Zu versteuerndes Einkommen-Einkünfte minus Freibeträge und Sonderausgaben
ESt
Einkommensteuer-Jährliche Steuerlast
Einkommensteuer-Tarif 2026
Steuersätze nach zu versteuerndem Einkommen
Zone
Von
Bis
Steuersatz
Grundfreibetrag
0 €
12348 €
0 %
Progressionszone 1
12349 €
17799 €
14-24 %
Progressionszone 2
17800 €
69878 €
24-42 %
Proportionalzone
69879 €
277825 €
42 %
Reichensteuer
277826 €
∞
45 %
Steuertarif 2026 nach § 32a EStG
Kapitalertragsteuer 2026
Abgeltungsteuer auf Kapitaleinkünfte
Bestandteil
Satz
Anwendung
Abgeltungsteuer ohne Kirchensteuer
25,00 %
Auf steuerpflichtige Kapitalerträge
Solidaritätszuschlag ohne Kirchensteuer
1,375 %
5,5 % der Abgeltungsteuer
Gesamt (ohne Kirche)
26,375 %
Effektiver Steuersatz
Abgeltungsteuer mit Kirche 8 %
24,51 %
Reduzierter Satz wegen Sonderausgabenwirkung der Kirchensteuer
Kirchensteuer 8 % effektiv
1,96 %
Bayern, Baden-Württemberg
Gesamt (mit Kirche 8 %)
27,82 %
Kapitalertragsteuer, Soli und Kirchensteuer zusammen
Abgeltungsteuer mit Kirche 9 %
24,45 %
Reduzierter Satz wegen Sonderausgabenwirkung der Kirchensteuer
Kirchensteuer 9 % effektiv
2,20 %
Übrige Bundesländer
Gesamt (mit Kirche 9 %)
27,99 %
Kapitalertragsteuer, Soli und Kirchensteuer zusammen
Sparerpauschbetrag 2026: 1.000 € (Einzelperson) / 2.000 € (Verheiratet). Bei Kirchensteuerpflicht ist der Kapitalertragsteuer-Satz effektiv reduziert.
Häufig gestellte Fragen zum Steuerrechner
Welche Steuerarten kann ich mit diesem Rechner berechnen?
Der Steuerrechner deckt die drei wichtigsten Steuerarten ab: 1) Einkommensteuer mit progressivem Tarif von 14-45 %, Grundfreibetrag und allen Steuerklassen, 2) Kapitalertragsteuer für Aktien (Abgeltungsteuer 25 %), Kryptowährungen und Immobilien mit entsprechenden Haltefristen und Freibeträgen, 3) Grundsteuer für Wohn- und Gewerbeimmobilien mit kommunalen Hebesätzen. Alle Berechnungen basieren auf den aktuellen Gesetzen für 2026.
Wie wird die Einkommensteuer in Deutschland berechnet?
Die Einkommensteuer folgt einem progressiven Tarif: Bis 12.348 € (Grundfreibetrag 2026) fällt keine Einkommensteuer an, danach steigt der Grenzsteuersatz schrittweise. 2026 beginnt der Spitzensteuersatz von 42 % ab 69.879 € zu versteuerndem Einkommen, die Reichensteuer von 45 % ab 277.826 €. Dazu kommen je nach Fall Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Die Steuerklasse beeinflusst vor allem die monatlichen Abzüge, nicht die endgültige Jahressteuer.
Was ist die Abgeltungsteuer und wie funktioniert sie?
Die Abgeltungsteuer ist eine pauschale Besteuerung von Kapitalerträgen mit 25 % plus Solidaritätszuschlag (1,375 %) und ggf. Kirchensteuer. Die Bank führt sie automatisch ab und erledigt damit die Steuerpflicht in vielen Standardfällen. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € für Ledige und 2.000 € für Verheiratete. Eine Günstigerprüfung ist möglich, wenn der persönliche Steuersatz unter 25 % liegt. Kursgewinne bei Aktien sind erst nach Verkauf steuerpflichtig.
Wie wird die Grundsteuer nach der Reform 2025 berechnet?
Seit 2025 gilt das reformierte Grundsteuerrecht. Die Berechnung erfolgt nach: Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz der Gemeinde. Im Bundesmodell fließen unter anderem Bodenrichtwert, Grundstücksfläche, Grundstücksart, Alter des Gebäudes und typisierte Nettokaltmieten ein. Einige Bundesländer haben eigene Modelle gewählt. Die Reform sollte aufkommensneutral sein, hat aber zu Verschiebungen zwischen Steuerzahlern geführt. Prüfe deinen aktuellen Grundsteuerbescheid auf eventuelle Änderungen.
Welche Besonderheiten gelten bei Kryptowährungen und Immobilien?
Kryptowährungen: Steuerfreie Veräußerung nach mehr als 1 Jahr Haltedauer, ansonsten Besteuerung mit persönlichem Steuersatz, wenn die Gewinne die 1.000-€-Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte erreichen oder überschreiten. Immobilien: Steuerfreie Veräußerung nach 10 Jahren oder bei Eigennutzung. Mining, Staking und DeFi-Erträge sind steuerlich gesondert nach Art und Umfang zu prüfen. Lückenlose Dokumentation ist entscheidend.
Wie kann ich meine Steuerlast legal senken?
Legale Steueroptimierung: Alle Werbungskosten geltend machen (Arbeitsmittel, Fortbildung, Fahrtkosten), Sonderausgaben nutzen (Riester, Rürup, Versicherungen), haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen (max. 20 % von 20.000 €), Handwerkerleistungen (max. 20 % von 6.000 €). Bei Kapitalerträgen: Freibeträge ausschöpfen, Verlustverrechnung nutzen. Bei Immobilien: AfA, Erhaltungsaufwand, Schuldzinsen. Splitting-Vorteil für Verheiratete prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen Freigrenze und Freibetrag?
Freibetrag: Nur der Betrag über dem Freibetrag wird versteuert. Beispiel: Bei 1.000 € Sparerpauschbetrag und 1.200 € Zinsen werden nur 200 € versteuert. Freigrenze: Wird sie erreicht oder überschritten, wird der gesamte Betrag versteuert. Beispiel: Bei 1.000 € Freigrenze und 1.001 € Gewinn wird der komplette Gewinn versteuert. Dieser Unterschied kann hunderte Euro ausmachen.
Wann lohnt sich eine Steuererklärung freiwillig abzugeben?
Eine freiwillige Steuererklärung lohnt sich häufig, wenn hohe Werbungskosten über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerkosten, Kapitalerträge unter dem Sparerpauschbetrag oder ungünstige unterjährige Lohnsteuerabzüge vorliegen. Ob es eine Erstattung gibt, hängt von deinen Jahresdaten ab. Die freiwillige Abgabe ist bis zu 4 Jahre rückwirkend möglich.
Welche Eingaben braucht der allgemeine Steuerrechner?
Der Rechner benötigt mindestens Steuerjahr, zu versteuerndes Einkommen, Veranlagungsart, Kirchensteuerpflicht und relevante Einkunftsarten. Für genauere Ergebnisse gehören außerdem Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Kapitalerträge, Immobiliengewinne und mögliche Vorauszahlungen dazu.
Warum ist die monatliche Lohnsteuer nicht die endgültige Steuer?
Die Lohnsteuer ist nur eine Vorauszahlung auf die Jahressteuer. Erst in der Steuererklärung werden alle Einkünfte, Pauschalen, Abzüge, Ersatzleistungen und Sonderfälle zusammengeführt. Deshalb können trotz monatlichem Abzug Erstattung, Nachzahlung oder ein deutlich anderer Durchschnittssteuersatz entstehen.