Zinssätze abhängig von Bonität, Laufzeit und Sicherheiten
Häufig gestellte Fragen zum Basiszins-Rechner
Was sind Verzugszinsen?
Verzugszinsen sind Zinsen, die der Schuldner zahlen muss, wenn er eine Geldschuld nicht rechtzeitig begleicht. du entschädigen den Gläubiger für den entgangenen Nutzen des Geldes. Die gesetzliche Grundlage ist § 288 BGB.
Wie hoch ist der gesetzliche Verzugszinssatz?
Der Verzugszinssatz beträgt für Verbraucher 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, für Unternehmer (B2B) 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Der Basiszinssatz wird halbjährlich von der Bundesbank festgelegt.
Was ist der Basiszinssatz 2026?
Der Basiszinssatz liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 1,27 %. Er wird jeweils zum 1. Januar und 1. Juli von der Deutschen Bundesbank angepasst. Damit beträgt der gesetzliche Verzugszinssatz aktuell 6,27 % p. a. für Verbraucher und 10,27 % p. a. für Unternehmen.
Ab wann gerät der Schuldner in Verzug?
Verzug tritt ein durch: Mahnung nach Fälligkeit, 30 Tage nach Fälligkeit bei Rechnung mit Zahlungsziel, bei kalendermäßig bestimmtem Termin automatisch, bei Ablehnung der Leistung. Bei Verbrauchern muss auf die 30-Tage-Regel hingewiesen werden.
Wie werden Verzugszinsen berechnet?
Formel: Forderungsbetrag × Zinssatz × Verzugstage / 365. Beispiel für Verbraucher im ersten Halbjahr 2026: 10.000 € × 6,27 % × 90 Tage / 365 = 154,60 € Verzugszinsen. Wechselt der Basiszinssatz während des Verzugs, müssen die Teilzeiträume getrennt berechnet werden.
Kann ich mehr als die gesetzlichen Verzugszinsen verlangen?
Ja, der Gläubiger kann einen höheren Schaden nachweisen (z. B. Kreditkosten). Vertraglich vereinbarte höhere Zinsen sind möglich, aber bei Verbrauchern AGB-rechtlich begrenzt. Pauschalverzinsung mit 40 € (B2B) kommt hinzu.
Was ist die Verzugspauschale von 40 €?
Bei Geschäften zwischen Unternehmern (B2B) kann der Gläubiger pauschal 40 € für Beitreibungskosten verlangen (§ 288 Abs. 5 BGB). Diese Pauschale gilt pro Rechnung/Forderung und kommt zu den Verzugszinsen hinzu.
Verfallen Verzugszinsen?
Verzugszinsen verjähren nach 3 Jahren zum Jahresende, beginnend mit dem Jahr der Entstehung. Beispiel: Verzugszinsen aus 2026 verjähren zum 31.12.2029. Die Verjährung kann durch Klage oder Mahnbescheid gehemmt werden.
Sind Verzugszinsen auf Verzugszinsen (Zinseszins) erlaubt?
Nein, das Zinseszinsverbot (§ 289 BGB) gilt auch für Verzugszinsen. Nur der ursprüngliche Forderungsbetrag wird verzinst, nicht die bereits angefallenen Zinsen. Ausnahme: Ausdrückliche vertragliche Vereinbarung unter Kaufleuten.
Wie setze ich Verzugszinsen richtig durch?
Gehe so vor: 1. Mahnung mit Fristsetzung und Verzugszinsankündigung. 2. Bei Nichtzahlung: Berechnung der Zinsen bis Zahlungseingang. 3. Gerichtliches Mahnverfahren oder Klage inklusive Nebenforderungen. Dokumentiere alle Schritte.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
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