Berechne deine Hilfe-zur-Pflege-Deckungslücke aus Pflegekosten und Einkommen. Inklusive Pflegegrad, Eigenbedarf und Hinweis zum geschützten Schonvermögen.
Pflegekosten, Pflegekasse und Eigenmittel
Berechne die monatliche Deckungslücke für eine Hilfe-zur-Pflege-Vorprüfung.
Monatliche Deckungslücke
Pflegekosten, Pflegekasse, weitere Leistungen, Einkommen und mögliche Sozialhilfe
Gib Pflegekosten, Pflegegrad, Leistungen und Einkommen ein.
Ähnliche Rechner
Weitere Rechner aus der Kategorie "Lohn, Arbeit & Soziales"
Wie berechnet der Hilfe-zur-Pflege-Rechner die Deckungslücke?
ƒHilfe zur Pflege als ungedeckter Pflegebedarf
H=K−P−W−E
Variablen
K
Pflegekosten-Monatlich notwendige und voraussichtlich angemessene Pflegekosten aus Heimvertrag, Pflegedienst oder Rechnung.
P
Pflegekasse-Automatisch über Pflegegrad und Pflegeform ermittelte oder manuell eingetragene Leistung der Pflegekasse.
W
weitere Leistungen-Weitere Kostenträger, Erstattungen oder Unterhaltszahlungen, die die Pflegekosten im Monat mindern.
E
einsetzbares Einkommen-Monatliches Einkommen oberhalb des eingetragenen geschützten Monatsbetrags.
Pflegekassenleistungen 2026 im Rechner
Der Rechner kann je nach Pflegeform automatisch den passenden Monatsbetrag der Pflegeversicherung übernehmen. Wenn der Bescheid abweicht, nutze die manuelle Eingabe.
Pflegegrad
Pflegegeld
Pflegesachleistung
Vollstationär
PG 1
0 €
0 €
131 €
PG 2
347 €
796 €
805 €
PG 3
599 €
1497 €
1319 €
PG 4
800 €
1859 €
1855 €
PG 5
990 €
2299 €
2096 €
Quelle. BMG Pflegeleistungen im Überblick. BMG, Stand Januar und März 2026. Entlastungsbetrag zusätzlich: 131 € monatlich.
Häufig gestellte Fragen zum Hilfe-zur-Pflege-Rechner
Was berechnet der Hilfe-zur-Pflege-Rechner konkret?
Der Rechner zeigt eine monatliche Deckungslücke. Er nimmt die notwendigen Pflegekosten, zieht Leistungen der Pflegekasse und andere Kostenträger ab und prüft dann, welcher Teil durch einsetzbares Einkommen gedeckt werden kann. Das Ergebnis ist keine Bewilligung, sondern eine Vorprüfung für Antrag, Beratung oder Bescheidkontrolle.
Warum wird Vermögen nicht monatlich vom Bedarf abgezogen?
Vermögen ist keine monatliche Einnahme. Der Sozialhilfeträger prüft zuerst, ob Vermögen verwertbar ist und ob Schonvermögen oder geschützte Vermögensarten greifen. Deshalb zeigt der Rechner Vermögen als Risiko für die Bewilligung, statt es pauschal auf eine Monatslücke zu verteilen. Das ist fachlich sauberer als eine scheinbar exakte Monatsrechnung.
Welche Pflegekassenleistung nutzt der Rechner automatisch?
Bei automatischer Berechnung richtet sich der Betrag nach Pflegegrad und Pflegeform. Für ein Pflegeheim nutzt der Rechner den vollstationären Monatsbetrag, beim ambulanten Pflegedienst die Pflegesachleistung und bei häuslicher Pflege durch Angehörige das Pflegegeld. Wenn dein Bescheid anders rechnet, kannst du die Leistung manuell eintragen.
Was bedeutet geschützter Monatsbetrag beim Einkommen?
Der geschützte Monatsbetrag ist der Teil des Einkommens, der im Modell nicht für Pflegekosten eingesetzt wird. Er ersetzt keine amtliche Einkommensbereinigung. Je nach Pflegeform, Haushalt, Ehepartner, Unterkunft, Barbetrag, Versicherungen und Abzügen kann der echte Betrag anders sein. Die Eingabe macht die Rechnung transparent, ohne eine falsche Pauschale zu behaupten.
Wann ist Hilfe zur Pflege überhaupt relevant?
Relevant wird sie, wenn notwendige Pflegekosten nicht durch Pflegeversicherung, eigenes einsetzbares Einkommen, Vermögen oder andere Ansprüche gedeckt werden. Typisch sind hohe Heimkosten, umfangreiche ambulante Pflege, fehlender Pflegeversicherungsschutz oder Pflegebedarf, der nicht vollständig durch die gedeckelten Leistungen der Pflegeversicherung finanziert wird.
Was ist bei Pflegeheimkosten besonders wichtig?
Im Heim bestehen die Kosten nicht nur aus dem pflegebedingten Eigenanteil. Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten, Ausbildungsumlage und ein Barbetrag können ebenfalls relevant sein. Der Rechner arbeitet mit einem Monatsgesamtwert. Für den Antrag solltest du die einzelnen Kostenpositionen aus Heimvertrag oder Rechnung trotzdem getrennt bereithalten.
Müssen Kinder für Pflegekosten der Eltern zahlen?
Elternunterhalt kann relevant werden, ist aber seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz deutlich begrenzt. Praktisch wird vor allem bei hohem Jahreseinkommen des Kindes geprüft. Der Rechner zieht Unterhalt deshalb nicht automatisch ab. Wenn tatsächlich Unterhalt gezahlt wird oder ein anderer Kostenträger leistet, gehört dieser Betrag in die weiteren monatlichen Leistungen.
Warum kann der Sozialhilfeträger anders entscheiden?
Der Träger prüft die Angemessenheit der Pflegekosten, vorrangige Ansprüche, Einkommen, Vermögen, Haushaltskontext, Unterhalt und Nachweise. Schon ein anderer Pflegegrad, eine geänderte Heimrechnung oder ein nicht berücksichtigter Kostenträger kann das Ergebnis verschieben. Der Rechner macht die Rechenlogik sichtbar, ersetzt aber keine Sozialhilfeprüfung.
Wann sollte der Antrag gestellt werden?
Der Antrag sollte nicht warten, bis Rückstände entstehen. Sozialhilfe setzt regelmäßig voraus, dass der Sozialhilfeträger vom Bedarf weiß. Wenn absehbar ist, dass Pflegekosten nicht gedeckt sind, ist frühe Kontaktaufnahme sinnvoll. Fehlende Unterlagen lassen sich meist nachreichen, aber ein zu später Antrag kann Leistungsmonate kosten.
Welche Unterlagen brauche ich für eine gute Vorprüfung?
Hilfreich sind Pflegegradbescheid, Heim- oder Pflegedienstvertrag, aktuelle Rechnungen, Leistungsbescheid der Pflegekasse, Rentenbescheide, Kontoauszüge, Nachweise über Vermögen, Versicherungen, Beihilfe, Krankenversicherung, Unterhalt und laufende Wohnkosten. Je genauer diese Werte sind, desto weniger muss die Vorprüfung schätzen.