Berechne deine Mütterrente aus Kindererziehungszeiten und Entgeltpunkten. Inklusive Rentenwert, Mütterrente III und geschätztem monatlichem Zahlbetrag.
Kindererziehungszeiten berechnen
Berechne den Rentenanteil aus Kindern vor und ab 1992, Rentenwert, Entgeltpunkten und KV/PV-Schätzung.
Mütterrente
Entgeltpunkte, Bruttorente und geschätzter Zahlbetrag
Gib Kinderzahl, Rechtsstand und Rentenwert ein, um den Rentenanteil aus Kindererziehungszeiten zu berechnen.
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Wie berechnet der Mütterrente-Rechner den Rentenanteil?
ƒKindererziehungszeiten als Entgeltpunkte
R=max(12Mv+Mn+E,0)⋅W⋅Z⋅A
Variablen
R
monatlicher Bruttorentenanteil-Rententeil aus Kindererziehungszeiten vor Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung.
Mv
Monate vor 1992-Anerkannte Kindererziehungsmonate für vor 1992 geborene Kinder im gewählten Rechtsstand.
Mn
Monate ab 1992-Anerkannte Kindererziehungsmonate für ab 1992 geborene Kinder.
E
Entgeltpunkte-Korrektur-Manuelle Korrektur, wenn der Versicherungsverlauf eine abweichende Bewertung zeigt.
W
aktueller Rentenwert-Monatlicher Wert eines Entgeltpunkts im eingestellten Zeitraum.
Kindererziehungszeiten im Mütterrente-Rechner
Der entscheidende Unterschied liegt im Geburtsjahr des Kindes und im gewählten Rechtsstand.
Kind
Monate
Entgeltpunkte
Einordnung
Vor 1992 geboren
30 Monate
2,50 EP
Aktueller Stand für Bestandsberechnungen im Jahr 2026.
Vor 1992 geboren mit Mütterrente III
36 Monate
3,00 EP
Vorschau auf die Angleichung ab 2027. Auszahlung für viele Bestandsrenten ab 2028.
Ab 1992 geboren
36 Monate
3,00 EP
Regelwert für Kinder ab 1992.
Quellen sind Deutsche Rentenversicherung zu Kindererziehungszeiten und Mütterrente III. Stand der Prüfung: 15.05.2026.
Beispielwerte für die Mütterrente
Die Beispiele nutzen den aktuellen Rentenwert und den im Rechner voreingestellten KV/PV-Abzug.
Fall
Entgeltpunkte
Brutto monatlich
Zahlbetrag geschätzt
Ein Kind vor 1992
2,50 EP
106,30 €
93,17 €
Ein Kind ab 1992
3,00 EP
127,56 €
111,81 €
Ein Kind vor 1992 und ein Kind ab 1992
5,50 EP
233,86 €
204,98 €
Zwei Kinder vor 1992 nach aktuellem Recht
5,00 EP
212,60 €
186,34 €
Zwei Kinder vor 1992 mit Mütterrente III und Rentenwert 2026/2027
6,00 EP
255,12 €
223,61 €
Die Werte sind Modellbeträge. Maßgeblich bleiben Versicherungsverlauf, Rentenbescheid und spätere Rentenanpassungen.
Rentenwert und Monatsbetrag je halbem Entgeltpunkt
Der aktuelle Rentenwert entscheidet, wie viel ein Entgeltpunkt monatlich wert ist.
Zeitraum
Rentenwert
0,5 EP
Einordnung
1. Juli 2026 bis 30. Juni 2027
42,52 €
21,26 €
Aktueller Rentenwert seit 1. Juli 2026.
Quelle ist die Deutsche Rentenversicherung zum aktuellen Rentenwert. Stand der Prüfung: 15.05.2026.
Eingaben richtig einordnen
Diese Felder entscheiden, ob der Rechner einen Standardfall oder einen Bescheidwert nachbildet.
Feld
Wirkung
Typischer Wert
Zugangsfaktor
Berücksichtigt Zu- oder Abschläge beim Rentenbeginn.
1,000
Rentenartfaktor
Unterscheidet volle und teilweise Rentenarten.
1,000
EP-Korrektur
Gleicht Bescheidwerte oder Sonderfälle im Rentenkonto aus.
0,00 EP
KV/PV-Abzug
Schätzt den Unterschied zwischen Brutto und Zahlbetrag.
12,35 %
Wenn diese Felder im Bescheid anders aussehen, sollte der Bescheidwert Vorrang vor dem Standardmodell haben.
Häufig gestellte Fragen zum Mütterrente-Rechner
Was berechnet der Mütterrente-Rechner?
Der Rechner schätzt den monatlichen Rentenanteil aus Kindererziehungszeiten. Er rechnet Kinder vor 1992, Kinder ab 1992, den aktuellen Rentenwert, Zugangsfaktor, Rentenartfaktor, eine mögliche Entgeltpunkte-Korrektur und einen optionalen KV/PV-Abzug zusammen. Damit zeigt er nicht nur einen pauschalen Betrag je Kind, sondern auch die Entgeltpunkte hinter dem Ergebnis.
Ist die Mütterrente eine eigene Rente?
Nein. Mütterrente ist kein separater Rentenantrag und keine eigene Rentenart. Gemeint ist die bessere Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Zeiten erhöhen die Entgeltpunkte im Rentenkonto und werden dann als Teil der Alters-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente ausgezahlt.
Warum unterscheidet der Rechner vor und ab 1992 geborene Kinder?
Für ab 1992 geborene Kinder werden aktuell bis zu 36 Monate Kindererziehungszeit berücksichtigt. Für vor 1992 geborene Kinder sind es im aktuellen Recht bis zu 30 Monate. Dieser Unterschied ist genau der Kern der Mütterrente, weil frühere Reformen die Anerkennung für ältere Geburtsjahrgänge schrittweise erhöht haben.
Was bedeutet die Auswahl Mütterrente III?
Die Auswahl Mütterrente III rechnet vor 1992 geborene Kinder mit 36 Monaten statt mit 30 Monaten. Laut Deutscher Rentenversicherung tritt die Verbesserung zum 1. Januar 2027 in Kraft, die technische Auszahlung für viele Bestandsrenten soll aber erst ab 2028 erfolgen. Deshalb ist diese Auswahl eine Vorschau und kein aktueller Auszahlungsbescheid.
Wie viele Entgeltpunkte bringt ein Kind?
Ein Jahr Kindererziehungszeit entspricht im Modell einem Entgeltpunkt, weil für diese Zeit ein durchschnittlicher Verdienst unterstellt wird. Ein vor 1992 geborenes Kind bringt nach aktuellem Recht höchstens 2,5 Entgeltpunkte. Ein ab 1992 geborenes Kind bringt höchstens 3 Entgeltpunkte. Bei der Mütterrente III steigt der Wert für vor 1992 geborene Kinder rechnerisch ebenfalls auf bis zu 3 Entgeltpunkte.
Warum kann der Betrag im Rentenbescheid abweichen?
Der Rentenbescheid kann abweichen, wenn Kindererziehungszeiten anders zugeordnet wurden, Monate fehlen, Zeiten im Ausland liegen, Mehrlingsgeburten vorliegen, hohe eigene Beiträge im gleichen Zeitraum begrenzt werden oder Zugangsfaktor und Rentenartfaktor nicht 1,000 betragen. Der Rechner bildet die Standardlogik ab und lässt deshalb eine Entgeltpunkte-Korrektur für geklärte Bescheidwerte zu.
Wer bekommt die Kindererziehungszeit gutgeschrieben?
Grundsätzlich wird die Kindererziehungszeit dem Elternteil zugeordnet, der das Kind überwiegend erzogen hat. Eltern können eine andere Zuordnung erklären, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und die Erklärung rechtzeitig bei der Rentenversicherung eingeht. Der Begriff Mütterrente ist historisch. Väter, Adoptiveltern, Stiefeltern oder Pflegeeltern können ebenfalls Kindererziehungszeiten erhalten.
Was passiert bei Zwillingen oder mehreren Kindern gleichzeitig?
Bei Mehrlingen werden Kindererziehungszeiten für jedes Kind berücksichtigt. Das kann die anzurechnende Zeit verlängern, weil dieselben Kalendermonate für mehrere Kinder zählen. Für eine einfache Schätzung reicht im Rechner die Kinderzahl. Wenn der Versicherungsverlauf bei Mehrlingen einen konkreten Entgeltpunktewert ausweist, ist die Entgeltpunkte-Korrektur die bessere Eingabe.
Welchen Rentenwert soll ich verwenden?
Im Rechner ist aktuell 42,52 € voreingestellt. Dieser Rentenwert gilt seit dem 1. Juli 2026 für die laufende Rentenanpassungsperiode. Wenn du einen Bescheid für einen anderen Zeitraum nachvollziehen willst, kannst du den Rentenwert manuell anpassen. Maßgeblich ist immer der Wert, der im Bescheid oder in der DRV-Berechnung für den jeweiligen Monat verwendet wird.
Warum zieht der Rechner KV/PV ab?
Kindererziehungszeiten erhöhen zunächst die Bruttorente. Der tatsächliche Zahlbetrag kann niedriger sein, weil Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie später auch Steuerfragen eine Rolle spielen. Der KV/PV-Abzug im Rechner ist bewusst als Schätzfeld gebaut. Wenn dein Bescheid einen anderen Abzug zeigt oder du freiwillig versichert bist, sollte dieser Bescheidwert eingetragen werden.
Kann die Mütterrente auf andere Leistungen angerechnet werden?
Ja, das ist möglich. Weil die Mütterrente Teil der gesetzlichen Rente ist, kann sie bei Grundsicherung, Wohngeld oder bei der Einkommensanrechnung einer Witwen- oder Witwerrente eine Rolle spielen. Der Rechner zeigt nur den Rentenanteil selbst. Ob und wie der Betrag an anderer Stelle angerechnet wird, muss getrennt geprüft werden.
Wann sollte ich eine Kontenklärung machen?
Eine Kontenklärung ist sinnvoll, wenn Kindererziehungszeiten im Versicherungsverlauf fehlen, Kinder falsch zugeordnet sind, Nachweise unvollständig sind oder du vor dem Rentenantrag wissen willst, welche Zeiten gespeichert sind. Gerade bei älteren Geburten, Auslandszeiten oder mehreren Erziehenden ist der Versicherungsverlauf die bessere Grundlage als eine reine Kinderzahl.