag?
Der Rechner vergleicht die tatsächlichen beruflichen Kosten mit dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag. Liegen Fahrtkosten, Homeoffice und weitere Werbungskosten darunter, wird der Pauschbetrag angesetzt. Liegen sie darüber, nutzt der Rechner die höheren tatsächlichen Kosten und senkt damit das zu versteuernde Einkommen stärker.
Welche Rolle spielen Homeoffice-Tage?
Homeoffice-Tage werden über die gesetzliche Pauschale in den beruflichen Kostenblock eingerechnet und bis zum Höchstbetrag begrenzt. Der Rechner trennt diese Eingabe von der Entfernungspauschale, damit Arbeitstage im Büro und Tage zu Hause nicht versehentlich doppelt berücksichtigt werden.
Was passiert mit Soli und Kirchensteuer bei der Rückerstattung?
Bereits einbehaltener Solidaritätszuschlag und einbehaltene Kirchensteuer erhöhen die gezahlten Steuerbeträge. Danach berechnet das Modell neue Werte aus der festgesetzten Einkommensteuer. Eine Rückerstattung kann deshalb auch aus zu viel abgeführtem Soli oder zu viel einbehaltener Kirchensteuer entstehen.
Wie wirken Sonderausgaben und Vorsorgeaufwendungen?
Sonderausgaben und Vorsorgeaufwendungen senken das zu versteuernde Einkommen. Dazu zählen im Modell unter anderem Versicherungsbeiträge, Spenden und gezahlte Kirchensteuer. Die Wirkung ist indirekt, weil erst das Einkommen sinkt und daraus anschließend eine niedrigere Jahressteuer berechnet wird.
Wie wirken Handwerkerleistungen im Rechner?
Handwerkerleistungen wirken als Steuerermäßigung und mindern die Einkommensteuer direkt. Wichtig ist, dass nur der Arbeitskostenanteil zählt. Material gehört nicht hinein. Der Rechner begrenzt den begünstigten Betrag und zeigt damit, ob diese Kosten die Rückerstattung tatsächlich erhöhen.
Warum kann der Rechner eine Nachzahlung statt einer Rückerstattung anzeigen?
Eine Nachzahlung entsteht, wenn die endgültige Jahressteuer höher ist als Lohnsteuerabzug, Soli, Kirchensteuer, Vorauszahlungen und sonstige Anrechnungen zusammen. Häufige Gründe sind zusätzliche Einkünfte, zu geringe Vorauszahlungen, Progressionsvorbehalt oder Abzüge, die später nicht anerkannt werden.
Was ändert sich bei Zusammenveranlagung?
Bei Zusammenveranlagung werden die Einkommen beider Personen gemeinsam betrachtet und der Splittingtarif angewendet. Der Rechner addiert die Arbeitslöhne, berücksichtigt aber die Eingaben beider Personen über eine gemeinsame Jahressteuer. Gerade bei stark unterschiedlichen Einkommen kann das die Rückerstattung deutlich verändern.
Wie prüfe ich das Ergebnis vor der Abgabe?
Vergleiche die Eingaben mit Lohnsteuerbescheinigung, Belegen und Vorauszahlungsbescheiden. Prüfe besonders Jahreswerte statt Monatswerte, doppelte Fahrtkosten, das richtige Bundesland für Kirchensteuer, den Arbeitskostenanteil bei Handwerkerrechnungen und zusätzliche Einkünfte, die nicht in der Lohnabrechnung enthalten waren.