Berechne deinen Gewinn und deine Marge aus deinem Umsatz und den Kosten. Inklusive Kostenquote, Break-even-Umsatz und Jahreshochrechnung auf einen Blick.
Gewinn berechnen
Trenne Umsatz, direkte Kosten, Fixkosten, Rücklage und Entnahme für einen klaren Ergebnisblick.
Gewinn und Puffer
Operativer Gewinn, Rücklage, Cash, Marge und Break-even
Gib Umsatz, Kosten, Rücklage und Zielgewinn ein und starte die Berechnung.
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Operativer Gewinn-Gewinn des gewählten Zeitraums vor Rücklage, Entnahme und Ausschüttung.
U
Umsatz-Netto-Umsatz aus Verkäufen, Aufträgen oder Leistungen im Zeitraum.
Kd
Direkte Kosten-Kosten, die direkt mit Umsatz, Auftrag, Produkt oder Leistung zusammenhängen.
Kf
Fixkosten-Kosten, die im Zeitraum unabhängig vom einzelnen Auftrag anfallen.
Typische Rohmargen nach Unternehmenstyp
Rohgewinn in Prozent des Umsatzes (Umsatz minus direkte Kosten). Als Orientierung für die Eingaben im Gewinn-Rechner und zur Einordnung eigener Werte.
Unternehmenstyp
Beispiele
Typische Rohmarge
Besonderheit
Software / SaaS
Online-Tools, Apps, Lizenzen
70 bis 85 %
Niedrige variable Kosten, hohe Fixkosten (Entwicklung, Hosting).
Dienstleistung / Beratung
Agentur, Coaching, Freiberufler
60 bis 80 %
Hauptkosten sind Arbeitszeit; Subunternehmer senken die Marge.
Einzelhandel (Online)
E-Commerce, Dropshipping
25 bis 50 %
Wareneinsatz und Plattformgebühren dominieren die direkten Kosten.
Einzelhandel (stationär)
Fachgeschäft, Boutique
30 bis 55 %
Sortiment und Einkaufskonditionen sind der stärkste Hebel.
Gastronomie
Restaurant, Café, Catering
60 bis 75 %
Wareneinsatz ca. 25-40 %; operative Marge nach Personalkosten deutlich niedriger.
Handwerk / Bau
Elektriker, Maler, Schreiner
40 bis 65 %
Material- und Fremdleistungsanteil variiert stark je nach Gewerk.
Herstellung / Produktion
Kleinserie, Manufaktur
35 bis 60 %
Material, Fertigungszeit und Ausschuss bestimmen den Rohgewinn.
Historische Richtwerte auf Basis branchenüblicher Kennzahlen; Einzelwerte können je nach Geschäftsmodell, Skalierung und Einkaufskonditionen abweichen. Quelle: Branchenberichte Statista und IHK-Auswertungen.
Häufig gestellte Fragen zum Gewinn-Rechner
Was berechnet der Gewinn-Rechner genau?
Der Rechner ermittelt den operativen Gewinn aus Umsatz, direkten Kosten und Fixkosten. Danach zieht er eine frei wählbare Rücklage sowie eine Entnahme oder Ausschüttung ab. So siehst du nicht nur, ob der Zeitraum rechnerisch profitabel ist, sondern auch, ob nach Puffer und Unternehmerlohn noch Cash übrig bleibt.
Soll ich Brutto- oder Nettowerte eintragen?
Für betriebliche Entscheidungen sind Nettowerte ohne Umsatzsteuer meistens sauberer, weil die Umsatzsteuer kein echter Ertrag ist. Wichtig ist vor allem, dass alle Eingaben gleich behandelt werden. Wenn Umsatz netto eingetragen wird, sollten auch direkte Kosten und Fixkosten netto eingetragen werden.
Was gehört zu den direkten Kosten?
Direkte Kosten hängen direkt am Umsatz. Typisch sind Wareneinsatz, Verpackung, Versand, Zahlungsgebühren, Plattformprovisionen oder auftragsbezogene Fremdleistungen. Fixe Kosten wie Miete, Tools, Versicherungen oder Grundgehälter gehören nicht in diese Zeile, wenn sie unabhängig vom einzelnen Verkauf anfallen.
Warum unterscheidet der Rechner direkte Kosten und Fixkosten?
Die Trennung ist wichtig, weil nur der Rohgewinn aus Umsatz minus direkten Kosten zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Wenn direkte Kosten zu niedrig angesetzt werden, wirkt die Marge zu gut. Wenn Fixkosten in direkte Kosten rutschen, wird der Break-even-Umsatz verzerrt.
Wofür ist die Rücklagenquote gedacht?
Die Rücklagenquote ist ein Planungsabschlag für Steuer, Investitionen, Liquidität oder Sicherheitsreserve. Der Wert ist keine Steuerberechnung und hängt nicht von Rechtsform oder Steuerklasse ab. Er macht nur sichtbar, dass ein rechnerischer Gewinn oft nicht vollständig frei verfügbar ist.
Warum wird die Entnahme separat abgezogen?
Eine Entnahme oder Ausschüttung ist nicht dasselbe wie Betriebskosten. Das Unternehmen kann operativ profitabel sein, während nach Rücklage und Unternehmerlohn kein positiver Cashbetrag bleibt. Die separate Zeile zeigt deshalb, ob der Gewinn auch zur gewünschten privaten oder gesellschaftsrechtlichen Entnahme passt.
Was sagt der Break-even-Umsatz aus?
Der Break-even-Umsatz zeigt, ab welchem Umsatz die Fixkosten bei der aktuellen Rohmarge gedeckt sind. Er ist nur sinnvoll, wenn der Rohgewinn positiv ist. Wenn direkte Kosten den Umsatz erreichen oder überschreiten, trägt zusätzlicher Umsatz nichts zur Fixkostendeckung bei und die Rechnung muss grundsätzlich geprüft werden.
Wie interpretiere ich den Zielumsatz?
Der Zielumsatz zeigt, welcher Umsatz bei aktueller Kostenstruktur nötig wäre, um den eingetragenen Zielgewinn vor Rücklage zu erreichen. Das ist keine Prognose. Der Wert ist ein Plausibilitätscheck, ob Kapazität, Preise, Nachfrage und Vertrieb zur gewünschten Gewinnhöhe passen.
Warum kann der Gewinn positiv sein und der Cash trotzdem negativ?
Das passiert, wenn Rücklage und Entnahme höher sind als der operative Gewinn. Dann ist das Geschäft im Zeitraum zwar rechnerisch profitabel, aber die geplante Liquiditätsverwendung ist zu hoch. In der Praxis muss dann Umsatz, Marge, Fixkostenblock oder Entnahmehöhe überprüft werden.
Ersetzt der Gewinn-Rechner Buchhaltung oder Steuerberatung?
Nein. Der Rechner ist eine Modellrechnung für operative Planung. Er berücksichtigt keine Rechtsform, keine Steuerbescheide, keine Abschreibungslogik, keine Umsatzsteuertermine und keine offenen Forderungen. Nutze ihn für schnelle Plausibilität und prüfe verbindliche Entscheidungen mit Buchhaltung oder Beratung.