Werte für Mittel-/Süddeutschland. Norddeutschland ca. 10 % weniger. Verschattung zusätzlich.
Globalstrahlung nach Standort in Deutschland
Region
Globalstrahlung (kWh/m²)
Ertrag 800 Wp (ca.)
Südbayern
1.150-1.200
850-900 kWh
Baden-Württemberg
1.100-1.150
800-850 kWh
NRW/Hessen
1.000-1.050
750-800 kWh
Norddeutschland
950-1.000
700-750 kWh
Küste/Bergland
900-950
650-700 kWh
Erträge bei optimaler Südausrichtung ohne Verschattung. Tatsächliche Werte standortabhängig.
Häufig gestellte Fragen zum Balkonkraftwerk-Ausrichtungs-Rechner
Welche Ausrichtung ist für ein Balkonkraftwerk optimal?
Ideal ist Süd-Ausrichtung mit 30-35° Neigung, das ergibt 100 % Ertrag. Südost/Südwest: ca. 95 %. Ost/West: ca. 80-85 %. Nord: nur ca. 50-60 %, meist nicht wirtschaftlich. Auch Ost-West-Kombination kann sinnvoll sein, um Morgen- und Abendsonne zu nutzen.
Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk pro Jahr?
Ein 800-Wp-Balkonkraftwerk erzeugt bei optimaler Ausrichtung ca. 700-900 kWh pro Jahr in Deutschland. Bei Südlage und 30° Neigung: ca. 850 kWh. Bei Ost/West-Ausrichtung: ca. 650-700 kWh. Das entspricht ca. 20-25 % des Stromverbrauchs eines Durchschnittshaushalts.
Was bedeutet die Neigung beim Balkonkraftwerk?
Die Neigung ist der Winkel zur Horizontalen. Optimal in Deutschland: 30-35°. Senkrechte Montage (90°) am Balkongeländer: ca. 70 % Ertrag. Flache Montage (10-15°) auf Flachdach: ca. 90 %. Im Winter ist steilere Neigung besser, im Sommer flachere.
Beeinflusst Verschattung den Ertrag stark?
Ja, erheblich! Teilweise Verschattung kann den Ertrag um 20-50 % reduzieren. Bei Reihenschaltung mindert ein verschattetes Modul die gesamte Anlage. Moderne Mikrowechselrichter mit MPP-Trackern pro Modul minimieren Verluste. Schatten durch Bäume, Gebäude oder Geländer prüfen.
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk bei Nordausrichtung?
Bei reiner Nordausrichtung nur bedingt. Ertrag: ca. 50-60 % des Optimums. Amortisation dauert dann 8-12 Jahre statt 4-6 Jahre. Alternativen: Module seitlich am Balkon (Ost/West), Aufständerung auf dem Balkon Richtung Süd, oder Fassadenmontage an Südseite.
Wie berechne ich den Eigenverbrauchsanteil?
Eigenverbrauch = selbst genutzter Strom ÷ erzeugter Strom. Typisch ohne Speicher: 30-50 %. Mit Grundlast-Optimierung (Kühlschrank, Router, Standby): bis 70 %. Hoher Eigenverbrauch ist wichtig, da Einspeisung oft nicht vergütet wird. Geräte tagsüber laufen lassen.
Was bringt eine Ost-West-Ausrichtung?
Ost-West-Ausrichtung verteilt den Ertrag über den Tag: Morgens Strom aus Osten, abends aus Westen. Gesamtertrag: ca. 80-85 % von Süd. Vorteil: Höherer Eigenverbrauch, da Strom produziert wird, wenn er gebraucht wird (morgens und abends). Ideal für Berufstätige.
Welche Rolle spielt der Standort in Deutschland?
Globalstrahlung variiert: Süddeutschland ca. 1.100-1.200 kWh/m², Norddeutschland ca. 950-1.050 kWh/m². Das bedeutet ca. 10-15 % Ertragsunterschied. München vs. Hamburg: ca. 100 kWh/Jahr Unterschied bei 800-Wp-Anlage. Auch in Norddeutschland lohnt sich ein Balkonkraftwerk.
Wie wirkt sich Schnee auf den Ertrag aus?
Schneebedeckte Module produzieren keinen Strom. Bei steiler Montage rutscht Schnee schneller ab. Im Winter (Nov-Feb) wird ohnehin nur ca. 15-20 % des Jahresertrags erzeugt. Schneeverluste sind in der Gesamtbilanz gering (ca. 2-5 % des Jahresertrags).
Kann ich den Ertrag meines Balkonkraftwerks messen?
Ja, über Energiemessgeräte (Steckdose mit Zähler, ca. 20-40 €) oder App des Wechselrichters (bei WLAN-fähigen Modellen). Monitoring hilft, Verschattung und Defekte zu erkennen. Tageserträge von 2-4 kWh im Sommer und 0,5-1 kWh im Winter sind normal.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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