DB I = Verkaufspreis - variable Kosten; DB II zusätzlich minus Fixkosten
Häufig gestellte Fragen zum Deckungsbeitragsrechner
Was ist der Deckungsbeitrag und wie wird er berechnet?
Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen Erlösen und variablen Kosten. DB1 = Verkaufspreis - variable Kosten. DB2 = DB1 - Fixkosten der Kostenstelle. DB3 = DB2 - Fixkosten des Unternehmens. Er zeigt, wie viel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.
Was ist der Unterschied zwischen DB1, DB2 und DB3?
DB1 (Deckungsbeitrag 1) berücksichtigt nur variable Kosten. DB2 zieht zusätzlich produktspezifische Fixkosten ab (z. B. Maschinenstunden). DB3 berücksichtigt alle Fixkosten des Unternehmens. Die Stufung hilft bei der Entscheidung über Produktprogramm und Preisgestaltung.
Wie berechne ich den Break-Even-Point?
Break-Even-Point = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück. Er zeigt, ab welcher Verkaufsmenge die Fixkosten gedeckt sind und das Unternehmen die Gewinnzone erreicht. Unterhalb dieser Menge entstehen Verluste, oberhalb Gewinne.
Warum ist die Deckungsbeitragsrechnung wichtig?
Die Deckungsbeitragsrechnung hilft bei Preisfindung, Produktprogrammplanung und kurzfristigen Entscheidungen. Damit kannst du feststellen, welche Produkte profitabel sind, Mindestpreise bestimmen und Zusatzaufträge bewerten. Besonders nützlich ist sie bei variablen Auftragszusammensetzungen.
Was ist die Deckungsbeitragsmarge und wie interpretiere ich sie?
Die Deckungsbeitragsmarge (DB-Marge) zeigt den prozentualen Anteil des Deckungsbeitrags am Umsatz: DB-Marge = DB ÷ Umsatz × 100 %. Eine hohe Marge (über 40 %) bedeutet gute Profitabilität, unter 20 % ist kritisch. Vergleiche Produkte anhand deiner Marge, nicht nur des absoluten DB. Bei Engpässen solltest du Produkte mit der höchsten Marge pro Engpasseinheit bevorzugen.
Wann sollte ich einen Zusatzauftrag annehmen?
Ein Zusatzauftrag lohnt sich, wenn er einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaftet, auch wenn er die vollen Kosten nicht deckt. Voraussetzungen: freie Kapazitäten, keine Verdrängung regulärer Aufträge, keine negativen Auswirkungen auf das Preisgefüge. Prüfe auch versteckte Kosten wie Umrüstung, Überstunden oder Qualitätsrisiken. Langfristig muss das Stammgeschäft alle Kosten decken.
Was sind variable und was sind fixe Kosten?
Variable Kosten ändern sich mit der Produktionsmenge: Material, Akkordlöhne, Energiekosten der Produktion, Verpackung. Fixe Kosten bleiben konstant: Miete, Gehälter, Abschreibungen, Versicherungen. Mischkosten haben beide Anteile (z. B. Telefonkosten mit Grundgebühr). Die korrekte Zuordnung ist entscheidend für eine genaue Deckungsbeitragsrechnung.
Wie optimiere ich mein Produktprogramm mit der DB-Rechnung?
Sortiere Produkte nach DB-Marge und relativen DB (DB pro Engpasseinheit). Eliminiere Produkte mit negativem DB2 oder DB3 - außer sie sind strategisch wichtig. Bei Kapazitätsengpässen bevorzuge Produkte mit höchstem DB pro Maschinenstunde/Arbeitsstunde. Berücksichtige auch Sortimentsverbunde: Manche Produkte mit niedrigem DB sind Türöffner für margenstarke Produkte.
Welche Kosten darf ich im Deckungsbeitrag nicht vermischen?
Variable Einzelkosten gehören direkt in den Stückdeckungsbeitrag, Fixkosten erst in die passende Deckungsbeitragsstufe. Vermischst du Material, Löhne, Maschinenstunden, Miete und Verwaltung pauschal, entstehen falsche Mindestpreise und falsche Entscheidungen über Produkte, Rabatte oder Zusatzaufträge.
Wann reicht ein positiver Deckungsbeitrag nicht aus?
Ein positiver Deckungsbeitrag reicht nicht, wenn er dauerhaft die Fixkosten, Engpasskosten, Qualitätsrisiken oder strategischen Folgekosten nicht deckt. Kurzfristig kann ein Auftrag sinnvoll sein, langfristig muss das Produktprogramm aber auch Kapazitäten, Preisniveau und Gemeinkosten tragen.