Ab 2024: bis 800 W Wechselrichterleistung erlaubt. Ersparnis bei 30 ct/kWh: 210-240 € pro Jahr.
Häufig gestellte Fragen zum Balkonkraftwerk-Ertrag-Rechner
Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk pro Jahr?
Ein 800-Wp-Balkonkraftwerk erzeugt in Deutschland ca. 700-950 kWh pro Jahr bei optimaler Ausrichtung (Süden, 30° Neigung). In Süddeutschland sind bis zu 1.000 kWh möglich, in Norddeutschland ca. 650-800 kWh. Das entspricht etwa 20-25 % des Stromverbrauchs eines 2-Personen-Haushalts.
Welche Ausrichtung ist für Balkonkraftwerke optimal?
Optimale Ausrichtung: Süden mit 30-35° Neigung (100 % Ertrag). Südost/Südwest: 95 %. Osten/Westen: 80 % - dafür gleichmäßigere Erzeugung über den Tag. Balkonbrüstung (90° senkrecht): ca. 65-70 %. Bei Ost-West-Aufstellung auf Flachdächern erreicht man 85-90 % bei längerer Erzeugungsdauer.
Was kostet ein Balkonkraftwerk und wann amortisiert es sich?
Komplettset 800 Wp: ca. 500-800 € (2 Module, Wechselrichter, Halterung, Kabel). Bei 800 kWh Jahresertrag, 70 % Eigenverbrauch und 0,36 €/kWh Strompreis: 800 × 0,7 × 0,36 = 201 € Ersparnis/Jahr. Amortisation in 3-4 Jahren. Über 25 Jahre Lebensdauer: ca. 4.000-5.000 € Ersparnis.
Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?
Seit 2024 gilt: Anlagen bis 800 Wp sind anmeldefrei beim Netzbetreiber (vereinfachtes Verfahren). Die Registrierung im Marktstammdatenregister bleibt Pflicht (kostenlos online). Beim Vermieter sollte man das Vorhaben ankündigen. Ein rückwärtsdrehender Zähler muss gegen einen modernen Zweirichtungszähler getauscht werden (kostenlos vom Netzbetreiber).
Was ist der Eigenverbrauchsanteil und wie kann ich ihn erhöhen?
Der Eigenverbrauchsanteil gibt an, wie viel des erzeugten Stroms du selbst nutzt (Rest geht ins Netz ohne Vergütung). Typisch: 50-70 % ohne Speicher. Erhöhung durch: Verbraucher tagsüber laufen lassen (Waschmaschine, Spülmaschine), Grundlast erhöhen (Kühlschrank, Router), E-Auto laden, Mini-Speicher (500-2.000 Wh). Jede selbst verbrauchte kWh spart 36 Cent.
Wie viele Module darf ein Balkonkraftwerk haben?
Die 800-Wp-Grenze bezieht sich auf die Wechselrichter-Leistung, nicht die Modulleistung. Du darfst mehr Modulleistung installieren (z. B. 2 × 450 Wp = 900 Wp), der Wechselrichter begrenzt auf 800 W Einspeisung. Vorteil: Bei schlechtem Wetter oder nicht optimaler Ausrichtung erzeugst du trotzdem volle 800 W. Überbelegung von 10-20 % ist sinnvoll.
Welche Voraussetzungen muss mein Balkon erfüllen?
Wichtige Voraussetzungen: Tragfähige Balkonbrüstung oder Geländer, möglichst geringe Verschattung (Bäume, Nachbargebäude), Zugang zu einer Steckdose (Schuko oder Wieland). Bei Mietwohnungen: Zustimmung des Vermieters empfohlen (rechtlich umstritten). Optimale Ausrichtung Süd-Südwest, aber auch Ost/West funktioniert. Minimale Fläche: ca. 4 m² für 2 Module.
Was passiert mit überschüssigem Strom?
Überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Bei Balkonkraftwerken gibt es derzeit keine Einspeisevergütung - der Strom wird verschenkt. Daher ist hoher Eigenverbrauch wichtig für die Wirtschaftlichkeit. Mini-Speicher (ca. 500-1.500 €) können den Eigenverbrauch auf 80-90 % erhöhen, verlängern aber die Amortisation.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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