Durchschnittliche Kosten für verschiedene Dachsanierungsarbeiten
Leistung
Preis von
Preis bis
Einheit
Dacheindeckung (Ziegel)
70,00 €
170,00 €
pro m²
Dacheindeckung (Schiefer)
80,00 €
150,00 €
pro m²
Dachdämmung (Zwischensparren)
40,00 €
80,00 €
pro m²
Dachdämmung (Aufsparren)
100,00 €
200,00 €
pro m²
Dachstuhl erneuern
50,00 €
100,00 €
pro m²
Dachfenster einbauen
500,00 €
2.500,00 €
pro Stück
Dachrinne erneuern
20,00 €
40,00 €
pro lfm
Gerüst stellen
6,00 €
12,00 €
pro m²
Preise inkl. Material und Arbeitskosten, Stand 2026
Dachdeckungsmaterialien im Vergleich
Eigenschaften und Kosten verschiedener Dachmaterialien
Material
Kosten/m²
Lebensdauer
Gewicht/m²
Betondachsteine
20-35 €
40-50 Jahre
40-50 kg
Tondachziegel
30-50 €
60-80 Jahre
35-45 kg
Schiefer
80-150 €
80-100 Jahre
25-35 kg
Metalldach (Zink)
40-80 €
50-70 Jahre
5-10 kg
Bitumenschindeln
15-30 €
20-30 Jahre
8-15 kg
Faserzementplatten
25-40 €
30-50 Jahre
15-20 kg
Tondachziegel sind der Klassiker für deutsche Dächer
Häufig gestellte Fragen zum Dachsanierung-Kosten-Rechner
Was kostet eine Dachsanierung pro Quadratmeter?
Die Kosten für eine Dachsanierung variieren je nach Material und Umfang zwischen 50 und 300 Euro pro Quadratmeter. Eine einfache Neueindeckung mit Betonziegeln kostet etwa 50-80 €/m². Mit hochwertigen Materialien wie Schiefer oder bei aufwendigen Dachformen können es 150-200 €/m² werden. Kommt eine Dämmung hinzu, erhöhen sich die Kosten um weitere 50-100 €/m². Regionale Unterschiede und die Zugänglichkeit des Dachs spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Wann ist eine Dachsanierung notwendig?
Eine Dachsanierung wird notwendig, wenn das Dach undicht ist, Ziegel fehlen oder gebrochen sind, die Dachkonstruktion Schäden aufweist oder die Dämmung unzureichend ist. Typische Anzeichen sind Wasserschäden im Dachboden, verschobene Ziegel nach Stürmen, Moosbefall oder ein Alter über 50 Jahre. Bei Asbestdächern ist eine Sanierung gesetzlich vorgeschrieben. Eine regelmäßige Inspektion alle 5-10 Jahre hilft, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.
Welche Förderungen gibt es für Dachsanierungen?
Energetische Dachdämmung läuft als BEG-Einzelmaßnahme grundsätzlich über BAFA-Zuschüsse für die Gebäudehülle. Der Zuschuss beträgt 15 %, mit iSFP-Bonus 20 %. Die förderfähigen Kosten liegen meist bei 30.000 € pro Wohneinheit, mit iSFP bei bis zu 60.000 €. KfW 261 ist relevant, wenn das Gebäude insgesamt zum Effizienzhaus saniert wird. KfW 358/359 ist nur ein Ergänzungskredit für bereits bezuschusste Einzelmaßnahmen. Antrag und Energieeffizienz-Experte vor Maßnahmenbeginn einplanen.
Wie lange dauert eine Dachsanierung?
Die Dauer einer Dachsanierung hängt von der Dachgröße und Komplexität ab. Ein einfaches Einfamilienhaus-Dach (150 m²) kann in 3-5 Tagen neu eingedeckt werden. Mit Dämmung und Lattung dauert es 1-2 Wochen. Bei schlechtem Wetter, aufwendigen Dachformen oder wenn die Dachkonstruktion erneuert werden muss, können es 3-4 Wochen werden. Flachdächer sind meist schneller saniert als Steildächer. Die Gerüststellung benötigt zusätzlich 1-2 Tage.
Welches Dachmaterial ist am besten?
Die Wahl des Dachmaterials hängt von Budget, Dachneigung und regionalen Gegebenheiten ab. Tonziegel sind langlebig (80+ Jahre) und preiswert. Betonziegel sind günstiger, aber schwerer. Schiefer ist sehr haltbar und edel, aber teuer. Metalldächer sind leicht und wartungsarm. Bitumenschindeln eignen sich für flache Neigungen. Reetdächer sind ökologisch, aber pflegeintensiv. Berücksichtige auch lokale Bauvorschriften und den Stil der Umgebung.
Muss bei einer Dachsanierung immer gedämmt werden?
Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) muss bei einer Dachsanierung, die mehr als 10 % der Dachfläche betrifft, eine Dämmung nach aktuellem Standard eingebaut werden. Der U-Wert darf maximal 0,24 W/(m²K) betragen. Ausnahmen gelten für denkmalgeschützte Gebäude oder wenn die Maßnahme unwirtschaftlich ist. Eine Dämmung spart langfristig Heizkosten und verbessert das Wohnklima. Die Mehrkosten amortisieren sich meist innerhalb von 10-15 Jahren.
Was ist bei Asbest-Dächern zu beachten?
Asbesthaltige Dächer (meist Wellplatten aus den 1960er-90er Jahren) müssen von Spezialfirmen mit Sachkundenachweis saniert werden. Die Entsorgung ist aufwendig und kostet 30-50 €/m² zusätzlich. Das Material darf nicht gebrochen oder gesägt werden. Die Arbeiter müssen Schutzkleidung tragen und das Gelände muss abgesperrt werden. Melde die Sanierung bei der zuständigen Behörde an. Die fachgerechte Entsorgung wird dokumentiert.
Kann ich Teile der Dachsanierung selbst durchführen?
Einfache Vorarbeiten wie das Entrümpeln des Dachbodens kannst du selbst erledigen. Auch das Entfernen alter Dämmung ist möglich, wenn kein Asbest vorhanden ist. Die eigentliche Dacheindeckung, Abdichtung und Dämmung sollten Profis übernehmen - schon aus Gewährleistungsgründen. Bedenke die Unfallgefahr bei Arbeiten in der Höhe. Für Förderungen ist meist eine Fachfirma vorgeschrieben. Eigenleistung spart selten mehr als 10-15 % der Gesamtkosten.
Wie plane ich den zeitlichen Ablauf einer Dachsanierung?
Idealer Ablauf: 1) Angebote einholen (2-3 Monate vorher), 2) Förderanträge stellen (vor Auftragsvergabe!), 3) Gerüst aufbauen (1-2 Tage), 4) Alte Eindeckung entfernen (1-2 Tage), 5) Unterkonstruktion prüfen/reparieren (1-3 Tage), 6) Dämmung und Unterspannbahn (2-3 Tage), 7) Neue Eindeckung (3-5 Tage), 8) Klempnerarbeiten/Details (1-2 Tage). Beste Zeit: April-Oktober (frostfrei, weniger Regen). Mindestens 2-3 Wochen für die reine Ausführung einplanen.
Welche Garantien und Gewährleistungen gibt es bei Dachsanierungen?
Gesetzliche Gewährleistung: 5 Jahre für Bauwerke (BGB). Herstellergarantie auf Materialien: Ziegel oft 30 Jahre, Dachfenster 10-20 Jahre, Dämmung unbegrenzt. Handwerkergarantie: zusätzlich 2-5 Jahre üblich. Dokumentiere die Sanierung mit Fotos und Rechnungen. Achte auf schriftliche Gewährleistungsvereinbarungen im Vertrag. Bei Mängeln: schriftlich rügen, Frist zur Nachbesserung setzen. Bei Förderungen gelten oft zusätzliche Pflichten wie Wartungsintervalle.