JAZ = Jahresarbeitszahl (realer Durchschnitt). Stromkosten bei 37,0 ct/kWh. Wärmepumpentarife können abweichen.
Wärmepumpe vs. Gasheizung: Kostenvergleich
Jahreskosten für 20.000 kWh Heizwärmebedarf
Heizungsart
Energieverbrauch
Energiepreis
Jahreskosten
Gasheizung (95 % Wirkungsgrad)
21.050 kWh Gas
10,87 ct/kWh
2.288 €
Wärmepumpe (JAZ 3,5)
5.714 kWh Strom
37,0 ct/kWh
2.114 €
Wärmepumpe (JAZ 4,0)
5.000 kWh Strom
37,0 ct/kWh
1.850 €
Ölheizung (90 % Wirkungsgrad)
2.222 Liter Öl
1,00 €/Liter
2.222 €
Preise Stand 2026. Mit PV-Eigenverbrauch sinken die Wärmepumpenkosten erheblich.
Häufig gestellte Fragen zum Wärmepumpen-Stromverbrauch-Rechner
Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe pro Jahr?
Der Stromverbrauch hängt vom Wärmebedarf und der Effizienz (JAZ) ab. Faustformel: Stromverbrauch = Wärmebedarf / JAZ. Beispiel: 15.000 kWh Wärmebedarf / JAZ 4 = 3.750 kWh Strom. In einem gut gedämmten Einfamilienhaus (150 m²) sind 3.000-5.000 kWh/Jahr typisch, bei Altbauten 5.000-8.000 kWh/Jahr.
Was ist die Jahresarbeitszahl (JAZ)?
Die JAZ zeigt, wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus einer kWh Strom erzeugt. JAZ 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Typische Werte: Luft-Wärmepumpe 2,5-3,5, Sole-Wärmepumpe 3,5-4,5, Wasser-Wärmepumpe 4,0-5,0. Je höher die JAZ, desto effizienter und günstiger die Wärmepumpe.
Wie hoch sind die Stromkosten einer Wärmepumpe?
Die Stromkosten ergeben sich aus Wärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl × Strompreis. Bei 16.000 kWh Wärmebedarf und JAZ 4 braucht die Wärmepumpe etwa 4.000 kWh Strom. Multipliziere diesen Wert mit deinem eigenen Arbeitspreis und addiere den Grundpreis. Ein Wärmepumpentarif kann günstiger sein, lohnt sich aber nur, wenn Messkosten, Grundpreis und Sperrzeiten zum Verbrauch passen.
Was beeinflusst den Stromverbrauch der Wärmepumpe?
Hauptfaktoren: Gebäudedämmung (je besser, desto weniger Verbrauch), Vorlauftemperatur (Fußbodenheizung ideal), Außentemperatur, Warmwasserbereitung, Wärmepumpentyp. Auch Nutzerverhalten und Wartungszustand spielen eine Rolle.
Gibt es günstigere Stromtarife für Wärmepumpen?
Ja, viele Anbieter bieten spezielle Wärmepumpentarife an: 15-25 % günstiger als Haushaltsstrom. Voraussetzung ist meist ein separater Zähler und die Bereitschaft zu Sperrzeiten (2 Stunden pro Tag). Vergleiche Angebote, da die Preise stark variieren.
Wie viel Wärme braucht mein Haus?
Richtwerte pro m² und Jahr: Neubau (KfW 55): 35-50 kWh/m², sanierter Altbau: 80-120 kWh/m², unsanierter Altbau: 150-200 kWh/m². Bei 150 m² Wohnfläche: Neubau ca. 6.000 kWh, Altbau ca. 18.000 kWh. Den genauen Wert ermittelt ein Energieberater.
Verbraucht die Wärmepumpe auch im Sommer Strom?
Ja, für Warmwasserbereitung und Umwälzpumpen. Im Sommer typisch 10-15 % des Jahresverbrauchs. Bei Kombination mit Kühlfunktion (passive oder aktive Kühlung) steigt der Sommerverbrauch. Die Hauptlast liegt im Winter (Heizperiode Oktober-April).
Was ist effizienter: Luft- oder Erdwärmepumpe?
Erdwärmepumpen sind effizienter (höhere JAZ), da die Erdtemperatur konstanter ist als die Lufttemperatur. JAZ Erdwärme: 4,0-4,5, JAZ Luft: 3,0-3,5. Allerdings sind die Installationskosten höher (Bohrung oder Flächenkollektor). Bei guter Gebäudedämmung reicht oft eine Luft-Wärmepumpe.
Wie kann ich den Stromverbrauch meiner Wärmepumpe senken?
Oft ja, wenn: Vorlauftemperatur unter 55 °C möglich ist, Heizkörper groß genug sind oder Fußbodenheizung vorhanden, das Gebäude einigermaßen gedämmt ist. Mit einer Hochtemperatur-Wärmepumpe (bis 70 °C) auch bei höheren Vorlauftemperaturen möglich, aber weniger effizient.
Welche Verbrauchswerte sind für den Wärmepumpen-Stromverbrauch-Rechner belastbar?
Am besten eignen sich Jahresabrechnung, Zählerstand, Brennwert, Zustandszahl und Tarifdaten. Einzelne Wintermonate können wegen Wetter und Heizverhalten stark vom Jahreswert abweichen.
Warum sollte ich Grundpreis und Arbeitspreis trennen?
Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an, der Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde. Wer beides vermischt, vergleicht Tarife mit hohem oder niedrigem Verbrauch falsch.