Berechne deine Haussanierungskosten aus Wohnfläche, Zustand und Dach. Inklusive Fassade, Heizung und Eigenleistung, transparent als realistischer Budgetrahmen.
Haus, Gewerke und Sanierungsbudget
Plane Haussanierungskosten mit Zustand, Gebäudehülle, Technik, Innenausbau, Planung, Eigenleistung und Reserve.
Haussanierungsbudget und Kostenstruktur
Auswertung mit Gewerken, Planung, Eigenleistung, Reserve und Kostenband
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Grundumfang-Flächenbezogener Sanierungsanteil aus Wohnfläche, Hausart, Zustand und Eingriffstiefe.
KD
Dach-Kostenblock für Dachdämmung, neue Deckung oder vollständige Dachsanierung.
KF
Fassade-Kostenblock für Anstrich, Dämmung, Putzsystem, Sockel und Gerüstanteile.
KW
Fenster-Fenstertausch inklusive Ausbau, Einbau, Entsorgung und Anschlussarbeiten.
KH
Heizung-Heizungsoptimierung, Heizungstausch oder Vorbereitung auf eine Wärmepumpe.
KI
Innenausbau-Ausbaukosten für Oberflächen, Böden, Türen, Badnähe und sonstige Innenarbeiten.
FA
Ausführungsfaktor-Korrektur für Eigenkoordination, Einzelgewerke oder Generalunternehmer.
E
Eigenleistung-Gedämpfter Abzug, weil Eigenleistung Facharbeiten, Material und Gewährleistung nicht vollständig ersetzt.
p
Planungsanteil-Baunebenkosten für Energieberatung, Fachplanung, Angebotsprüfung oder Bauleitung.
r
Reserve-Puffer für verdeckte Schäden, Nachträge, Schnittstellen und Preisabweichungen.
Typische Sanierungskosten nach Gewerk (Richtwerte)
Orientierungswerte für die wichtigsten Sanierungsgewerke bei Wohngebäuden im Bestand. Preise ohne Planungs- und Nebenkosten, ohne Gerüst (sofern nicht angegeben), ohne Förderabzug.
Gewerk
Bezugsgröße
Kosten (Richtwert)
Anmerkung
Dachdämmung (Aufsparren)
pro m² Dachfläche
120 bis 220 €/m²
Inkl. Unterdeckbahn und Deckung; Gerüst ca. 15-25 €/m² extra.
Fassadendämmung (WDVS)
pro m² Fassadenfläche
100 bis 200 €/m²
Wärmedämmverbundsystem inkl. Putz und Gerüst; Sockel teurer.
Fenstererneuerung (Kunststoff, 3-fach)
pro Fenster (ca. 1,2 m²)
800 bis 1.300 €
Inkl. Einbau und Entsorgung; ohne Laibungsarbeiten.
Heizungsaustausch (Wärmepumpe Luft/Wasser)
Komplettanlage EFH
25.000 bis 40.000 €
Je nach Heizlast, Speichergröße und Heizflächentausch; vor Förderabzug.
Heizungsaustausch (Gas-Brennwert)
Komplettanlage EFH
7.000 bis 14.000 €
Inkl. Warmwasser und Inbetriebnahme; ohne Heizkörpertausch.
Badsanierung (mittelgroßes Bad ca. 8 m²)
pro Bad
8.000 bis 20.000 €
Komplettbad mit Fliesen, Sanitär und Elektro; Ausstattung beeinflusst Preis stark.
Bodenbelag erneuern (Fliesen/Parkett)
pro m² Wohnfläche
50 bis 130 €/m²
Inkl. Verlegung und Sockelleisten; Untergrundausgleich separat.
Innenputz und Malerarbeiten
pro m² Wandfläche
20 bis 55 €/m²
Neuer Putzträger und Anstrich; ohne Trockenbauarbeiten.
Richtwerte für Deutschland. Wärmepumpenbereich auf Februar 2026 aktualisiert. Regionale Preisunterschiede, Bausubstanz und Ausstattungswahl können erheblich abweichen. Quelle: BKI Baukosten, Handwerkerverbände, Energieberatungsportale und Verbraucherzentrale.
Häufig gestellte Fragen zum Haus-Sanierung-Kosten-Rechner
Was berechnet der Haus-Sanierung-Kosten-Rechner?
Der Rechner schätzt ein Sanierungsbudget für Häuser aus Wohnfläche, Hausart, Zustand, Sanierungsumfang, Dach, Fassade, Fenstern, Heizung, Innenausbau, Ausführungsmodell, Eigenleistung, Planung und Reserve. Er ist für eine frühe Budgetplanung gedacht, bevor du Angebote, Finanzierung oder Förderthemen genauer sortierst.
Welche Fläche sollte ich bei einer Haussanierung eintragen?
Trage die beheizte Wohnfläche ein, auf die sich der gewählte Sanierungsumfang bezieht. Wenn nur ein Anbau, ein Geschoss oder ein klar abgegrenzter Teil saniert wird, sollte die Fläche ebenfalls nur diesen Bereich abbilden. Für Dach und Fassade bleibt die Wohnfläche ein Modellanker, deshalb müssen echte Angebote später mit realen Dach- und Fassadenflächen geprüft werden.
Warum unterscheidet der Rechner zwischen Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus?
Mehrfamilienhäuser haben oft mehr Anschlüsse, längere Wege, zusätzliche Abstimmungen, Brandschutzfragen und höhere Anforderungen an bewohnte Bauabschnitte. Ein Einfamilienhaus ist nicht automatisch einfach, aber die Koordination ist meist direkter. Der Faktor ist bewusst moderat, weil Zustand und Gewerke das Budget stärker treiben als die Bezeichnung des Gebäudes.
Wann ist eine Haussanierung keine Renovierung mehr?
Sobald Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Leitungen, Feuchte, Schadstoffe oder energetische Anforderungen eine Rolle spielen, reicht ein Renovierungsbudget meist nicht mehr. Eine Renovierung betrachtet eher Oberflächen und nutzungsnahe Arbeiten. Eine Sanierung greift tiefer in Substanz, Hülle oder Technik ein und braucht mehr Reserve und Koordination.
Warum trennt der Rechner Dach, Fassade, Fenster und Heizung?
Diese Gewerke hängen technisch zusammen. Neue Fenster verändern Lüftung und Anschlussdetails, Fassadendämmung betrifft Fensterlaibungen, ein neues Dach verändert Dämmstandard und Gerüstbedarf, und die Heizung muss zum neuen Wärmebedarf passen. Ein einzelner Pauschalwert verdeckt genau diese Schnittstellen, deshalb bleiben die Blöcke sichtbar.
Wie realistisch ist Eigenleistung bei einer Haussanierung?
Eigenleistung kann bei Rückbau, einfachen Oberflächen, Transport oder vorbereitenden Arbeiten helfen. Eigenleistung ersetzt aber kaum Fachplanung, Heizung, Elektro, Abdichtung, Gerüst, Gewährleistung oder Material. Der Rechner berücksichtigt sie deshalb nur gedämpft. Ein hoher Eigenleistungsanteil sollte eher ein Hinweis auf Zeitbedarf und Risiko sein als eine sichere Ersparnis.
Warum gibt es Planungs- und Baubegleitungskosten?
Bei einer Haussanierung entscheidet die Reihenfolge der Gewerke oft über Nachträge. Energieberatung, Fachplanung, Angebotsprüfung, Aufmaß, Leistungsverzeichnis und Bauleitung kosten Geld, können aber Fehlentscheidungen vermeiden. Wenn Dach, Fassade, Fenster und Heizung zusammenkommen, ist ein Planungsanteil meist realistischer als ein reines Handwerkerbudget.
Welche Reserve ist bei einer Haussanierung sinnvoll?
Bei klar abgegrenzten Arbeiten an guter Substanz kann eine kleinere Reserve reichen. Bei älteren Häusern, Dach, Fassade, Heizung, Fenstertausch oder unbekannten Leitungen sind 10 % bis 20 % oft realistischer. Die Reserve ist kein Aufschlag für Komfort, sondern Schutz gegen verdeckte Schäden, längere Gerüstzeiten und fehlende Positionen im Angebot.
Warum kann das Kostenband so breit ausfallen?
Bestandsgebäude enthalten viele Unsicherheiten. Untergrund, Feuchte, Schadstoffe, Region, Gerüst, Materialqualität, Lieferzeiten, bewohntes Haus und technische Anschlussdetails können denselben Umfang stark verschieben. Das Kostenband soll deshalb nicht präziser wirken als die Eingaben. Es ist ein Prüfrahmen für Angebote, nicht das Angebot selbst.
Wie nutze ich das Ergebnis für echte Angebote?
Nutze die Kostenblöcke als Checkliste. Ein Angebot sollte Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Innenausbau, Rückbau, Entsorgung, Gerüst, Planung und Reserve klar abgrenzen. Wenn ein Betrieb nur einen Pauschalpreis nennt, frag nach den fehlenden Leistungsgrenzen. Erst wenn die gleichen Positionen verglichen werden, ist der Preis wirklich aussagekräftig.