Niedrigerer U-Wert = bessere Dämmung. U-Wert = Wärmeverlust in Watt pro m² bei 1 Kelvin Temperaturdifferenz.
Energieeffizienzklassen für Gebäude
Klasse
kWh/(m²·a)
Typisches Gebäude
Heizkosten/m² (Gas)
A+
< 30
Passivhaus, KfW 40+
< 3 €
A
30-50
KfW 40, Effizienzhaus
3-5 €
B
50-75
KfW 55, guter Neubau
5-8 €
C
75-100
Neubau nach GEG 2024
8-10 €
D
100-130
Sanierter Altbau
10-13 €
E
130-160
Teilsanierter Altbau
13-16 €
F
160-200
Unsanierter Altbau (80er)
16-20 €
G
200-250
Unsanierter Altbau (60-70er)
20-25 €
H
> 250
Schlecht gedämmter Altbau
> 25 €
Heizkosten bei 10,87 ct/kWh. Bei 100 m² Wohnfläche: Klasse C = 815-1.087 €/Jahr, Klasse G = 2.174-2.718 €/Jahr.
Häufig gestellte Fragen zum U-Wert-Rechner
Was ist der U-Wert und warum ist er wichtig?
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil entweicht. Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmung. Einheit: W/(m²·K). Für Außenwände fordert das GEG maximal 0,24 W/(m²·K), Passivhäuser erreichen 0,10-0,15.
Wie berechnet man den U-Wert?
U = 1 / R_gesamt, wobei R_gesamt = Rsi + Σ(d/λ) + Rse. d = Schichtdicke in Metern, λ = Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K). Rsi (innen) = 0,13 m²·K/W, Rse (außen) = 0,04 m²·K/W. Jede Schicht addiert R = d/λ zum Gesamtwiderstand.
Was bedeutet der Lambda-Wert (λ)?
Lambda ist die Wärmeleitfähigkeit eines Materials. Je niedriger, desto besser dämmt es. Typische Werte: EPS-Dämmung 0,035, Mineralwolle 0,035, PUR/PIR 0,024, Beton 2,1, Ziegel 0,68 W/(m·K). Gute Dämmstoffe liegen unter 0,05.
Welche U-Werte fordert das GEG?
GEG-Anforderungen 2026: Außenwand ≤0,24, Dach ≤0,24, oberste Geschossdecke ≤0,24, Kellerdecke ≤0,30, Fenster ≤1,30 W/(m²·K). Diese Werte gelten bei größeren Sanierungen von Bestandsgebäuden.
Wie viel Dämmung brauche ich für einen guten U-Wert?
Faustformel für Außenwand: 16-20 cm Dämmung (λ 0,035) ergibt U ≈ 0,20. Für Passivhaus-Standard (U 0,15): ca. 25-30 cm. Je besser das λ des Dämmstoffs, desto dünner kann die Schicht sein.
Was ist der Unterschied zwischen R-Wert und U-Wert?
R-Wert = Wärmewiderstand (je höher, desto besser), U-Wert = Wärmedurchgang (je niedriger, desto besser). U = 1/R. Der R-Wert addiert sich bei mehreren Schichten, der U-Wert wird aus dem Gesamt-R berechnet.
Welche Dämmstoffe haben die besten Lambda-Werte?
Beste Dämmwirkung: Vakuum-Isolationspaneele (VIP) 0,007, Aerogel 0,013, PUR/PIR 0,024, XPS 0,034, EPS/Mineralwolle 0,035, Holzfaser 0,042. VIP/Aerogel sind teurer, aber ermöglichen dünnere Aufbauten.
Wie wirken sich Wärmebrücken auf den U-Wert aus?
Wärmebrücken (z. B. Balkondurchdringungen, Fensterlaibungen) verschlechtern den effektiven U-Wert um 0,05-0,15 W/(m²·K). Bei der Gesamtberechnung werden Wärmebrückenzuschläge nach DIN 4108 addiert.
Was bedeutet der Wärmedurchlasswiderstand Rsi und Rse?
Rsi (innen) = 0,13 m²·K/W und Rse (außen) = 0,04 m²·K/W sind Übergangswiderstände der Grenzschichten zwischen Luft und Bauteil. Die Übergangswiderstände werden immer zum Gesamt-R addiert und sind DIN-genormt.
Wie verbessere ich den U-Wert einer Bestandswand?
WDVS (Wärmedämmverbundsystem): 12-20 cm Dämmung außen aufbringen. Innendämmung: 6-10 cm, aber Vorsicht vor Tauwasser. Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk. Berechne vorher den neuen U-Wert.
Welche Bauteilschichten braucht der U-Wert-Rechner?
Im U-Wert-Rechner zählen Material, Schichtdicke, Wärmeleitfähigkeit, Innen- und Außenübergang sowie Wärmebrücken. Stromtarife spielen für die Bauteilberechnung keine Rolle.
Warum ist der Jahresverbrauch wichtiger als ein Einzelmonat?
Energieverbrauch schwankt nach Saison, Nutzung und Wetter. Ein Jahreswert glättet diese Effekte und ist für Tarifvergleich, Kostenprognose und Einsparpotenzial belastbarer.