Berechne DB1, DB2 und DB3 deiner einzelnen Produkte auf einen Blick. Inklusive der nötigen Break-even-Menge, Zielgewinn-Menge und deinem Sicherheitsabstand.
Preis, Kosten und Absatz
Berechne Deckungsbeitrag, Break-even-Menge und Zielgewinn-Menge aus den relevanten Kostenstufen.
Deckungsbeitrag und Schwellenwerte
DB1, DB2, DB3, Break-even, Zielgewinn-Menge und Sicherheitsabstand
Gib Verkaufspreis, Kosten und geplante Menge ein.
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Wie berechnet der Deckungsbeitrag-Rechner die Gewinnschwelle?
ƒDeckungsbeitrag und Break-even
DB=p−kv,xBE=DBKf
Variablen
p
Verkaufspreis-Verkaufspreis je Einheit.
kv
Variable Kosten-Variable Kosten je Einheit.
Kf
Fixkosten-Produktspezifische und bereichsbezogene Fixkosten.
x
Absatzmenge-Geplante oder nötige Stückzahl.
Deckungsbeitragsstufen im Rechner
Die Stufen zeigen, welche Kostenebene bereits gedeckt ist und welche Entscheidung daraus folgt.
Stufe
Formel
Aussage
DB1
Preis minus variable Kosten
Zeigt, ob jede zusätzliche Einheit überhaupt einen positiven Beitrag leistet.
DB2
DB1 gesamt minus produktspezifische Fixkosten
Zeigt, ob ein Produkt seine eigenen Fixkosten deckt.
DB3
DB2 minus bereichsbezogene Fixkosten
Zeigt, ob die Planung nach den erfassten Fixkosten positiv bleibt.
DB1 eignet sich für kurzfristige Zusatzaufträge. DB3 ist für Produkt- und Bereichsentscheidungen aussagekräftiger.
Beispielrechnungen für typische Planungen
Die Beispiele zeigen, wie Preis, variable Kosten und Fixkosten die Break-even-Menge verschieben.
Fall
DB je Einheit
Quote
Break-even
Planergebnis
Standardprodukt
40,00 €
40 %
200 Stk.
12.000,00 €
Digitales Produkt
41,00 €
83,7 %
391 Stk.
20.900,00 €
Knappe Marge
5,00 €
22,7 %
1.300 Stk.
1.000,00 €
Die Break-even-Menge wird auf volle Einheiten aufgerundet, weil Bruchteile einer Einheit meist nicht verkauft werden können.
Deckungsbeitrag richtig einordnen
Ein positiver DB1 reicht nicht immer. Entscheidend ist, welche Kostenstufe für deine Entscheidung relevant ist.
Situation
Wichtige Kennzahl
Was du prüfen solltest
Zusatzauftrag mit freier Kapazität
DB1 je Einheit
Preisuntergrenze, variable Kosten und Kapazitätsbindung.
Produkt im Sortiment behalten
DB2 oder DB3
Produktspezifische Fixkosten, Gemeinkosten und Alternativen.
Neues Umsatzziel planen
Break-even und Zielgewinn-Menge
Absatzrealismus, Rabatte, Produktionsgrenzen und Marktgröße.
Marge unter Druck
Deckungsbeitragsquote
Preisnachlässe, Einkaufskosten und variable Prozesskosten.
Der Rechner ist eine Planungsrechnung. Er ersetzt keine vollständige Kostenstellen- oder Vollkostenrechnung.
Häufig gestellte Fragen zum Deckungsbeitrag-Rechner
Was berechnet der Deckungsbeitrag-Rechner?
Der Rechner berechnet den Deckungsbeitrag je Einheit, die Deckungsbeitragsquote, den gesamten Deckungsbeitrag, DB2, DB3, die Break-even-Menge, den Break-even-Umsatz und eine Zielgewinn-Menge. Dadurch siehst du nicht nur, ob ein Produkt grundsätzlich Marge hat, sondern auch, ob diese Marge die eingetragenen Fixkosten deckt.
Was ist der Unterschied zwischen DB1, DB2 und DB3?
DB1 betrachtet nur Verkaufspreis und variable Kosten je Einheit. DB2 zieht zusätzlich produktspezifische Fixkosten ab, zum Beispiel Werkzeugkosten, Kampagnenkosten oder spezielle Maschinenkosten. DB3 berücksichtigt danach auch bereichsbezogene Fixkosten. Je weiter du in den Stufen gehst, desto eher eignet sich das Ergebnis für mittelfristige und strategische Entscheidungen.
Warum müssen variable Kosten unter dem Verkaufspreis liegen?
Wenn die variablen Kosten genauso hoch oder höher als der Verkaufspreis sind, bringt jede weitere Einheit keinen positiven Deckungsbeitrag. Dann kann keine zusätzliche Menge die Fixkosten decken. Der Rechner stoppt deshalb bei dieser Eingabe, statt eine scheinbar sinnvolle Break-even-Menge auszugeben, die wirtschaftlich nicht erreichbar wäre.
Welche Kosten gehören in die variablen Kosten?
In die variablen Kosten gehören Kosten, die mit jeder verkauften oder produzierten Einheit steigen. Typische Beispiele sind Material, Wareneinsatz, Verpackung, Versand pro Stück, Produktionslöhne pro Einheit, Zahlungsgebühren oder Provisionen. Fixe Miete, Grundgehälter und dauerhaft laufende Tools gehören nicht dort hinein.
Was zählt als produktspezifische Fixkosten?
Produktspezifische Fixkosten hängen an einem bestimmten Produkt oder Angebot, steigen aber nicht direkt mit jeder einzelnen Einheit. Dazu können Einrichtungskosten, Produktfotografie, einmalige Werkzeugkosten, eine spezielle Landingpage, Produktzulassungen oder projektbezogene Grundkosten zählen. Wenn diese Kosten wegfallen, sobald das Produkt eingestellt wird, passen sie hier gut hinein.
Was sind bereichsbezogene Fixkosten?
Bereichsbezogene Fixkosten betreffen nicht nur eine einzelne Einheit, sondern einen Produktbereich, eine Abteilung oder eine Produktlinie. Beispiele sind Teamkosten, Raumkosten, Software-Grundkosten, Maschinenparks oder Bereichsmarketing. Diese Kosten sind wichtig, wenn geprüft werden soll, ob der gesamte Bereich und nicht nur ein einzelnes Produkt tragfähig ist.
Wie lese ich die Break-even-Menge?
Die Break-even-Menge zeigt, ab welcher Absatzmenge die eingetragenen Fixkosten rechnerisch gedeckt sind. Unterhalb dieser Menge bleibt das Ergebnis negativ, oberhalb dieser Menge entsteht rechnerisch Gewinn. In der Praxis solltest du die Menge nicht als exakten Punkt verstehen, sondern als Schwelle, zu der du einen Sicherheitsabstand einplanst.
Warum zeigt der Rechner einen Sicherheitsabstand?
Der Sicherheitsabstand zeigt, wie weit deine geplante Absatzmenge über der Break-even-Menge liegt. Ein kleiner Abstand bedeutet, dass schon leichte Abweichungen bei Absatz, Preis oder Kosten das Ergebnis negativ machen können. Ein größerer Abstand macht die Planung robuster, ersetzt aber nicht die Prüfung, ob die geplante Menge am Markt realistisch ist.
Wann ist die Zielgewinn-Menge sinnvoll?
Die Zielgewinn-Menge ist hilfreich, wenn du nicht nur die Kosten decken, sondern einen konkreten Gewinn erreichen willst. Der Rechner addiert den Zielgewinn zu den Fixkosten und teilt diese Summe durch den Deckungsbeitrag je Einheit. So siehst du, ob dein gewünschtes Ergebnis zur aktuellen Marge und Absatzplanung passt.
Kann ich den Rechner für Dienstleistungen nutzen?
Ja, wenn du eine sinnvolle Einheit definierst. Das kann eine Stunde, ein Auftrag, ein Paket oder ein Projektbaustein sein. Wichtig ist, dass Verkaufspreis und variable Kosten zur gleichen Einheit gehören. Fixkosten kannst du dann für die geplante Menge oder den betrachteten Zeitraum eintragen.
Warum reicht ein positiver DB1 nicht automatisch aus?
Ein positiver DB1 bedeutet nur, dass eine zusätzliche Einheit mehr Erlös als variable Kosten bringt. Danach müssen aber noch Fixkosten gedeckt werden. Ein Produkt kann also kurzfristig sinnvoll wirken, aber nach produktspezifischen oder bereichsbezogenen Fixkosten trotzdem negativ bleiben. Genau deshalb trennt der Rechner die Stufen.
Welche Grenzen hat die Deckungsbeitragsrechnung?
Die Rechnung setzt voraus, dass Preis, variable Kosten und Absatzmenge in dem betrachteten Bereich stabil bleiben. In der Realität können Mengenrabatte, Kapazitätsgrenzen, Preisstaffeln, Retouren, Auslastung, Sondereffekte und Gemeinkostenschlüssel das Ergebnis verändern. Nutze den Rechner deshalb als Planungsmodell und nicht als Ersatz für eine vollständige Kostenrechnung.