Berechne deine Einkommensteuer-Rückerstattung oder Nachzahlung aus Lohnsteuer und Soli. Inklusive Werbungskosten, Sonderausgaben und Steuerermäßigungen.
Lohnsteuerbescheinigung, Abzüge und Ermäßigungen
Vergleiche gezahlte Steuer mit der modellierten Jahressteuer nach Einkommen, Abzügen, Splitting und Steuerermäßigungen.
Erstattung, Nachzahlung und Steuerbasis
Vergleich aus bereits gezahlter Steuer, modellierter Jahressteuer und Abzügen
Gib Werte aus Lohnsteuerbescheinigung, Belegen und Steuerkonto ein.
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Wie wird die Einkommensteuer-Rückerstattung berechnet?
ƒErstattung oder Nachzahlung aus Steuervergleich
T=max(ESt(zvE)−G,0)+S+K,E=max(Z−T,0)
Variablen
Z
Bereits gezahlte Steuer-Summe aus einbehaltener Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Vorauszahlungen und weiteren Anrechnungen.
zvE
Zu versteuerndes Einkommen-Arbeitslohn und weitere steuerpflichtige Einkünfte nach Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen und außergewöhnlichen Belastungen.
G
Steuerermäßigungen-Direkte Minderung der Einkommensteuer, vor allem aus haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen.
S
Solidaritätszuschlag-Zuschlag auf die Einkommensteuer nach der im Modell berechneten Bemessungsgrundlage.
K
Kirchensteuer-Kirchensteuer auf Basis des gewählten Bundeslands, falls Kirchensteuer berücksichtigt werden soll.
Beispielrechnungen für Einkommensteuer-Rückerstattung und Nachzahlung
Die Beispiele zeigen typische Steuererklärungsfälle mit Lohnsteuer, Werbungskosten, Steuerermäßigungen und zusätzlichen Einkünften.
Fall
Einkommen
zvE im Modell
Gezahlt
Festgesetzt
Ergebnis
Arbeitnehmer mit höheren Werbungskosten
52.000 €
43.920 €
10.500 €
8.477 €
2.023 € Erstattung
Zusammenveranlagung mit Handwerkerleistungen
82.000 €
69.160 €
14.500 €
9.348 €
5.152 € Erstattung
Nebeneinkünfte mit zu wenig Lohnsteuer
55.000 €
49.570 €
6.500 €
10.397 €
3.897 € Nachzahlung
Kirchensteuer mit Sonderausgabenabzug
62.000 €
52.860 €
14.320 €
12.607 €
1.713 € Erstattung
Modellwerte mit Einkommensteuertarif, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Der Steuerbescheid kann wegen Kinderfreibetrag, Progressionsvorbehalt, Kapitalerträgen oder nicht anerkannter Belege abweichen.
Welche Werte du für die Berechnung aus Bescheiden und Belegen übernimmst
Je näher die Eingaben an Lohnsteuerbescheinigung, Steuerprogramm und Belegen liegen, desto brauchbarer ist der Vergleich mit dem späteren Steuerbescheid.
Wert
Quelle
Hinweis für die Eingabe
Bruttoarbeitslohn
Elektronische Lohnsteuerbescheinigung.
Jahreswert übernehmen, bei Zusammenveranlagung für beide Personen getrennt.
Einbehaltene Lohnsteuer, Soli und Kirchensteuer
Lohnsteuerbescheinigung oder Steuerkonto.
Diese Beträge sind die bereits gezahlte Steuer und entscheiden direkt über Erstattung oder Nachzahlung.
Werbungskosten
Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Fortbildung, Homeoffice und weitere berufliche Kosten.
Der Rechner vergleicht deine tatsächlichen Werte mit dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag.
Sonderausgaben und Vorsorgeaufwendungen
Versicherungsnachweise, Spendenbescheinigungen und gezahlte Kirchensteuer.
Kirchensteuer wird im Modell als gezahlte Steuer und als Sonderausgabe berücksichtigt.
Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerker
Rechnungen mit ausgewiesenem Arbeitslohn und unbarer Zahlung.
Für § 35a EStG zählt nur der begünstigte Arbeitskostenanteil, nicht das Material.
Vorauszahlungen und weitere Anrechnungen
Vorauszahlungsbescheid, Steuerkonto oder Vorjahresbescheid.
Diese Werte erhöhen die bereits gezahlte Steuer und können die Erstattung deutlich verändern.
§ 32a EStG regelt den Einkommensteuertarif. Beim Solidaritätszuschlag berücksichtigt das Modell die verdoppelte Freigrenze für Zusammenveranlagung. § 35a EStG begrenzt haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen auf 20 % der begünstigten Arbeitskosten.
Häufig gestellte Fragen zum Rückerstattung Einkommensteuer Rechner
Wann entsteht eine Einkommensteuer-Rückerstattung?
Eine Rückerstattung entsteht, wenn im Laufe des Jahres mehr Steuer einbehalten oder vorausgezahlt wurde, als nach der Steuererklärung endgültig festgesetzt wird. Der Rechner vergleicht deshalb nicht nur das Einkommen, sondern vor allem die bereits gezahlten Steuerbeträge mit der neu modellierten Jahressteuer.
Warum fragt der Rechner nach einbehaltener Lohnsteuer?
Die einbehaltene Lohnsteuer ist der wichtigste Gegenwert zur späteren festgesetzten Einkommensteuer. Ohne diese Zahlung gibt es selbst bei hohen abziehbaren Kosten meist keine Auszahlung, sondern höchstens eine niedrigere Steuerlast. Deshalb ist der Wert aus der Lohnsteuerbescheinigung genauer als eine Schätzung aus dem Brutto.
Soll ich die Steuerklasse eintragen?
Für die endgültige Einkommensteuer ist nicht die Steuerklasse der Kernpunkt, sondern das zu versteuernde Einkommen und die Veranlagungsart. Die Steuerklasse beeinflusst vor allem den monatlichen Lohnsteuerabzug. Für die Erstattung ist entscheidend, ob der Jahresabzug im Verhältnis zur festgesetzten Steuer zu hoch war.
Wie trage ich Werbungskosten richtig ein?
Trage nur Kosten ein, die beruflich veranlasst sind und nicht bereits erstattet wurden. Fahrtkosten, Homeoffice und weitere Werbungskosten werden getrennt abgefragt, damit du die wichtigsten Blöcke nicht doppelt einträgst. Wenn deine tatsächlichen Kosten unter dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegen, nutzt der Rechner automatisch den Pauschbetrag.
Warum sind Homeoffice und Pendlerpauschale eigene Felder?
Beide Werte folgen eigenen Regeln und werden in Steuererklärungen oft getrennt ermittelt. Die Homeoffice-Pauschale hängt an den Tagen zu Hause, die Entfernungspauschale an Arbeitstagen und Strecke. Getrennte Eingaben machen sichtbarer, welcher Teil der Werbungskosten wirklich über den Pauschbetrag hinausgeht.
Was passiert mit gezahlter Kirchensteuer?
Gezahlte Kirchensteuer wirkt im Rechner doppelt sichtbar. Sie zählt zuerst zu den bereits gezahlten Steuerbeträgen und wird zusätzlich als Sonderausgabe angesetzt. Die neue Kirchensteuer wird dann mit dem Satz des ausgewählten Bundeslands modelliert, also in Baden-Württemberg und Bayern mit 8 %, in den übrigen Bundesländern mit 9 %.
Wie wirken haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen?
Diese Kosten mindern nicht das zu versteuernde Einkommen, sondern direkt die Einkommensteuer. Entscheidend ist der Arbeitskostenanteil der Rechnung und die unbare Zahlung. Materialkosten gehören nicht in diese Felder, weil sie bei der Steuerermäßigung nach § 35a EStG nicht begünstigt sind.
Kann der Rechner auch eine Nachzahlung anzeigen?
Ja. Eine Nachzahlung erscheint, wenn die modellierte Jahressteuer höher ist als die bereits gezahlten Beträge. Das passiert häufig bei zusätzlichen Einkünften, zu niedrigen Vorauszahlungen, Lohnersatzleistungen mit Progressionsvorbehalt oder wenn Abzüge im Steuerbescheid geringer ausfallen als erwartet.
Warum kann der Steuerbescheid vom Rechner abweichen?
Der Steuerbescheid verarbeitet mehr Details als dieses Modell, etwa Kinderfreibeträge, außergewöhnliche Belastungen mit zumutbarer Eigenbelastung, Kapitalerträge, Progressionsvorbehalt, Verlustverrechnung und individuelle Bescheidkorrekturen. Der Rechner ist deshalb ein Plausibilitätscheck, kein Ersatz für ELSTER, Steuerprogramm oder Beratung.
Welche Werte sollte ich aus der Lohnsteuerbescheinigung übernehmen?
Übernimm den Bruttoarbeitslohn sowie die einbehaltene Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer als Jahreswerte. Bei Zusammenveranlagung gehören die Arbeitslöhne beider Personen getrennt in die Eingabe, während gezahlte Steuern und Vorauszahlungen im Rechner als gemeinsame Anrechnung erfasst werden.
Wie gehe ich mit Vorauszahlungen um?
Einkommensteuer-Vorauszahlungen gehören zu den bereits geleisteten Steuerzahlungen. Sie senken eine Nachzahlung oder erhöhen eine Erstattung, wenn sie höher waren als am Ende nötig. Trage nur Zahlungen für das ausgewählte Steuerjahr ein, nicht Vorauszahlungen für spätere Jahre.
Wann reicht dieser Rechner nicht mehr aus?
Der Rechner wird ungenau, wenn mehrere Einkunftsarten, Auslandsbezug, Vermietungsverluste, Abfindungen, Kapitalerträge, Kinderfreibeträge, Kirchensteuerkappung oder komplexe außergewöhnliche Belastungen eine große Rolle spielen. In solchen Fällen sollte der Rechner nur zeigen, welche Größen die Erstattung treiben.