Umrechnungstabelle zwischen Grad und Prozent für Dachneigungen
Grad (°)
Prozent (%)
Verhältnis
Typische Dachform
2°
3,5 %
1:29
Flachdach
5°
8,7 %
1:11
Flachdach
10°
17,6 %
1:6
Pultdach flach
15°
26,8 %
1:4
Pultdach
22°
40,4 %
1:2,5
Satteldach flach
30°
57,7 %
1:1,7
Satteldach Standard
35°
70,0 %
1:1,4
Optimal für Solar
45°
100 %
1:1
Satteldach steil
60°
173 %
1,7:1
Spitzdach/Kirchturm
Formel: Prozent = tan(Grad) × 100. Verhältnis = Höhe : Grundlänge.
Mindestdachneigung nach Eindeckung
Erforderliche Mindestneigung für verschiedene Dacheindeckungen
Eindeckung
Mindestneigung
Regeldachneigung
Hinweis
Bitumenbahn verklebt
2°
3°
Flachdach-Standard
Trapezblech/Wellblech
3°
5°
Mit Dichtband an Überlappung
Kunststoff-Wellplatten
7°
10°
Für Carport/Terrassenüberdachung
Faserzement-Wellplatten
7°
9°
Eternit-Alternative
Betondachsteine
18°
22°
Günstiger als Ton
Frankfurter Pfanne
22°
30°
Klassische Tondachziegel
Biberschwanz
30°
40°
Doppeldeckung
Schiefer
22°
25°
Je nach Deckart
Reet/Stroh
45°
50°
Traditionell, wasserleitend
RDN = Regeldachneigung ohne Zusatzmaßnahmen. Unter Mindestneigung: Zusätzliche Abdichtung nötig.
Häufig gestellte Fragen zum Dachneigungs-Rechner
Wie berechne ich die Dachneigung?
Dachneigung = arctan(Höhe / Grundlänge) × 180 / π. Vereinfacht: Steigung in Prozent = (Höhe / Grundlänge) × 100. Umrechnung: Neigung in Grad ≈ arctan(Prozent / 100). Beispiel: 2 m Höhe, 5 m Grundlänge = 40 % = 21,8°.
Was ist die optimale Dachneigung?
Abhängig von Nutzung und Region. Flachdach: 2-5°. Pultdach: 11-22°. Satteldach: 30-45° (klassisch). Für Solaranlagen optimal: 30-35° nach Süden. Schneereiche Gebiete: mindestens 35° für Schneelast-Abrutsch.
Welche Dachneigung brauche ich für welche Eindeckung?
Mindestneigungen: Bitumenbahnen ab 2°, Trapezblech ab 3°, Dachziegel (Frankfurter Pfanne) ab 22°, Biberschwanz ab 30°, Reet ab 45°. Bei geringerer Neigung: Zusätzliche Maßnahmen gegen Wassereintritt erforderlich.
Die RDN ist die vom Hersteller empfohlene Mindestneigung für eine Dacheindeckung ohne besondere Zusatzmaßnahmen. Unter der RDN: Verstärkte Unterspannung oder wasserdichte Unterkonstruktion nötig.
Wie messe ich die Dachneigung am bestehenden Dach?
Mit Wasserwaage und Zollstock: Horizontale Strecke messen (z. B. 100 cm), vertikale Höhe ablesen. Neigung = Höhe in cm = Prozent. Alternativ: Winkelmesser-App auf dem Smartphone am Sparren anlegen.
Welche Dachneigung für Photovoltaik?
Optimal in Deutschland: 30-35° Neigung, Südausrichtung. Bei Ost/West: 25-30°. Flachdach: Aufständerung auf 15-30°. Zu steile Dächer (>40°) reduzieren den Jahresertrag um ca. 5-10 %.
Wie beeinflusst die Dachneigung die Wohnfläche?
Nach WoFlV: Flächen unter 1 m Raumhöhe zählen nicht, 1-2 m zählt zu 50 %, über 2 m voll. Steilere Dächer = mehr volle Wohnfläche im Dachgeschoss. Drempel erhöht nutzbare Fläche.
Was ist ein Drempel (Kniestock)?
Der Drempel ist die senkrechte Wand zwischen Obergeschoss-Decke und Dachschräge. Typisch 0,8-1,5 m hoch. Mehr Drempel = mehr Stellfläche für Möbel und nutzbare Wohnfläche im Dachgeschoss.
Wie berechne ich die Sparrenlänge?
Sparrenlänge = Grundlänge / cos(Neigung). Beispiel: 5 m Grundlänge, 30° Neigung → 5 / cos(30°) = 5 / 0,866 = 5,77 m. Plus Dachüberstand (meist 30-50 cm) nicht vergessen!
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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