200 € monatliche Sparrate bei verschiedenen Renditen und Laufzeiten
Laufzeit
Eingezahlt
Bei 5 % p.a.
Bei 7 % p.a.
Bei 9 % p.a.
5 Jahre
12.000 €
13.600 €
14.300 €
15.100 €
10 Jahre
24.000 €
31.100 €
34.600 €
38.600 €
15 Jahre
36.000 €
53.500 €
63.400 €
75.500 €
20 Jahre
48.000 €
82.200 €
104.200 €
133.200 €
30 Jahre
72.000 €
166.500 €
243.900 €
362.500 €
Renditeerwartung MSCI World historisch: ca. 7-8 % p.a. Vergangene Performance keine Garantie.
ETF-Kostenvergleich (TER)
Typische Gesamtkostenquoten nach ETF-Art
ETF-Typ
TER (Kosten p.a.)
Beispiel-ETFs
MSCI World (Standard)
0,10-0,20 %
iShares, Xtrackers, Amundi
S&P 500
0,03-0,10 %
Vanguard, iShares Core
MSCI Emerging Markets
0,18-0,25 %
iShares, Xtrackers EM
Themen-ETFs
0,40-0,70 %
Clean Energy, Blockchain
Aktive Fonds (Vergleich)
1,50-2,00 %
Klassische Aktienfonds
Je niedriger die TER, desto mehr Rendite bleibt. 0,2 % Unterschied = tausende Euro langfristig.
Kraft des Zinseszins
Entwicklung bei 10.000 € Einmalanlage + 200 €/Monat, 7 % Rendite
Nach Jahren
Eingezahlt
Endwert
Gewinn
5
22.000 €
28.500 €
6.500 €
10
34.000 €
55.000 €
21.000 €
20
58.000 €
138.000 €
80.000 €
30
82.000 €
302.000 €
220.000 €
Der Zinseszins-Effekt wird umso stärker, je länger die Anlagezeit ist.
Häufig gestellte Fragen zum ETF-Sparplan-Rechner
Was ist ein ETF-Sparplan und wie funktioniert er?
Ein ETF-Sparplan ist ein regelmäßiger Investmentplan, bei dem monatlich ein fester Betrag in börsengehandelte Indexfonds investiert wird. Der ETF bildet einen Index (z. B. MSCI World) nach. Vorteile: Diversifikation, niedrige Kosten (TER 0,1-0,5 %), Flexibilität, Cost-Average-Effekt bei schwankenden Kursen.
Welche Rendite ist bei ETF-Sparplänen realistisch?
Historisch haben globale Aktien-ETFs wie der MSCI World etwa 7-8 % p. a. vor Inflation erwirtschaftet. Für lange Zeiträume wird oft mit 5-7 % realer Rendite gerechnet. Kurzfristig sind starke Schwankungen möglich, auch deutlich negative Jahre. Der Durchschnitt ist keine Garantie.
Wie funktioniert der Zinseszinseffekt beim ETF-Sparplan?
Zinseszins: Gewinne werden reinvestiert und erwirtschaften selbst Gewinne. Exponentielles Wachstum über Zeit. Beispiel: 200 €/Monat, 7 % p. a. > nach 10 J.: 34.600 € (eingezahlt: 24.000 €). Nach 30 J.: 244.000 € (eingezahlt: 72.000 €). Früh anfangen ist entscheidend!
Was ist der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt)?
Bei regelmäßiger Sparrate kaufe bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger. Über Zeit ergibt sich ein günstiger Durchschnittskurs. Vorteile: Markt-Timing wird unwichtig, emotionale Fehler werden vermieden. Besonders effektiv bei schwankenden Märkten.
Welche Kosten fallen bei ETF-Sparplänen an?
TER (Total Expense Ratio): 0,1-0,5 % p. a. des Fondsvolumens. Ordergebühren: 0-1,5 % pro Sparrate (viele Broker bieten kostenlose Sparpläne). Spread: 0,01-0,1 % beim Kauf/Verkauf. Keine Ausgabeaufschläge wie bei aktiven Fonds. Depotgebühren: Bei Neobrokern meist 0 €.
Ausschüttend oder thesaurierend, welcher ETF ist besser?
Thesaurierend: Dividenden werden automatisch reinvestiert (ideal für Vermögensaufbau, Zinseszins). Ausschüttend: Dividenden werden ausgezahlt (ideal für Einkommen, Sparerpauschbetrag nutzen). Steuerlich in Deutschland seit 2018 fast gleich (Vorabpauschale). Thesaurierend = weniger Aufwand.
Wie viel sollte ich monatlich in einen ETF-Sparplan investieren?
Faustregel: 10-20 % des Nettoeinkommens sparen. Mindestens 25-50 €/Monat sind bei den meisten Brokern möglich. Wichtig: Erst Notgroschen aufbauen (3-6 Monatsgehälter), dann ETF-Sparplan. Regelmäßigkeit wichtiger als Höhe, lieber 100 € dauerhaft als 500 € nur 6 Monate.
Welche Risiken gibt es bei ETF-Sparplänen?
Marktrisiko: Kurse können stark fallen und mehrere Jahre brauchen, bis sie sich erholen. Währungsrisiko: Bei US-lastigen ETFs wirken Euro/Dollar-Schwankungen auf das Ergebnis. Emittentenrisiko ist bei Fondsvermögen geringer als bei Zertifikaten, weil ETF-Anteile als Sondervermögen gehalten werden. Ein langer Anlagehorizont reduziert das Verlustrisiko historisch deutlich, garantiert aber kein positives Ergebnis.
MSCI World vs. MSCI ACWI vs. FTSE All-World, welchen ETF wählen?
MSCI World: ca. 1.500 Aktien aus 23 Industrieländern, 70 % USA. MSCI ACWI: zusätzlich 27 Schwellenländer (ca. 3.000 Aktien). FTSE All-World: Ähnlich ACWI. Für Einsteiger: MSCI World oder FTSE All-World ausreichend. Diversifizierung mit ACWI/All-World nur marginal besser.
Wie versteuere ich Gewinne aus dem ETF-Sparplan?
Kapitalertragsteuer: 25 % + Soli (+ Kirchensteuer) auf Gewinne. Teilfreistellung bei Aktien-ETFs: 30 % der Erträge steuerfrei. Sparerpauschbetrag: 1.000 € (Singles) / 2.000 € (Paare) steuerfrei. Freistellungsauftrag einrichten! Thesaurierer: Vorabpauschale auf fiktive Erträge.
Welche Renditeannahme ist im ETF-Sparplan-Rechner realistisch?
Nutze mehrere Szenarien statt eines Wunschwerts. Kosten, Steuern, Ausschüttungen, Anlagezeitraum und Marktschwankungen können die Nettorendite deutlich verändern.
Warum sollte ich Einzahlungen und Erträge im ETF-Sparplan-Rechner trennen?
Einzahlungen erhöhen das investierte Kapital, Erträge entstehen aus der Anlage. Werden beide vermischt, sieht die Rendite besser aus, als sie tatsächlich war.