Berechne den Vermieteranteil an den CO2-Kosten aus Verbrauch und Wohnfläche. Inklusive Stufenmodell, Mieteranteil und der Prüfung der Jahresabrechnung.
CO2-Kosten nach CO2KostAufG aufteilen
Berechne Mieter- und Vermieteranteil mit Stufenmodell, Fläche, Verbrauch, Emissionsfaktor und CO2-Preis.
Aufteilung der CO2-Kosten
Jahreskosten, Monatsanteile, CO2-Stufe und Kennzahlen
Gib Verbrauch oder CO2-Kosten, Preis und Fläche ein.
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Wie berechnet der Vermieteranteil-CO2-Kosten-Rechner den Anteil?
ƒNicht umlagefähiger CO2-Kostenanteil
V=KCO2×qV
Variablen
V
Vermieteranteil-Der Anteil an den CO2-Kosten, der rechnerisch beim Vermieter bleibt.
KCO2
CO2-Kosten-Jahresbetrag aus der Abrechnung oder Modellbetrag aus Verbrauch, Emissionsfaktor und CO2-Preis.
qV
Vermieterquote-Quote aus dem Wohngebäude-Stufenmodell oder aus der 50/50-Aufteilung bei Nichtwohngebäuden.
Amtliches Stufenmodell für Wohngebäude und Vermieteranteil
Der Vermieteranteil steigt, wenn die CO2-Intensität des Gebäudes höher ist. Diese Tabelle zeigt die Wohngebäude-Stufen mit Mieter- und Vermieterquote.
Stufe
CO2-Ausstoß
Vermieteranteil
Mieteranteil
Stufe 1
unter 12 kg CO2/m2a
0 %
100 %
Stufe 2
12 bis unter 17 kg CO2/m2a
10 %
90 %
Stufe 3
17 bis unter 22 kg CO2/m2a
20 %
80 %
Stufe 4
22 bis unter 27 kg CO2/m2a
30 %
70 %
Stufe 5
27 bis unter 32 kg CO2/m2a
40 %
60 %
Stufe 6
32 bis unter 37 kg CO2/m2a
50 %
50 %
Stufe 7
37 bis unter 42 kg CO2/m2a
60 %
40 %
Stufe 8
42 bis unter 47 kg CO2/m2a
70 %
30 %
Stufe 9
47 bis unter 52 kg CO2/m2a
80 %
20 %
Stufe 10
ab 52 kg CO2/m2a
95 %
5 %
Quelle ist die Anlage zu den §§ 5 bis 7 CO2KostAufG. Bei Nichtwohngebäuden wird im Rechner eine hälftige Aufteilung modelliert.
Beispielrechnungen für Vermieteranteile
Die Beispiele zeigen, wie sich der nicht umlagefähige CO2-Kostenanteil bei unterschiedlichen Gebäudewerten verändert.
Szenario
kg CO2 je m²
CO2-Kosten
Vermieter
Mieter
Stufe
Einordnung
Standardfall mit Erdgas
30,3
218,16 €
87,26 €
130,90 €
Stufe 5
Der Vermieter trägt einen mittleren Anteil der CO2-Kosten.
Niedrigere Gebäudeintensität
16,5
109,08 €
10,91 €
98,17 €
Stufe 2
Die Stufe fällt niedriger aus, der Vermieteranteil sinkt.
Hohe Emissionen mit Heizöl
66,5
478,80 €
454,86 €
23,94 €
Stufe 10
Die hohe Stufe verschiebt den größten Anteil zum Vermieter.
Die Beispiele dienen der Plausibilisierung. Für die konkrete Umlage zählen die Werte aus der Heizkostenabrechnung.
Kontrolle des Vermieteranteils in der Abrechnung
Diese Prüfpunkte helfen, den ausgewiesenen Vermieteranteil mit den Eingaben des Rechners abzugleichen.
Kontrollfrage
Warum relevant
Mögliche Folge
Sind CO2-Kosten getrennt ausgewiesen?
Der Vermieteranteil bezieht sich nur auf diese Kostenposition.
Ohne getrennte Angabe ist die Aufteilung schwer nachprüfbar.
Stimmt die Fläche?
Die Fläche bestimmt die CO2-Intensität je m².
Eine falsche Fläche kann die Stufe und den Vermieteranteil verschieben.
Passt der Energieträger?
Emissionsfaktor und Verbrauch müssen zum Brennstoff passen.
Ein falscher Faktor verändert CO2-Menge und Kostenanteile.
Wird ein Sonderfall behauptet?
Abweichungen vom Standard brauchen nachvollziehbare Begründungen.
Ohne Nachweis sollte die Standardrechnung genauer geprüft werden.
Die Kontrolle ist eine rechnerische Vorprüfung. Für Einwände gegen eine Abrechnung sind Originalunterlagen und rechtliche Bewertung entscheidend.
Häufig gestellte Fragen zum Vermieteranteil-CO2-Kosten-Rechner
Was berechnet der Vermieteranteil-CO2-Kosten-Rechner?
Der Vermieteranteil-CO2-Kosten-Rechner ermittelt, welcher Teil der CO2-Kosten nicht beim Mieter angesetzt werden sollte, sondern beim Vermieter verbleibt. Er ordnet Wohngebäude über die CO2-Intensität einer Stufe zu und zeigt Jahresbetrag, Monatswert, Mieteranteil, Vermieteranteil und die zugrunde liegenden Kennzahlen transparent nebeneinander.
Welche Abrechnungsdaten brauche ich für den Vermieteranteil?
Am besten nutzt du die CO2-Kosten direkt aus der Heizkostenabrechnung. Zusätzlich brauchst du die Fläche und die Angaben, aus denen die Einstufung nachvollziehbar wird. Wenn kein CO2-Kostenbetrag ausgewiesen ist, kann der Rechner aus Verbrauch, Emissionsfaktor und CO2-Preis eine Modellrechnung erstellen. Diese Modellrechnung ersetzt aber nicht die Unterlagen der Abrechnung.
Warum ist die CO2-Intensität wichtiger als der absolute Verbrauch?
Der absolute Verbrauch sagt noch nicht, wie emissionsintensiv ein Gebäude je m² ist. Ein großes Gebäude kann hohe Gesamtemissionen haben und trotzdem in einer anderen Stufe liegen als eine kleine, sehr ineffiziente Einheit. Der Rechner teilt die CO2-Menge durch die relevante Fläche und leitet daraus die Stufe ab, die den Vermieteranteil bestimmt.
Was bedeutet Stufe 10 für den Vermieteranteil?
Stufe 10 steht im Wohngebäude-Modell für eine sehr hohe CO2-Intensität. In dieser Stufe bleibt der mit Abstand größte Kostenanteil beim Vermieter. Wenn der Rechner Stufe 10 ausgibt, solltest du Fläche, Verbrauch, Emissionsfaktor und Zeitraum besonders sorgfältig kontrollieren, weil jeder dieser Werte die Einstufung beeinflussen kann.
Wie unterscheidet sich der Rechner von einer einfachen Prozentrechnung?
Eine einfache Prozentrechnung setzt die Quote bereits voraus. Dieser Rechner leitet die Quote zuerst aus der Gebäude- oder Wohnungssituation ab. Er berechnet den CO2-Ausstoß je m² und Jahr, ordnet die passende Stufe zu und verteilt erst danach die CO2-Kosten. Dadurch erkennst du, ob der Vermieteranteil aus plausiblen Daten entsteht oder nur nachträglich eingesetzt wurde.
Kann ich den Vermieteranteil für mehrere Wohnungen einzeln prüfen?
Ja, wenn du je Wohnung oder Abrechnungseinheit die passende Fläche und die zugeordneten CO2-Kosten oder Verbrauchsdaten hast. Bei zentraler Wärmeversorgung kann die Gesamtwohnfläche des Gebäudes maßgeblich sein. Deshalb solltest du vor der Einzelprüfung klären, welche Fläche und welcher Abrechnungszuschnitt in der Originalabrechnung verwendet wurden.
Was gilt bei Nichtwohngebäuden im Rechner?
Für Nichtwohngebäude zeigt der Rechner eine 50/50-Aufteilung. Das entspricht der aktuellen offiziellen Orientierung, dass Mietende höchstens die Hälfte der CO2-Kosten tragen. Sobald vertragliche Besonderheiten, gemischte Nutzung oder besondere Nachweise im Spiel sind, reicht die Modellrechnung nicht aus und die konkrete Abrechnung sollte separat geprüft werden.
Warum kann der Vermieteranteil von der Abrechnung abweichen?
Abweichungen entstehen häufig durch Rundungen, andere Emissionsfaktoren, anteilige Zeiträume, abweichende Flächen, direkt ausgewiesene Lieferantenwerte oder Sonderfälle. Der Rechner zeigt dir, welche Eingabe die Abweichung wahrscheinlich verursacht. Für einen Widerspruch oder eine Korrektur brauchst du trotzdem die Originaldaten und eine fachliche Prüfung.
Welche Sonderfälle bildet der Rechner nicht vollständig ab?
Der Rechner bildet die Standardlogik ab. Er entscheidet nicht, ob energetische Verbesserungen rechtlich oder tatsächlich eingeschränkt waren, ob Ausnahmen ausreichend nachgewiesen sind oder wie gemischte Gebäudenutzungen im Detail zu behandeln sind. Solche Fragen hängen stark vom Einzelfall ab und sollten nicht allein aus dem Rechnerergebnis entschieden werden.
Wie nutze ich das Ergebnis für die Kontrolle der Abrechnung?
Vergleiche zuerst die CO2-Gesamtkosten und die verwendete Fläche mit deiner Abrechnung. Danach prüfst du die Stufe, den Vermieteranteil in Prozent und den Eurobetrag. Wenn nur einer dieser Bausteine abweicht, liegt die Ursache oft in einer Eingabe oder Rundung. Wenn mehrere Bausteine abweichen, solltest du die Berechnungsgrundlagen vollständig anfordern.