Berechne die Grunderwerbsteuer beim Hauskauf aus Kaufpreis und Bundesland. Inklusive Inventar, steuerpflichtigem Anteil und der üblichen Nebenkosten-Spanne.
Hauskauf, Bundesland und Kaufvertrag
Berechne die Grunderwerbsteuer für einen Hauskauf mit Bundesland-Satz, Inventar, weiteren Gegenleistungen und steuerpflichtigem Anteil.
Grunderwerbsteuer beim Hauskauf
Auswertung mit Bemessungsgrundlage, Bundesland-Satz, Inventar-Effekt und grober Nebenkosten-Spanne
Gib Kaufpreis, Bundesland und Vertragswerte ein, um die Hauskauf-Steuer zu berechnen.
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Wie berechnet der Rechner die Grunderwerbsteuer beim Hauskauf?
ƒGrunderwerbsteuer beim Hauskauf
GrESt=Bsteuerpflichtig⋅sBL
Variablen
K
Kaufpreis-Preis für Grundstück und Haus laut notariellem Kaufvertrag.
I
Inventar-Realistisch bewertete bewegliche Gegenstände, die getrennt vereinbart sind.
G
Gegenleistung-Zusätzliche Zahlungen, übernommene Lasten oder vorbehaltene Rechte.
A
Anteil-Steuerpflichtiger Anteil des Erwerbs, zum Beispiel bei Miteigentum.
sBL
Steuersatz-Grunderwerbsteuersatz des Bundeslands, in dem das Haus liegt.
Grunderwerbsteuer beim Hauskauf nach Bundesland
Die Lage des Hauses entscheidet über den Steuersatz. Die Tabelle zeigt die Steuer bei 400.000 € Bemessungsgrundlage ohne Inventarabzug.
Bundesland
Satz
Steuer bei 400.000 €
Einordnung
Baden-Württemberg
5 %
20.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Bayern
3,5 %
14.000,00 €
niedrigster Länder-Satz
Berlin
6 %
24.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Brandenburg
6,5 %
26.000,00 €
hoher Länder-Satz
Bremen
5,5 %
22.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Hamburg
5,5 %
22.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Hessen
6 %
24.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Mecklenburg-Vorpommern
6 %
24.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Niedersachsen
5 %
20.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Nordrhein-Westfalen
6,5 %
26.000,00 €
hoher Länder-Satz
Rheinland-Pfalz
5 %
20.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Saarland
6,5 %
26.000,00 €
hoher Länder-Satz
Sachsen
5,5 %
22.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Sachsen-Anhalt
5 %
20.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Schleswig-Holstein
6,5 %
26.000,00 €
hoher Länder-Satz
Thüringen
5 %
20.000,00 €
mittlerer Länder-Satz
Stand 2026. Bremen ist mit 5,5 % ab 01.07.2025 berücksichtigt.
Typische Hauskauf-Szenarien
Die Beispiele zeigen, wie Bundesland, Inventar und Miteigentumsanteil die Steuer verändern.
Fall
Bundesland
Kaufpreis
Bemessungsgrundlage
Steuer
Inventar-Effekt
Haus ohne Inventar
Bayern
380.000,00 €
380.000,00 €
13.300,00 €
0,00 €
Standardfall mit Küche
Nordrhein-Westfalen
420.000,00 €
408.000,00 €
26.520,00 €
780,00 €
Halber Miteigentumsanteil
Hessen
560.000,00 €
271.000,00 €
16.260,00 €
540,00 €
Ein Inventarabzug ist nur belastbar, wenn die Gegenstände beweglich, realistisch bewertet und im Vertrag getrennt ausgewiesen sind.
Häufig gestellte Fragen zum Grunderwerbsteuer-Hauskauf-Rechner
Wie wird die Grunderwerbsteuer beim Hauskauf berechnet?
Beim Hauskauf wird die steuerpflichtige Gegenleistung mit dem Grunderwerbsteuersatz des Bundeslands multipliziert. Ausgangspunkt ist meist der Kaufpreis aus dem notariellen Vertrag. Zusätzlich können weitere Gegenleistungen, vorbehaltene Rechte oder übernommene Verpflichtungen relevant sein. Entscheidend ist die Lage des Hauses, nicht der Wohnort der Käufer.
Gehören Grundstück und Gebäude zusammen in die Berechnung?
Ja. Beim Kauf eines bebauten Grundstücks umfasst der Kaufpreis normalerweise Grund und Boden sowie Gebäude. Die Grunderwerbsteuer schaut auf die Gegenleistung für den Erwerbsvorgang. Für spätere steuerliche Abschreibungen kann trotzdem eine getrennte Kaufpreisaufteilung zwischen Grund und Gebäude wichtig sein.
Kann Inventar beim Hauskauf die Grunderwerbsteuer mindern?
Bewegliches Inventar kann aus der Bemessungsgrundlage herausfallen, wenn es im Kaufvertrag sauber getrennt und realistisch bewertet wird. Typische Beispiele sind Küche, Möbel, Gartengeräte oder freistehende Geräte. Fest mit dem Haus verbundene Bestandteile zählen dagegen nicht einfach als Inventar.
Was passiert, wenn Hauskauf und Bauvertrag zusammengehören?
Bei Neubau, Bauträgervertrag oder fest verknüpften Bauleistungen kann ein einheitliches Vertragswerk vorliegen. Dann können neben dem Grundstückspreis auch Baukosten in die Grunderwerbsteuer einfließen. Ob das so ist, hängt nicht nur an der Vertragsüberschrift, sondern an der wirtschaftlichen Verbindung.
Wann muss die Grunderwerbsteuer beim Hauskauf bezahlt werden?
Nach der Beurkundung meldet das Notariat den Erwerb an das Finanzamt. Danach kommt der Steuerbescheid. Nach Zahlung stellt das Finanzamt in der Regel die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Erst damit kann die Eigentumsumschreibung im Grundbuch weiterlaufen.
Welche Kaufnebenkosten sollte ich zusätzlich einplanen?
Neben der Grunderwerbsteuer fallen meist Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Maklerkosten an. Für die Liquiditätsplanung gehören auch Finanzierungskosten, Gutachten, Umzug, erste Reparaturen und ein Puffer auf die Liste. Der Rechner zeigt deshalb zusätzlich grobe Notar-, Grundbuch- und Maklerwerte.
Gibt es beim Hauskauf familiäre Steuerbefreiungen?
Bestimmte Erwerbe innerhalb der Familie können grunderwerbsteuerfrei sein, etwa in gerader Linie oder zwischen Ehegatten unter bestimmten Voraussetzungen. Der Rechner prüft diese persönlichen Befreiungen nicht automatisch. Bei Geschwistern, unverheirateten Partnern oder gemischten Erbengemeinschaften ist die Lage oft komplizierter und sollte konkret geprüft werden.
Wer zahlt die Grunderwerbsteuer beim Hauskauf?
Im Kaufvertrag wird meist vereinbart, dass die Käufer die Steuer zahlen. Gesetzlich können aber die Beteiligten des Erwerbsvorgangs als Steuerschuldner in Betracht kommen. Für die praktische Zahlung sind deshalb Vertragsklausel, Steuerbescheid und Zahlungsfrist entscheidend.
Kann eine nachträgliche Kaufpreisminderung die Steuer senken?
Eine echte Kaufpreisminderung kann steuerlich relevant sein, wenn sie den ursprünglichen Erwerb betrifft und nachweisbar vereinbart wurde. Nicht jede spätere Zahlung, Reparatur oder private Einigung ändert automatisch den Grunderwerbsteuerbescheid. Maßgeblich ist, ob sich die Gegenleistung steuerlich wirksam ändert.
Warum kann derselbe Hauspreis je nach Bundesland anders besteuert werden?
Das Bundesgesetz nennt einen Grundsatz von 3,5 %. Die Länder dürfen eigene höhere Sätze festlegen und haben das unterschiedlich getan. Deshalb kann ein identischer Hauspreis je nach Bundesland mehrere tausend Euro Unterschied bei den Kaufnebenkosten auslösen.