Berechne deinen ETF-Gewinn aus Kaufwert, Verkaufserlös und anfallenden Gebühren. Inklusive Teilfreistellung, Verlustverrechnung und fälliger Abgeltungssteuer.
Kaufwert, Verkaufserlös und ETF-Steuer
Berechne realisierten ETF-Gewinn nach Verkaufskosten, Teilfreistellung, Verlustverrechnung, Sparer-Pauschbetrag und Steuer.
ETF-Gewinn nach Steuer
Bruttogewinn, Steuerbasis, Steuer und Auszahlung
Gib Kaufwert und Verkaufserlös ein, um deinen ETF-Gewinn zu berechnen.
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ƒETF-Verkauf nach Teilfreistellung und Kapitalertragsteuer
Gnetto=E−K−T
Variablen
E
Netto-Verkaufserlös-Verkaufserlös abzüglich der Verkaufsgebühren.
K
Anschaffungskosten-Kaufwert inklusive Kaufgebühren, soweit sie steuerlich zum ETF-Bestand gehören.
G=E−K
Bruttogewinn-Netto-Verkaufserlös minus Anschaffungskosten.
f
Teilfreistellung-Steuerfreier Fondsanteil nach Fondstyp.
V
Verlustverrechnung-Verrechenbare Verluste, die die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage mindern.
P
Sparer-Pauschbetrag-Noch nicht ausgeschöpfter Pauschbetrag für Kapitalerträge.
B=max(G⋅(1−f)−V−P,0)
steuerpflichtiger Gewinn-Gewinn nach Teilfreistellung, Verlustverrechnung und Sparer-Pauschbetrag.
T
Steuer-Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und optional Kirchensteuer auf den steuerpflichtigen Gewinn.
Beispielrechnung für ETF-Gewinn nach Steuer
Die Tabelle zeigt, wie stark Teilfreistellung und Sparer-Pauschbetrag den steuerpflichtigen Gewinn verändern können.
Schritt
Wert
Einordnung
Verkaufserlös nach Gebühren
14.980,00 €
Verkaufserlös minus 20 € Verkaufsgebühr.
Bruttogewinn
4.980,00 €
Nettoerlös abzüglich 10.000 € Anschaffungskosten.
Steuerpflichtiger Gewinn
2.486,00 €
Nach 30 % Teilfreistellung und 1.000 € Sparer-Pauschbetrag.
Steuer
655,68 €
Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer.
Nettogewinn
4.324,32 €
Bruttogewinn minus modellierte Steuer.
Beispiel mit Aktien-ETF, Einzelveranlagung, keinem genutzten Pauschbetrag und ohne Kirchensteuer. Die Steuerwerte verwenden die zentralen Projektdaten.
Teilfreistellung nach Fondstyp
Die Teilfreistellung gilt nur für positive steuerliche Erträge. Im Verlustfall kann sie auch den steuerlich ansetzbaren Verlust mindern.
Fondstyp
Teilfreistellung
Steuerpflichtiger Anteil
Hinweis
Aktienfonds oder Aktien-ETF
30 %
70 %
Passt oft für breit gestreute Aktien-ETFs.
Mischfonds
15 %
85 %
Gilt nur, wenn der Fonds die Mischfondsquote erfüllt.
Anleihenfonds oder sonstiger Fonds
0 %
100 %
Keine Aktien- oder Immobilien-Teilfreistellung im Modell.
Immobilienfonds Inland
60 %
40 %
Nur für passende Immobilienfonds.
Immobilienfonds Ausland
80 %
20 %
Nur für Fonds mit überwiegend Auslandsimmobilien.
Teilfreistellungen nach § 20 InvStG. Für Privatanleger im Privatvermögen vereinfacht dargestellt.
Wann ETF-Gewinne steuerfrei oder verlustbehaftet wirken
Die Szenarien zeigen, warum Bruttogewinn, steuerpflichtiger Gewinn und Nettogewinn nicht identisch sind.
Szenario
Bruttogewinn
Steuer
Nettogewinn
Einordnung
Standardverkauf
4.980,00 €
655,68 €
4.324,32 €
Effektive Steuer auf Bruttogewinn 13,17 %.
Pauschbetrag deckt Steuerbasis
1.200,00 €
0,00 €
1.200,00 €
Der steuerpflichtige Gewinn wird durch den freien Pauschbetrag aufgefangen.
Verkauf mit Verlust
-5.010,00 €
0,00 €
-5.010,00 €
Im Modell entsteht ein steuerlich relevanter Verlustansatz von 3.507,00 €.
Die Tabelle ersetzt keine Depotabrechnung. Vorabpauschalen, Quellensteuer und Brokerlogik können abweichen.
Häufig gestellte Fragen zum ETF-Gewinn-Rechner
Was berechnet der ETF-Gewinn-Rechner?
Der Rechner schätzt den Gewinn aus einem ETF-Verkauf. Er zieht Verkaufsgebühren ab, vergleicht den Nettoerlös mit deinen Anschaffungskosten und berechnet daraus Bruttogewinn, Steuerbasis, Steuer, Nettogewinn und Auszahlung nach Steuer.
Welche Anschaffungskosten soll ich eintragen?
Trage den Kaufwert ein, der zu den verkauften ETF-Anteilen gehört. Bei mehreren Käufen ist die Depotabrechnung entscheidend, weil Broker meist mit der steuerlichen Reihenfolge der Anschaffungen arbeiten. Kaufgebühren können dazugehören, wenn sie steuerlich als Anschaffungskosten behandelt wurden.
Warum werden Verkaufsgebühren separat abgefragt?
Verkaufsgebühren mindern den Erlös aus dem Verkauf und damit den Gewinn. Wenn du nur den Brutto-Verkaufserlös einträgst, wirkt der Gewinn zu hoch. Wenn dein Broker bereits einen Nettoerlös ausweist, kannst du die Gebühr mit 0 € eintragen.
Was bedeutet Teilfreistellung bei ETFs?
Die Teilfreistellung sorgt dafür, dass ein Teil des positiven Fondsertrags steuerfrei bleibt. Bei Aktien-ETFs im Privatvermögen sind das häufig 30 %. Dadurch ist nicht der gesamte Bruttogewinn steuerpflichtig, sondern nur der verbleibende Anteil nach Fondstyp.
Wie wirkt der Sparer-Pauschbetrag?
Der Sparer-Pauschbetrag mindert den steuerpflichtigen Kapitalertrag. Der Rechner fragt deshalb nach deiner Veranlagung und nach dem bereits genutzten Betrag. Wenn du ihn schon durch Zinsen, Dividenden oder andere Verkäufe verbraucht hast, bleibt weniger frei.
Warum ist die Steuer nicht einfach 26,375 % vom Gewinn?
Die bekannte Näherung aus 25 % Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag gilt nur auf die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage. Bei ETFs kommen vorher Teilfreistellung, Verlustverrechnung und Sparer-Pauschbetrag dazu. Der effektive Steuersatz auf den Bruttogewinn kann deshalb deutlich niedriger sein.
Wie berücksichtigt der Rechner Kirchensteuer?
Du kannst 0 %, 8 % oder 9 % Kirchensteuer wählen. Bei Kirchensteuer ist die Kapitalertragsteuer nicht einfach 25 % plus Kirchensteuer, weil das Einkommensteuerrecht eine Ermäßigung der Kapitalertragsteuer vorsieht. Der Rechner nutzt dafür die gemeinsame Steuerlogik des Projekts.
Was passiert bei einem ETF-Verlust?
Bei einem Verlust setzt der Rechner keine Steuer und keine Steuererstattung an. Er zeigt aber den steuerlich relevanten Verlustansatz nach Teilfreistellung. Ob und wann dieser Verlust verrechnet wird, hängt von Depotbank, Verlusttopf und deiner späteren Steuerveranlagung ab.
Berücksichtigt der Rechner die Vorabpauschale?
Nein, der Rechner verrechnet keine bereits angesetzten Vorabpauschalen. Das ist bewusst so, weil dafür die Jahreswerte deines konkreten Fonds und die Brokerdaten nötig sind. Wenn Vorabpauschalen relevant waren, solltest du die Depotabrechnung als maßgebliche Quelle verwenden.
Warum können Broker-Ergebnis und Rechner abweichen?
Broker kennen Anschaffungsdaten, Fondsdaten, Vorabpauschalen, Verlusttöpfe, Freistellungsauftrag, Quellensteuer und steuerliche Rundungen genauer als ein allgemeiner Rechner. Der Rechner ist deshalb ein Plausibilitätsmodell und keine Ersatzabrechnung.
Kann ich damit auch einen thesaurierenden ETF prüfen?
Ja, der Verkauf selbst lässt sich auch für thesaurierende ETFs modellieren. Wichtig ist aber, dass thesaurierende Fonds während der Haltedauer Vorabpauschalen ausgelöst haben können. Diese Vorbelastungen sind im Rechner nicht automatisch enthalten.
Wann sollte ich den ETF-Gewinn genauer prüfen lassen?
Eine genauere Prüfung ist sinnvoll, wenn es um große Beträge, Fondswechsel, Auslandsdepot, Quellensteuer, alte Anschaffungen, mehrere Teilverkäufe oder unklare Verlustverrechnung geht. Dann zählt die echte Steuerabrechnung, nicht nur eine Modellrechnung.