Berechne die Grundsicherung für Arbeitsuchende als Vorprüfung aus Regelbedarf, Unterkunft und Heizung. Inklusive Mehrbedarf, Einkommen und Vermögenshinweis.
Bedarfsgemeinschaft, Einkommen und Unterkunft
Berechne eine Vorprüfung zur Grundsicherung für Arbeitsuchende mit Regelbedarf, KdU, Mehrbedarf und Einkommensanrechnung.
Vorläufiger Grundsicherungs-Anspruch
Bedarf, Einkommensanrechnung, Freibetrag und Hinweise zur Einzelfallprüfung
Gib Bedarfsgemeinschaft, Unterkunft und Einkommen ein.
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Wie berechnet der Grundsicherung-Rechner den vorläufigen Anspruch?
ƒGrundsicherung als Bedarfssaldo
A=R+K+H+M−E
Variablen
R
Regelbedarf-Summe der Regelbedarfsstufen für Erwachsene und minderjährige Kinder in der Bedarfsgemeinschaft.
K
Unterkunft-Eingetragene Bruttokaltmiete oder anerkannte Unterkunftskosten ohne Heizkosten.
M
Mehrbedarfe-Automatisch berechnete Mehrbedarfe für Alleinerziehende und Schwangerschaft plus manuelle Mehrbedarfe.
E
anrechenbares Einkommen-Netto-Erwerbseinkommen nach Erwerbsfreibetrag plus sonstiges monatliches Einkommen.
Regelbedarf in der Grundsicherung 2026
Der Rechner nutzt die Regelbedarfsstufen für die Grundsicherung für Arbeitsuchende und Sozialhilfe. Die Wohnkosten kommen separat hinzu und werden örtlich geprüft.
Person in der Bedarfsgemeinschaft
Monatlicher Regelbedarf
Nutzung im Rechner
alleinstehend oder alleinerziehend
563 €
Basiswert für eine erwachsene Person ohne Partner
volljährige Partner
je 506 €
Paarhaushalt mit zwei erwachsenen Partnern
Erwachsene ohne eigenen Haushalt, 18-24 Jahre
451 €
als Referenzwert aufgeführt, nicht als eigene Eingabe modelliert
Kinder und Jugendliche 14-17 Jahre
471 €
pro eingetragenem Kind in dieser Altersgruppe
Kinder 6-13 Jahre
390 €
pro eingetragenem Kind in dieser Altersgruppe
Kinder 0-5 Jahre
357 €
pro eingetragenem Kind in dieser Altersgruppe
Quellen. BMAS, Leistungen und Bedarfe der Grundsicherung ab 01.01.2026. Bundesagentur für Arbeit, Hinweise zur Grundsicherung für Arbeitsuchende.
Wie Einkommen im Modell behandelt wird
Der Rechner trennt Brutto-Erwerbseinkommen, Netto-Erwerbseinkommen und sonstige Einnahmen. So bleibt sichtbar, welcher Teil nur für den Freibetrag gebraucht wird.
Eingabe oder Rechenschritt
Behandlung im Rechner
Grenze
Brutto-Erwerbseinkommen
Basis für den gestaffelten Erwerbsfreibetrag
100 €, 520 €, 1.000 €, 1.200 € oder 1.500 € mit minderjährigem Kind
Netto-Erwerbseinkommen
vom Netto wird der errechnete Freibetrag abgezogen
weitere Absetzbeträge bleiben Einzelfallprüfung
sonstiges Einkommen
wird im Modell vollständig angerechnet
Kindergeld, Unterhalt, Rente oder andere Zuflüsse müssen sauber zugeordnet werden
Vermögen
wird als Warnhinweis geführt, nicht in Euro verrechnet
Schonvermögen und Verwertbarkeit hängen von der Bedarfsgemeinschaft ab
Quelle. Bundesagentur für Arbeit, Hinweise zur Grundsicherung für Arbeitsuchende, Kapitel Einkommen und Vermögen.
Häufig gestellte Fragen zum Grundsicherung-Rechner
Was berechnet der Grundsicherung-Rechner konkret?
Der Rechner bildet eine Vorprüfung für die Grundsicherung für Arbeitsuchende, die bis 30.06.2026 Bürgergeld hieß. Er addiert Regelbedarf, Unterkunft, Heizung und Mehrbedarfe und zieht anrechenbares Einkommen ab. Das Ergebnis ist kein Bescheid, sondern ein strukturierter Bedarfssaldo. Er hilft dir vor allem dabei, die richtigen Werte für den Antrag oder für eine eigene Plausibilitätsprüfung zusammenzutragen.
Warum fragt der Rechner Brutto und Netto beim Erwerbseinkommen ab?
Der Erwerbsfreibetrag richtet sich nach dem Bruttoeinkommen. Abgezogen wird der Freibetrag aber vom Einkommen, das nach Steuern und Sozialabgaben tatsächlich in die Anrechnung geht. Deshalb braucht der Rechner beide Werte. Wenn du nur das Brutto einträgst, wäre das Ergebnis zu grob. Wenn du nur das Netto einträgst, fehlt die Grundlage für den gestaffelten Freibetrag.
Welche Regelbedarfe gelten im Rechner?
Der Rechner nutzt die Regelbedarfsstufen für 2026. Alleinstehende und Alleinerziehende werden mit 563 € angesetzt, Partner mit jeweils 506 €. Für Kinder unterscheidet der Rechner drei Altersgruppen. 0 bis 5 Jahre, 6 bis 13 Jahre und 14 bis 17 Jahre. Diese Trennung ist wichtig, weil jede Altersgruppe einen eigenen Monatsbetrag hat.
Was passiert mit den Kosten der Unterkunft?
Du trägst Unterkunftskosten und Heizkosten als Monatswerte ein. Der Rechner nimmt diese Beträge in den Bedarf auf, prüft aber nicht die örtliche Angemessenheit. Genau dort entstehen in der Praxis viele Abweichungen. Das zuständige Jobcenter nutzt kommunale Richtwerte, Haushaltsgröße, Wohnfläche, Mietniveau und Einzelfallumstände. Darum gibt es im Rechner eine eigene KdU-Einschätzung.
Wie wird der Mehrbedarf für Alleinerziehende berechnet?
Bei Alleinerziehenden hängt der Mehrbedarf von Anzahl und Alter der Kinder ab. Der Rechner bildet die offiziellen Prozentstufen nach. Ein Kind unter 7 Jahren führt mindestens zu 36 %, mehrere Kinder können je nach Konstellation 36 %, 48 % oder 60 % des maßgebenden Regelbedarfs auslösen. Zusätzlich kannst du weitere laufende Mehrbedarfe manuell eintragen.
Warum wird Vermögen nicht direkt vom Ergebnis abgezogen?
Vermögen wird in der Grundsicherung nicht wie Einkommen für einen Monat verrechnet. Es wird zuerst geprüft, ob es verwertbar ist und ob Schonvermögen greift. Die frühere einjährige Vermögens-Karenzzeit gilt seit 01.07.2026 nicht mehr. Ein einfacher Euro-Abzug wäre fachlich falsch. Der Rechner zeigt deshalb den Bedarfssaldo und gibt einen Warnhinweis aus, wenn Vermögen unklar ist oder wahrscheinlich oberhalb der Freibeträge liegt.
Gehört Kindergeld in das sonstige Einkommen?
Ja, wenn Kindergeld für ein Kind in der Bedarfsgemeinschaft zufließt, gehört es regelmäßig in die Einkommensprüfung. Der Rechner führt dafür ein Feld für sonstiges monatliches Einkommen. Dort können auch Unterhalt, Unterhaltsvorschuss, Renten oder andere laufende Zuflüsse eingetragen werden. Wichtig ist, dass du Einnahmen nicht doppelt einträgst und den Zuflussmonat beachtest.
Warum kann das Jobcenter später anders rechnen?
Der Bescheid verarbeitet Nachweise, lokale Unterkunftsgrenzen, tatsächliche Zuflüsse, Absetzbeträge, Vermögen, Mehrbedarfe und mögliche Sonderfälle. Schon eine Nebenkostenänderung, ein schwankender Lohn oder ein Unterhaltszufluss kann den Monatsbetrag verschieben. Der Rechner ist deshalb bewusst als Vorprüfung gebaut und nicht als Ersatz für einen Antrag oder Widerspruch.
Wann lohnt sich ein Antrag trotz niedrigem Ergebnis?
Ein Antrag kann sinnvoll sein, wenn Miete, Einkommen, Vermögen oder Mehrbedarfe noch unsicher sind. Grundsicherung hängt am Monatsprinzip und am konkreten Antrag. Wenn du möglicherweise hilfebedürftig bist, ist eine niedrige Schätzung kein guter Grund, gar nicht zu prüfen. Gerade bei schwankendem Einkommen kann eine vorläufige Bewilligung später korrigiert werden.
Welche Unterlagen sollte ich vor der Berechnung bereitlegen?
Sinnvoll sind Mietvertrag, aktuelle Abschläge für Nebenkosten und Heizung, Lohnabrechnungen, Nachweise zu Unterhalt, Kindergeld, Renten, Vermögen, Schwangerschaft, Kindern und möglichen Mehrbedarfen. Je genauer diese Werte sind, desto weniger muss der Rechner raten. Für den Antrag brauchst du die Nachweise ohnehin, deshalb ist die Vorarbeit nicht verloren.