Prüfe, ob sich eine Wärmepumpe für dein Haus lohnt. Bewertung basierend auf Gebäudezustand und Heizungssystem
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Prüfe, ob sich eine Wärmepumpe für dein Haus eignet
Voraussetzungen für eine Wärmepumpe
Gute Dämmung: Je besser gedämmt, desto effizienter die Wärmepumpe.
Flächenheizung: Fußbodenheizung ist ideal wegen niedriger Vorlauftemperaturen.
Ausreichend Platz: Für das Außengerät und evtl. Erdsondenbohrung.
Stromanschluss: Oft ist ein Starkstromanschluss erforderlich.
Förderung: Meist sind bis zu 70 % Zuschuss über KfW 458 möglich. Ab 21. Juli 2026 gilt für bestimmte selbstnutzende Haushalte in der niedrigsten Einkommensstufe eine Obergrenze von 80 %.
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Auch bei kritischen Werten kann eine Wärmepumpe funktionieren, mit Anpassungen.
Wärmepumpen-Förderung 2026
BEG-Förderung für Heizungstausch
Förderart
Höhe oder Wirkung
Bedingung
Grundförderung
30 %
Für alle Eigentümer (Heizungstausch)
Klimageschwindigkeits-Bonus
+16 %
Ab 21.07.2026, Selbstnutzung und passende Altanlage
Einkommens-Bonus
+10 bis 40 %
Ab 21.07.2026, Selbstnutzung und anzurechnendes Einkommen bis 50.000 €
Familienzuschlag
Einkommensgrenze einmalig +10.000 €
Mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt
Maximum
70 oder 80 %
80 % nur bei Selbstnutzung in der niedrigsten Einkommensstufe
Als Quelle dient die KfW-Seite „Anpassungen 2026“. Die seit 21.07.2026 geltenden Förderbedingungen sind auf der KfW-Produktseite 458 veröffentlicht. Für die erste Wohneinheit sind höchstens 28.000 € förderfähig. Bis 20.07.2026 galten 30.000 €, 20 % Klimabonus, 30 % Einkommensbonus, 5 % Effizienzbonus und maximal 70 %.
Häufig gestellte Fragen zum Wärmepumpencheck
Eignet sich mein Haus für eine Wärmepumpe?
Ideale Voraussetzungen: Gute Dämmung (Energieklasse B-C oder besser), Fußbodenheizung oder Niedertemperatur-Heizkörper, Platz für Außengerät oder Erdsondenbohrung. Auch ältere Häuser können geeignet sein, oft mit höheren Anforderungen an Dämmung oder Heizkörpertausch.
Welche Vorlauftemperatur brauche ich?
Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter die Wärmepumpe. Ideal: 35 °C (Fußbodenheizung), gut: 45 °C (Niedertemperatur-Heizkörper), möglich: 55 °C (normale Heizkörper). Über 55 °C wird es ineffizient, hier helfen Hochtemperatur-Wärmepumpen oder größere Heizkörper.
Was kostet eine Wärmepumpe?
Anschaffung inklusive Installation: Luft-Wärmepumpe 15.000-25.000 €, Erdwärmepumpe 25.000-45.000 € inklusive Bohrung. Die tatsächliche Förderung hängt vom Antragsdatum, Einkommen, der Selbstnutzung und der ersetzten Heizung ab. Ab 21. Juli 2026 sind in der niedrigsten Einkommensstufe bis zu 80 % möglich, meist gilt eine Obergrenze von 70 %. Laufende Kosten sind oft niedriger als bei Gas oder Öl.
Welche Förderungen gibt es für Wärmepumpen?
Für selbstnutzende Eigentümer läuft die Heizungsförderung über KfW 458. Bis 20. Juli 2026 gelten für die erste Wohneinheit 30.000 € förderfähige Kosten und höchstens 70 %. Ab 21. Juli sinkt die Kostengrenze auf 28.000 €. Die allgemeine Obergrenze bleibt 70 %, für bestimmte selbstnutzende Haushalte in der niedrigsten Einkommensstufe sind bis zu 80 % beziehungsweise 22.400 € möglich. Antrag, Zusage und technische Mindestanforderungen müssen vor der Umsetzung geprüft werden.
Ist eine Luft-Wärmepumpe zu laut?
Moderne Geräte: 35-50 dB(A) im Betrieb, vergleichbar mit Kühlschrank oder leiser Unterhaltung. Flüstermodi (Nachtmodus) reduzieren auf 30-35 dB. Mindestabstand zum Nachbarn beachten (meist 3 m). Schallschutzmaßnahmen bei enger Bebauung möglich.
Funktioniert die Wärmepumpe auch bei Minusgraden?
Ja, moderne Luft-Wärmepumpen funktionieren bis -20 °C. Die Effizienz sinkt bei Kälte (weniger Wärme in der Luft), daher steigt der Stromverbrauch. Bei sehr niedrigen Temperaturen schaltet ein elektrischer Heizstab zu. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen sind unabhängig von der Außentemperatur.
Brauche ich eine Fußbodenheizung für die Wärmepumpe?
Nicht zwingend, aber ideal. Fußbodenheizung ermöglicht niedrige Vorlauftemperaturen (35 °C) und hohe Effizienz. Alternativen: Große Niedertemperatur-Heizkörper, Wandheizung, Deckenheizung. Bestehende Heizkörper können oft durch größere ersetzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen COP und JAZ?
COP (Coefficient of Performance) ist die Effizienz bei einem bestimmten Betriebspunkt (z. B. A7/W35 = 7 °C Außentemperatur, 35 °C Vorlauf). JAZ (Jahresarbeitszahl) ist der Durchschnitt über ein ganzes Jahr. Die JAZ ist praxisrelevanter und liegt meist unter dem COP.
Kann ich meine Gasheizung mit einer Wärmepumpe kombinieren?
Ja, als Hybrid-Heizung. Die Wärmepumpe deckt die Grundlast (milde Temperaturen), die Gasheizung springt bei Kälte ein. Vorteil: Geringere Investitionskosten, Nutzung bestehender Infrastruktur. Nachteil: Zwei Systeme zu warten, weniger Förderung.
Wie lange hält eine Wärmepumpe?
Lebensdauer: 15-25 Jahre, vergleichbar mit Gas- oder Ölheizung. Der Verdichter (Kompressor) ist das verschleißanfälligste Teil. Regelmäßige Wartung (jährlich empfohlen) verlängert die Lebensdauer. Erdsondenbohrungen halten 50-100 Jahre.
Welche Verbrauchswerte sind für den Wärmepumpencheck belastbar?
Am besten eignen sich Jahresabrechnung, Zählerstand, Brennwert, Zustandszahl und Tarifdaten. Einzelne Wintermonate können wegen Wetter und Heizverhalten stark vom Jahreswert abweichen.
Warum sollte ich Grundpreis und Arbeitspreis trennen?
Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an, der Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde. Wer beides vermischt, vergleicht Tarife mit hohem oder niedrigem Verbrauch falsch.