Berechne den steuerpflichtigen Teil deiner Rente aus Jahresbruttorente und Rentenbeginn. Inklusive Rentenfreibetrag, KV/PV-Abzug und Ehegatten-Splitting.
Rentensteuer berechnen
Schätze steuerpflichtige Rente, zu versteuerndes Einkommen und Jahressteuer.
Rentensteuer im Modell
Steuerpflichtige Rente, Jahressteuer und Reserve
Gib Rentenbeginn, Jahresrente und Abzüge ein und starte die Berechnung.
Ähnliche Rechner
Weitere Rechner aus der Kategorie "Lohn, Arbeit & Soziales"
Wie prüft der Rechner, ob eine Rente steuerpflichtig wird?
ƒSteuerpflichtige Rente bis zum zu versteuernden Einkommen
zvE=R−F−W−A+E
Variablen
zvE
zu versteuerndes Einkommen-Bemessungsgrundlage, aus der die Einkommensteuer entsteht.
R
Jahresbruttorente-Bruttorente des betrachteten Steuerjahres.
F
Rentenfreibetrag-Persönlicher steuerfreier Eurobetrag aus dem Rentenbeginnjahr.
W
Werbungskostenpauschale-Pauschaler Abzug für Renteneinkünfte im Modell.
A
abziehbare Ausgaben-Vor allem Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.
E
weitere Einkünfte-Andere steuerpflichtige Einkünfte im Jahr.
Wann aus einer Rente Einkommensteuer entstehen kann
Die Beispiele zeigen, dass steuerpflichtige Rentenanteile und tatsächliche Einkommensteuer zwei verschiedene Stufen sind.
Fall
Jahresrente
Beginn
Freibetrag
Steuerpflichtige Rente
zvE
Steuer
Einordnung
Standardrente ohne weitere Einkünfte
24.000,00 €
2026
3.840,00 €
20.160,00 €
17.258,00 €
907,00 €
Die Rente ist anteilig steuerpflichtig, aber erst das zvE löst Steuer aus.
Kleine Jahresrente
15.000,00 €
2026
2.400,00 €
12.600,00 €
9.698,00 €
0,00 €
Der steuerpflichtige Anteil bleibt nach Abzügen häufig unter dem Grundfreibetrag.
Rente plus Vermietung
24.000,00 €
2026
3.840,00 €
20.160,00 €
29.258,00 €
4.008,00 €
Weitere Einkünfte können die Steuerpflicht praktisch auslösen.
Ältere Bestandsrente
30.000,00 €
2010
8.000,00 €
22.000,00 €
19.098,00 €
1.349,00 €
Der höhere feste Freibetrag älterer Renten senkt die steuerpflichtige Rente.
Im Standardszenario entstehen 907,00 € Jahressteuer und 75,58 € monatliche Steuerreserve.
Rechengrößen für die Rentensteuer 2026
Diese Werte erklären, warum eine steuerpflichtige Rente nicht automatisch eine Steuerzahlung bedeutet.
Wert
Betrag
Hinweis
Besteuerungsanteil neuer Renten
84 %
Dieser Anteil der ersten vollen Jahresrente geht in die Steuerrechnung ein.
Steuerfreier Anteil neuer Renten
16 %
Daraus entsteht der persönliche Rentenfreibetrag als Eurobetrag.
Grundfreibetrag
12.348,00 €
Erst oberhalb des Grundfreibetrags entsteht tarifliche Einkommensteuer.
Werbungskostenpauschale
102,00 €
Der Rechner zieht diesen Betrag pauschal von Renteneinkünften ab.
Die Werte stammen aus den zentralen Jahresdaten des Projekts und werden im Einkommensteuertarif verwendet.
Häufig gestellte Fragen zum Rente-Steuerpflichtig-Rechner
Ab wann ist eine Rente steuerpflichtig?
Eine gesetzliche Rente ist nicht erst ab einem bestimmten Monatsbetrag relevant. Steuerlich zählt zuerst der Besteuerungsanteil nach Rentenbeginnjahr. Danach entscheidet das gesamte zu versteuernde Einkommen nach Freibeträgen, KV/PV-Beiträgen und weiteren Einkünften.
Warum zeigt der Rechner steuerpflichtige Rente und Steuer getrennt?
Der steuerpflichtige Rentenanteil ist nur die Bemessungsstufe. Einkommensteuer entsteht erst, wenn nach Rentenfreibetrag, Werbungskostenpauschale, Sonderausgaben und weiteren Abzügen ein zu versteuerndes Einkommen oberhalb des Grundfreibetrags bleibt.
Welche Rolle spielt das Rentenbeginnjahr?
Das Rentenbeginnjahr bestimmt den Besteuerungsanteil. Bei neueren Renten ist dieser Anteil höher als bei vielen älteren Bestandsrenten. Der steuerfreie Teil wird aus der ersten vollen Jahresrente als Eurobetrag festgeschrieben.
Warum ist die erste volle Jahresbruttorente wichtig?
Der persönliche Rentenfreibetrag wird aus der ersten vollen Jahresbruttorente berechnet und bleibt später grundsätzlich als fester Eurobetrag bestehen. Wenn Rentenanpassungen die aktuelle Rente erhöhen, steigt der Freibetrag nicht automatisch mit.
Muss ich die Nettorente oder Bruttorente eintragen?
Trage die Jahresbruttorente ein. Die Nettorente vom Konto ist nach Abzügen und für die steuerliche Ausgangsrechnung ungeeignet. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge gehören separat in die abziehbaren Ausgaben.
Welche weiteren Einkünfte gehören in den Rechner?
Einzutragen sind steuerpflichtige Jahreswerte außerhalb der gesetzlichen Rente, etwa Arbeitslohn, Mieteinnahmen, Betriebsrenten oder private Renten. Steuerfreie Leistungen und Kapitalerträge mit Sonderregeln sollten nicht ungeprüft pauschal addiert werden.
Kann trotz steuerpflichtiger Rente keine Steuer entstehen?
Ja. Das passiert häufig, wenn die Rente moderat ist und abziehbare Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge das zu versteuernde Einkommen senken. Weitere Einkünfte können diese Situation aber schnell ändern.
Warum gibt der Rechner eine monatliche Steuerreserve aus?
Auf gesetzliche Renten wird meist keine laufende Lohnsteuer einbehalten. Die monatliche Reserve verteilt die geschätzte offene Jahressteuer auf zwölf Monate und hilft, eine spätere Nachzahlung liquider einzuplanen.
Ist der Rechner auch für Ehepaare geeignet?
Ja, wenn die gemeinsamen Jahreswerte eingetragen werden. Bei Zusammenveranlagung nutzt der Rechner den Splittingtarif. Einzelne Rentenfreibeträge mehrerer Renten werden in dieser kompakten Prüfung aber nicht getrennt modelliert.
Wann sollte ich den Bescheid genauer prüfen lassen?
Eine genauere Prüfung ist sinnvoll bei mehreren Renten, Mieteinnahmen, Nebenjob, Ausland, hohen Krankheitskosten, Kirchensteuer, Vorauszahlungen oder älteren Bestandsrenten. Dann können einzelne Bescheidwerte das Ergebnis deutlich verändern.