Persönlicher Freibetrag-Je nach Verwandtschaftsgrad
s
Steuersatz-7-50 % nach Steuerklasse
Erbschafts- und Schenkungssteuer Freibeträge
Persönliche Freibeträge nach Verwandtschaftsgrad
Verwandtschaftsgrad
Steuerklasse
Freibetrag
Zeitraum
Ehepartner / Lebenspartner
I
500.000
10 Jahre
Kinder, Stiefkinder
I
400.000
10 Jahre
Enkelkinder (Eltern verstorben)
I
400.000
10 Jahre
Enkelkinder (Eltern leben)
I
200.000
10 Jahre
Eltern und Großeltern (Erbschaft)
I
100.000
10 Jahre
Eltern und Großeltern (Schenkung)
II
20.000
10 Jahre
Geschwister
II
20.000
10 Jahre
Alle anderen
III
20.000
10 Jahre
Freibeträge können alle 10 Jahre neu genutzt werden
Häufig gestellte Fragen zum Erbschaftssteuer-Rechner
Was ist die Erbschaftssteuer?
Die Erbschaftssteuer ist eine Steuer auf den Erwerb von Vermögen durch Erbschaft oder Vermächtnis. Steuerpflicht entsteht beim Tod des Erblassers und betrifft den jeweiligen Erben. Die Höhe richtet sich nach Verwandtschaftsgrad und Erbschaftswert.
Der Versorgungsfreibetrag steht nur bei Erbschaft (nicht Schenkung) zu: Ehepartner 256.000 €, Kinder gestaffelt nach Alter (bis 5 Jahre: 52.000 €, bis 27 Jahre: abnehmend bis 10.300 €). Er wird um bereits erhaltene Versorgungsbezüge gekürzt.
Welche Steuerklassen gibt es bei der Erbschaftssteuer?
Steuerklasse I: Ehepartner, Kinder, Enkel, Eltern (7-30 % je nach Wert). Steuerklasse II: Geschwister, Nichten, Neffen, Stiefeltern, Schwiegereltern (15-43 %). Steuerklasse III: Sonstige Erben und Lebensgefährten (30-50 %).
Ist das Familienheim von der Erbschaftssteuer befreit?
Ja, unter Bedingungen: Ehepartner erben das selbstgenutzte Familienheim steuerfrei, wenn sie 10 Jahre dort wohnen bleiben. Kinder erben steuerfrei bis 200 m² Wohnfläche bei 10 Jahren Eigennutzung. Aufgabe aus zwingenden Gründen (Pflegebedürftigkeit) ist unschädlich.
Wie wird Betriebsvermögen bei der Erbschaft behandelt?
Betriebsvermögen genießt besondere Vergünstigungen: 85 % oder 100 % Verschonung bei Erfüllung von Lohnsummen- und Behaltefristen. Bedingung: Fortführung des Betriebs für 5-7 Jahre, keine übermäßigen Entnahmen.
Wann muss die Erbschaftssteuer gezahlt werden?
Die Erbschaftssteuer wird mit Zustellung des Steuerbescheids fällig (ca. 1 Monat Zahlungsfrist). Bei Immobilien kann eine Stundung bis zu 10 Jahren beantragt werden. Bei Betriebsvermögen sind Ratenzahlungen bis 7 Jahre möglich.
Werden Schulden vom Erbe abgezogen?
Ja, Verbindlichkeiten des Erblassers, Bestattungskosten (Pauschale 10.300 €), Erbfallkosten und Pflichtteilsansprüche werden vom Nachlass abgezogen. Nur der Nettowert ist erbschaftssteuerpflichtig.
Wie kann ich die Erbschaftssteuer minimieren?
Strategien: Schenkungen zu Lebzeiten (alle 10 Jahre neue Freibeträge), Testament mit Vermächtnissen an mehrere Personen, Nießbrauch bei Immobilien, Familienstiftungen, Leibrenten. Frühzeitige Planung mit Steuerberater empfohlen.
Was ist der Unterschied zwischen Erbschafts- und Schenkungssteuer?
Beide Steuern teilen Freibeträge und Steuersätze. Unterschiede: Bei Erbschaft kommen Versorgungsfreibeträge hinzu, Eltern sind in Steuerklasse I. Schenkungsfreibeträge können alle 10 Jahre neu genutzt werden, was bei Erbschaft nicht möglich ist.
Welche Eingaben braucht der Erbschaftsteuer-Rechner?
Benötigt werden Nachlasswert, Verwandtschaftsgrad, Steuerklasse, Freibetrag, Versorgungsfreibetrag, Schulden, Bestattungskosten, Vermächtnisse, Pflichtteile und die Art des Vermögens. Bei Immobilien oder Betriebsvermögen gelten besondere Bewertungs- und Begünstigungsregeln, die separat geprüft werden sollten.
Warum ist der Nettowert des Nachlasses wichtiger als der Bruttowert?
Erbschaftsteuer fällt nicht auf alles an, was im Nachlass liegt, sondern auf den steuerpflichtigen Erwerb nach Abzug von Schulden, Kosten, Freibeträgen und Begünstigungen. Ein hoher Immobilienwert kann durch Darlehen, Pflichtteilsansprüche oder Freibeträge deutlich anders wirken als der reine Verkehrswert.